Bitcoin SV: Craig Wright weigert sich 10.000 gerichtlich angeordnete Dokumente vorzulegen

  • Ein neues Dokument, das dem Gericht vorgelegt wurde, könnte Craig Wright das Privileg geben, die Vorlage von mehr als 10.000 Dokumenten, die als Beweismittel beantragt wurden, abzulehnen.
  • Das Dokument besagt, dass die beantragten Beweise unter den Schutz des Mandanten/Anwalts fallen.

Craig Wrights Fall gegen die Angehörigen seines ehemaligen Partners Dave Kleiman hat eine neue Wendung genommen. Der selbsternannte Erfinder von Bitcoin weigert sich, mehr als 10.000 Dokumente beim Gericht einzureichen. In einem neuen Dokument, das am 11. Februar 2020 beim U.S. District Court for the Southern District of Florida eingereicht wurde, legt Wrights Anwalt Argumente für die Ablehnung vor.

Kleimans Vertretung hatte das Gericht zuvor gebeten, die Dokumente als Beweismittel anzufordern, und das Gericht stimmte dem zu. In dem jüngsten Dokument behauptet der Erfinder von Bitcoin SV jedoch, dass die von der gegnerischen Partei angeforderten Dokumente durch das Mandanten-/Anwaltsprivileg nach dem Gesetz von Florida geschützt sind.

Wegen der Langwierigkeit des Antrags behauptet Wrights Vertretung zudem, dass die Zustellung der Dokumente mit einem enormen Aufwand verbunden wäre. Wrights Verteidigung müsste mehr als 17 ausländische Unternehmen und mindestens 67 Anwälte und 81 Einzelpersonen kontaktieren. Es wird sogar behauptet, dass Wright durch die Zustellung der angeforderten Dokumente gegen australisches Recht verstoßen würde. Gemäß den Rechtsvorschriften hat Wright noch immer eine Verbindung zu dem von ihm in Australien gegründeten Unternehmen und darf auch nach dessen Auflösung keine Dokumente über dieses Unternehmen ausstellen.

Darüber hinaus argumentieren die Anwälte von Wright, dass keine triftigen Gründe für die Herausgabe der angeforderten Dokumente angegeben wurden. Einige der angeforderten Dokumente stehen laut Wright nicht einmal im Zusammenhang mit der Klage und „stehen nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den Anforderungen des Falles“:

Die einundachtzig Parteien, auf die oben Bezug genommen wurde, umfassen den gesamten Globus und schließen Parteien in den USA, Australien und Großbritannien ein, die sich alle in verschiedenen Zeitzonen und unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten befinden. Dr. Wright müsste sich nicht nur mit jeder dieser Parteien abstimmen, um ihnen die relevanten Dokumente zur Überprüfung vorzulegen, sondern er müsste sie auch auf den neuesten Stand bringen, was die relevante Frage und die Nuancen des Privilegiengesetzes von Florida betrifft.

Die oben genannten Gründe sprechen dafür, dass Wright die Dokumente nicht ausliefern muss. Wrights rechtliche Vertretung kommt zu dem Schluss:

Aus all den vorgenannten Gründen sollte der Antrag der Kläger, die ausländischen Einrichtungen von ihrem Anwaltsgeheimnis zu befreien, abgelehnt werden.

Die Schlüssel für den Tulip Trust fehlen noch

Eine der umstrittensten Episoden des Falles in der Krypto-Gemeinde steht im Zusammenhang mit dem Tulip Trust. Laut Wright sollte ein Bote mit den Schlüsseln zu Satoshi Nakamotos Bitcoins auftauchen, die zu Anfang der Kryptowährung gemined wurden. Der Bote wurde jedoch „aufgehalten“, und Wright behauptete später, er sei in Wirklichkeit ein Anwalt. Die Zeugenaussage oder die Handlungen des Anwalts sind ebenfalls durch das Anwalts-/Mandantengeheimnis geschützt und können nicht offengelegt werden.

Dies hat in der Krypto-Gemeinschaft eine Menge Diskussionen ausgelöst. Der Schauspieler William Shatner, bekannt für die Rolle des Captain Tiberius Kirk in der populären Science-Fiction-Serie „Star Trek“, hat seit mehreren Tagen eine Debatte mit Verteidigern von Wright geführt. Der Schauspieler sagte, es sei für Wright sehr einfach, zu beweisen, dass er Satoshi ist, und dies nicht zu tun, sei Zeitverschwendung für das Gericht.

Die Verteidiger von Wright argumentieren, dass der Fall durch die Behauptung gestützt wird, dass Craig Wright und Satoshi Nakamoto dieselbe Person sind. Shatner bestreitet diese Behauptungen und behauptet, dass es in dem Fall nur um den Verbleib einer Reihe von Bitcoin geht, die nach dem Tod von Dave Kleiman verschwunden sind.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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