Krypto-Firmen ziehen Anträge auf Zulassung in Großbritannien zurück

  • 54 Krypto-Firmen haben bisher ihren Registrierungsantrag bei der Britischen FCA zurückgezogen
  • Zu denen die ein Problem mit den geltenden Regeln haben, gehört auch Binance, das von der FCA eine Verbraucherwarnung wegen des GEschäftsbetriebs in Großbritannien erhalten hat

Vor kurzem wurde berichtet, dass die Financial Conduct Authority (FCA) autorisiert wurde, die wachsende Zahl von Krypto-Firmen in Großbritannien zu überwachen. Dies war Teil der Maßnahmen, um die Öffentlichkeit über Firmen zu informieren, die den Regierungsvorschriften entsprechen. Die Regierung will Kryptos einer kritischen Prüfung unterziehen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Allerdings haben es inzwischen einige Krypto-Firmen aufgegeben, sich bei der Finanzaufsicht zu registrieren. Sogar manche, die ihre Registrierungsanträge eingereicht haben, zogen diese zurück. Es soll sich um 64 Unternehmen handeln.

Laut FCA haben nur sechs Krypto-Firmen eine Genehmigung, ein Dutzend werden noch geprüft, aber vermutlich keine Genehmigung bekommen.

Nach Angaben der FCA erfüllen die meisten dieser Firmen nicht die regulatorischen Anforderungen, um in Großbritannien tätig zu sein.

„Eine signifikant hohe Anzahl von Unternehmen erfüllt nicht die geforderten Standards gemäß den Geldwäschebestimmungen, was dazu führt, dass eine noch nie dagewesene Anzahl von Unternehmen ihre Anträge zurückzieht.“

Binance wurde von der FCA herausgefordert

Binance, eine der größten Krypto-Börsen der Welt, erhielt ebenfalls eine Verbraucherwarnung, da sie die Anforderungen der FCA nicht erfüllt. Laut Aufsichtsbehörde ist es Binance nicht erlaubt, irgendeine regulierte Aktivität ohne schriftliche Autorisierung der FCA zu unternehmen.

„Die Binance Group scheint britischen Kunden eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen über eine Website, Binance.com, anzubieten… Kein anderes Unternehmen der Binance Group besitzt irgendeine Form von britischer Genehmigung, Registrierung oder Lizenz zur Ausübung einer regulierten Tätigkeit in Großbritannien.“

Japans Financial Service Agency hat ebenfalss mitgeteilt, dass Binance illegal im Land tätig sei. Binance hat bisher noch keine öffentliche Stellungnahme dazu abgegeben. Die Börse betont jedoch immer wieder, man kooperiere eng mit den Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit im Krypto-Ökosystem zu stärken und gleichzeitig seinen Kunden die besten Erfahrung zu bieten.

Die FCA hat sich mit mehreren hochrangigen internationalen Regulierungsbehörden in den USA und Asien zusammengeschlossen, um ein sicheres Umfeld für den Betrieb von Kryptowährungen zu schaffen und das Risiko für die Nutzer zu reduzieren.

Das Vereinigte Königreich hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum der Krypto-Akzeptanz verzeichnet. Laut einer Untersuchung ist die Zahl der Menschen, die in Großbritannien Krypto gekauft haben, seit 2018 um 558%Prozent gestiegen. Diese Zahlen haben die Regierung bewogen, die Firmen, die ihren Bürgern Krypto-Dienstleistungen anbieten, genau unter die Lupe zu nehmen.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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