Geldwäsche für 380 Millionen Dollar – Zwei Verhaftungen in Hongkong

  • In Hongkong wurden zwei Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, über eine Kryptobörse und mehrere Bankkonten Geldwäsche zu betreiben.
  • Bei den beiden handelt es sich um eine 28-jährige Frau und ihren 21-jährigen Bruder die aufgrund eines anonymen Hinweises im Hongkonger Wohnviertel Yau Tong festgenommen wurden.

Die Zollbehörden in Hongkong haben zwei Personen festgenommen, die verdächtigt werden, über persönliche Bankkonten und eine Krypto-Handelsplattform mehr als 380 Millionen Dollar gewaschen zu haben.

Besagte Geldwäsche fand zwischen Mai und November 2020 statt, als die Verdächtigen mehrere Konten bei verschiedenen Banken in Hongkong eröffneten. Eins dieser Konten war ein Online-Bankkonto. Die beiden eröffneten auch ein Konto bei einer ungenannten Krypto-Börsen. Danach bewegten sie Gelder durch Bareinzahlungen, Banküberweisungen und Krypto-Transaktionen. Die Behörden geben an, man habe die beiden wegen des Verdachts verhaftet, dass sie „mit Vermögenswerten gehandelt haben, von denen bekannt ist oder bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie Erlöse aus einer strafbaren Handlung darstellen.“

Derzeit sind die Verdächtigen gegen Kaution auf freiem Fuß, aber die Ermittlungen dauern an und weitere Verhaftungen sind wahrscheinlich. Werden die beiden für schuldig befunden, drohen ihnen nach den Gesetzen Hongkongs jeweils 14 Jahre Freiheitsentzug. Zusätzlich ist eine Geldstrafe von 5 Millionen Dollar zu zahlen.

Krypto-Kriminalität

Mit der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen nutzen Kriminelle die fehlende Regulierung der Branche aus um Geldwäsche, Drogenhandel und Terrorismusfinanzierung zu betreiben. Deswegen streben etliche Staaten, darunter die USA und Indien, strengere Beschränkungen für Kryptowährungen und damit verbundene Transaktionen an.

Im Oktober 2020 wurden zwei Bitcoin-Händler aus Hongkong wegen Geldwäsche zu 2 und 2,5 Jahren Haft verurteilt. Die Behörden beschlagnahmten außerdem Bitcoin im Wert von rund 2 Millionen Euro, bei denen es sich vermutlich um gewaschene Geld handelt. Im Juni wurden über 1.000 Personen in China verdächtigt, betrügerische Aktivitäten über ein Telekommunikationsnetz durchzuführen. Dazu gehören Geldwäsche und Pump-and-Dump Betrügereien. Alle Verdächtigen wurden festgenommen.

Die Kryptobörse Binance wurde wiederholt beschuldigt, einer der Krypto-Dienstleister zu sein, die Kriminalität begünstigen. In letzter Zeit hat das Unternehmen jedoch Anstrengungen unternommen, um seinen schlechten Ruf zu verbessern – etwa die Erlangung einer Lizenz für den Betrieb in Großbritannien, die Einstellung von Beamten mit Erfahrung im Bereich der Compliance und die Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden. Praktisch alle Analysten sind sich darin einig, dass im Jahr 2022 mehr Regulierung zu erwarten ist, und warnen vor nicht-konformen Verhaltensweisen der Akteure der Branche. Die zu erwartenden Sanktionen reichen von einfachen Verwarnungen  über Betriebsverbote bis in den strafrechtlichen Bereich, wobei dann je nach schwere der angeklagten Delikte auch mehrjährige Gefängsstrafen im Raum stünden.

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