Wettbewerber für Facebook’s Libra: Wird die Fed den USDC emittieren?

  • Ein Mitglied der US-amerikanischen Federal Reserve reagiert auf die Möglichkeit, den Dollar als digitale Währung (USDC) zu entwickeln.
  • Die Facebook’s Libra hat das Interesse vieler Länder an der Entwicklung einer eigenen digitalen Währung geweckt.

Jerome Powell, ein Mitglied der Federal Reserve, hat in einem Brief an den Kongress seine Gedanken über die Entwicklung einer digitalen Währung zum Ausdruck gebracht. Der digitale Dollar könnte ein Weg sein, um dem Einfluss anderer Länder entgegenzuwirken, die ihre eigenen digitalen Währungen entwickeln. Allerdings haben sich die US-Regulierungsbehörden und Gesetzgeber streng und unflexibel gegenüber Kryptowährungen gezeigt.

Digitaler Dollar im Wettlauf mit Chinas digitalem Yuan

Jerome Powell sandte seinen Brief an den US-Kongress, nachdem er eine Petition von Mitgliedern der Legislative erhalten hatte. In ihrer Petition baten die Abgeordneten die Federal Reserve um weitere Informationen über die Möglichkeit der Ausgabe eines digitalen Dollars.

Die Antwort von Powell vom 19. November dieses Jahres bestätigt das Interesse vieler Zentralbanken an digitalen Währungen. Powell behauptet, dass die Institution, die er vertritt, die Situation genau beobachten. Unmittelbar danach bestätigte er, dass die Vereinigten Staaten keinen digitalen Dollar entwickeln. Powell sagte in seinem Brief (frei übersetzt):

Obwohl wir derzeit keine digitale Währung der Zentralbank entwickeln, haben wir die Kosten und den Nutzen einer solchen Initiative in den USA insgesamt bewertet und werden dies auch weiterhin tun.

Darüber hinaus versicherte das Mitglied der Federal Reserve, dass diese Entwicklungen für Länder, die nicht über die wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten verfügen, eher günstig sind. Zum Beispiel in Ländern, in denen es keine Fast-Payment- Systeme gibt. Powell sagte, dass die USA andererseits eine „hoch innovative und wettbewerbsfähige“ Systemlandschaft für digitalisierte Zahlungssysteme haben.

Der Brief von Powell verdeutlicht die komplizierte Rechtslage, die sich bei der Ausgabe eines digitalen Dollars ergeben würde. Wie CNF berichtet hat, ist der US-Rechtsrahmen nicht der geeignetste für die Entwicklung von Kryptowährungen. Andere Länder, wie China, scheinen in diesem Bereich die Führung übernommen zu haben. Das ist etwas, das viele Mitglieder der Krypto-Community beunruhigt.

Es wird erwartet, dass China seinen digitalen Yuan im Jahr 2020 auf den Markt bringt. Dies würde theoretisch einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt Zugang zu einer schnelleren Zahlungsmethode mit viel Potenzial verschaffen. Es besteht sogar die Möglichkeit, das dieses das derzeitige Finanzsystem, das vom US-Dollar dominiert wird, ins Wanken bringen könnte.

Powell sagt jedoch, dass eine von der Zentralbank ausgegebene digitale Währung viel mehr Kosten als Nutzen bringen würde. Zumindest für die Vereinigten Staaten. Der digitale Yuan hat große Erwartungen geweckt und wird nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber anderen digitalen Assets wie Facebook’s Libra in Konkurrenz treten.

Libra-Effekt hat ein Wettrennen nach digitalen Währungen ausgelöst

Facebook’s Libra ist eines der umstrittensten digitalen Assets. Der Widerstand, den sie von den Vereinigten Staaten und Europa erhalten hat, führte zu einer Verzögerung des Projekts und zum Verlust wichtiger Partner wie VISA und PayPal. Obwohl das Projekt fortgesetzt wird und sich in der Testnet-Phase befindet, konnte es bisher nicht problemlos anlaufen.

In einem vom Ratsvorsitz der Europäischen Union vorgelegten Bericht wird festgestellt, dass Libra zu viele Variablen hat und die Weltwirtschaft in Gefahr bringen könnte. Im gleichen Bericht werden die Fähigkeiten von Libra anerkannt und empfohlen, dass die Europäische Union die Einführung eines digitalen Euros prüft.

Facebook’s Libra hat somit ganz klar einen Wettlauf um die Einführung einer digitalen Währung ausgelöst. Das Projekt, welches als Anführer fungieren sollte, stößt heute jedoch nicht nur auf rechtlichen Widerstand, sondern auch auf Konkurrenten, die damit drohen, den Platz einzunehmen, den Facebook ursprünglich für sich vorgesehen hatte. Das soziale Netzwerk hat weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer. Diese Zahl gibt Libra dennoch ein enormes Potenzial.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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