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Bitcoin Adaption in China: Großbank investiert in Wallet-Anbieter und BTC Mining soll gefördert werden

  • Eine chinesische Großbank, die China Merchants Bank, hat in den Bitcoin-Wallet-Anbieter BitPie investiert.
  • Des Weiteren erklärte ein Gremium der chinesischen Provinz Sichuan, dass das Bitcoin Mining in der Gegend weiter gefördert werden soll. 

Wie CNF berichtete, hat der Ausschuss des 13. Nationalen Volkskongresses in China ein „Kryptographie-Gesetz“ verabschiedet, das am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten wird. Zudem bezeichnete Chinas Präsident Jinping Xi die Blockchain als essentielle Zukunftstechnologie. Infolge dessen kam es am vergangenen Freitag zu einem historischen Pump am Bitcoin- und Kryptowährungsmarkt. Die Nachrichten Nachrichten aus China reißen derzeit aber nicht ab. Scheinbar handelte es sich also um eine langfristig vorbereitete Ankündigung.

China Merchants Bank investiert in Bitcoin Wallet BitPie

Nur Tage nach dieser Meldung ist durchgesickert, dass eine chinesische Großbank ein Investment in das älteste Bitcoin Wallet in China namens BitPie getätigt hat. Wie Dovey Wan, Mitbegründerin von PrimitiveCrypto via Twitter erklärte, hat die China Merchants Bank in BitPie investiert, ein nicht depotführendes Bitcoin-Wallet. Dieses sei laut Wan das am längsten und am meisten genutzte Bitcoin-Wallet in China. Sie führte in einem Tweet weiterhin aus, dass dies ihrer Ansicht nach den Beginn der Verstaatlichung von Bitcoin und Krypto-bezogener Infrastruktur handelt (frei übersetzt):

Alles, was ich sagen kann ist, dass es für mich ein Zeichen des Beginns der Verstaatlichung von Bitcoin/Cryptocurrency-bezogenen Infra auf dem Festland ist. Irgendwann können alle Dinge in staatlichem Besitz sein, oder zumindest teilweise (Mining, ASIC, Börsen, Wallets, etc.).

Dovey Wan erklärte auch, dass, was viele Bitcoin Investoren vermutlich bereits gedacht haben. Im Gegensatz zu Bakkt oder einem Krypto-ETF hat es China wieder einmal geschafft den Kryptowährungsmarkt massiv zu beeinflussen. Auch Arthur Hayes, CEO von BitMEX, deutete auf den großen Einfluss von China hin, den das Land bereits von 2013 bis 2017 auf Bitcoin und den gesamten Kryptowährungsmarkt hatte, bevor es den Betrieb von Kryptowährungenbörsen und die Durchführung von Initial Coin Offerings verboten hatte. Hayes verwies darauf, dass China seinen Einfluss wiedererlangen könnte.

Chinas Provinz Sichuan will Bitcoin Mining fördern

Eine weitere Nachricht, die erstmalig von Coindesk berichtet wurde, besagt, dass der Vorsitzende der Sichuan-Provinz in China, eine der wichtigsten Bitcoin-Mining Gegenden weltweit, untersuchen soll, wie die Gegend für die Mining-Industrie attraktiv bleiben kann.

Wie die Sichuan Daily heute berichtete, sagte Yang Jiang, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der China Securities Regulatory Commission und Mitglied der China People’s Political Consultative Conference, einem beratenden Gremium auf zentraler Ebene für politische Gesetzgebung, dass Sichuan mehr Geschäftsmöglichkeiten in der Region auf Basis von Bitcoin und der Blockchain-Technologie schaffen sollte.

Zwar stellt Jiangs Aussage nicht die Meinung der Politik in Peking dar. Allerdings kommt die Aussage nur wenige Tage, nach den Aussagen von Chinas Präsident Jinping Xi. Damit wird auch die von Dovey Wan geteilte Meinung bestätigt, dass China nicht nur die Blockchain-Technologie sondern auch Bitcoin ins Auge gefasst hat.

Hat China ausschließlich Interesse an der Blockchain?

In den vergangenen beiden Jahren verfolgte China eine sehr strenge Politik gegenüber Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen. Viele Kommentatoren und Reporter im Kryptowägrungsraum berichten deshalb, dass China ein ausschließliches Interesse an der Blockchain-Technologie aber nicht an Bitcoin oder anderen Kryptowährungen besitzt.

Dieser Ansatz erscheint zunächst auch logisch, da China einerseits ein Zentralstaat ist, der kein Interesse an dezentralisierten Technologien haben wird. Andererseits setzte China in 2017 die Schließung von lokalen Kryptowährungsbörsen und ein Verbot für die Durchführung von ICOs durch.

Die aktuellen Nachrichten aus China bestätigen jedoch, dass diese Aussagen nicht vollkommen richtig sind. Wie Dovey Wan ebenfalls mitteilte, verbreitet die Kommunistische Partei Chinas (CCP) aktuell Lehrmaterial über die Blockchain. Das Material enthält sowohl Inhalte zu Bitcoin (BTC) als auch Ethereum (ETH).

Zwar wird Chinas Regierung wahrscheinlich kaum eine Konkurrenz zur eigenen digitalen Währung, die nächstes Jahr starten soll,  etablieren wollen. Dennoch scheint sich die politische Meinung zu Bitcoin wesentlich geändert haben.

About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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