Unklarheit über Russlands Haltung zu Krypto und über Zinsen und Regulierung in den USA verunsichern die Kryptomärkte

  • Der Krypto-Winter ist da, hauptsächlich wegen der US-Geldpolitik und der fehlenden Klarheit über die Art und Weise regulatorischer Eingriffe in den Markt.
  • Im Kreml hingegen gibt es ein Tauziehen zwischen den Befürwortern von Kryptowährungen und denen, die alles verbieten wollen, in dem das Wort „Krypto“ vorkommt.

Am Mittwoch hielt die Fed eine Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) ab. Dieser Offenmarktausschuss ist der Zweig der Federal Reserve Bank, der für kurz- und langfristige, geldpolitische Maßnahmen verantwortlich ist und beeinflusst die Aktien- und Krypto-Märkte erheblich. Laut dem FED-Vorsitzenden Jerome Powell wird sich die FED nicht an einen festen Zeitplan halten. Stattdessen wird sie ihre Politik an die sich entwickelnden Marktbedingungen anpassen.

Die erste Zinserhöhung ist für März vorgesehen. Darüber hinaus plant die FED, ihre Anleihekäufe zu beenden und ihre Bestände an Vermögenswerten erheblich zu reduzieren, indem sie ihre Bilanzsumme von fast 9 Milliarden Dollar zurückfahren will. Mit diesen Maßnahmen soll die durch die Pandemie verursachte lockere Geldpolitik, einschließlich der quantitativen Lockerung, rückgängig gemacht werden, um die höchste Inflation seit einer Generation in den Griff zu bekommen.

Auswirkungen auf die Kryptobranche

Als die Sitzung zu Ende Ging, war die negative Marktreaktion deutlich. Die Aktienkurse schwankten während der gesamten Pressekonferenz von Powell stark. So stieg der S&P 500 zunächst an und fiel dann um 1,6%. Unterdessen fiel der Dow Jones Industrial Average um 325 Punkte.

An den Kryptomärkten stieg der Bitcoin kurzzeitig auf 39.000 Dollar, bevor er auf 36.000 zurückfiel. Es heißt, dass die Kryptomärkte und die Aktienmärkte in letzter Zeit immer enger miteinander verflochten wurden. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 zwischen 2020 und 21 um das 36-fache. Die Aktienindizes haben in den letzten Monaten nie dagewesene Tiefststände erreicht, während der Kryptomarkt seit November letzten Jahres mehr als 1 Billion Dollar an Volumen eingebüßt hat.

Darüber hinaus arbeitet die Regierung Biden Berichten zufolge an einer Executive Order des Präsidenten, die sich mit den Vorteilen und Risiken von Krypto-Assets befasst. Analysten erklärten kürzlich gegenüber CNF, dass der Anstieg der Zinssätze, die quantitative Lockerung, die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Covid-Omicron-Variante und unentschlossene Regulierungsbehörden zu der weit verbreiteten Unsicherheit und dem jüngsten Absturz der Krypto- und Aktienmärkte beigetragen haben können.

Russland: Nichts Genaues was man nicht …

Was Russland betrifft, dringt aus dem Kreml mal dies, mal das. So irrlichtert das das Land beim Thema Krypto vor sich hin. Die Zentralbank will ein generelles Verbot von Kryptowährungen, andere politische Kräfte wollen offenbar regulieren anstatt verbieten.

Mehr zum Thema: Bank von Russland will komplettes Verbot der Kryptobranche nach chinesischem Vorbild

Gestern setzte sich der russische Präsident Wladimir Putin für Kryptowährungen ein und erklärte, das Land habe einen Wettbewerbsvorteil, insbesondere beim Mining. Russland verfüge über einen Stromüberschuss und gut ausgebildetes Personal, das für die Kryptobranche geeignet sei. Der Strompreis in Russland beträgt 0,06 Dollar pro Kilowattstunde für Haushalte und 0,08 Dollar für Unternehmen. Im Vergleich dazu zahlen Haushalte in Frankreich 0,2 Dollar pro Einheit, während Unternehmen 0,14 Dollar zahlen.

Es ist erwähnenswert, dass Putin sich noch im November skeptisch gegenüber der Branche geäußert hatte, indem er sagte, dass Kryptowährungen „durch nichts gestützt werden [und]die Volatilität kolossal ist“. Sein Sinneswandel könnte darauf hindeuten, dass das Land eine entgegenkommende Krypto-Politik betreiben wird, die der Krypto-Wirtschaft zugutekommt.

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