Rechtsexperte: SEC-Argument gegen XRP ist unbegründet und beweist Ignoranz

  • Die SEC argumentiert vor Gericht, XRP habe keinerlei Nutzen, doch ein Anwalt hält das für den besten Beweis der Ignoranz, die bei der Regulierungsbehörde vorherrsche.
  • Er griff auch das SEC-Argument an, XRP-Inhaber seien in einem „gemeinsamen Unternehmen“ mit RIpple und zitierte Studien, die zeigen, dass die meisten Inhaber überhaupt nicht der Auffassung sind, sie hielten eine Ripple-Beteiligung.

Die US-Börsenaufsicht hat viele Argumente vorgebracht, um ihre Chancen auf einen juristischen Sieg gegen Ripple Labs zu erhöhen. Einem Rechtsexperten zufolge war keines davon so unverschämt und voller Ignoranz, wie das Argument, dass XRP keinen Nutzen habe. Anwalt John Deaton hält das für den besten Beweis der Ignoranz, die in der Herangehensweise der SEC an Kryptowährungen deutlich wird.

Deaton ist in der Krypto-Community vor allem dafür bekannt, dass er der Gründer von Crypto Law ist, einem Portal für rechtliche und regulatorische Nachrichten und Analysen für digitale Vermögenswerte in den USA. Er hat sich besonders in der XRP-Community engagiert und war einer der Inhaber digitaler Vermögenswerte, die einen Antrag auf Intervention im Fall SEC vs. Ripple eingereicht haben.

Mehr zum Thema: Ripple vs. SEC: Richterin lehnt Intervention durch XRP Inhaber ab

In einem Blogbeitrag vom 7. Juli konzentriert sich der Rechtsexperte auf einen der „ungeheuerlichsten Vorwürfe“ der SEC.

In einer Verhandlung am 19. März argumentierte der SEC-Anwalt Jorge Tenreiro: „Nun, das Gericht verwies auf einen Nutzen für XRP. Wir bestreiten, dass dieser Nutzen tatsächlich existiert, Euer Ehren.“

Auch die vorsitzende Richterin Sarah Netburn sehe im Gegensatz zur SEC einen Nutzen von XRP,  argumentiert Deaton. Netburn hatte erklärt, dass nach ihrem Verständnis das digitale Asset nicht nur einen Währungswert hat, „sondern auch einen Nutzen, und dieser Nutzen unterscheidet es, denke ich, von Bitcoin und Ether“.

Deaton merkt an:

„Wenn Richterin Netburn und Millionen XRP-Inhaber, Unternehmen wie Ripple, BitPay, Spend the Bits, Japans SBI und andere den Nutzen von XRP erkennen, sieht es so aus, dass die SEC ziemlich allein ist mit ihrer Auffassung.“

SEC-Argument gegen XRP „macht keinen Sinn“

Der Rechtsexperte sagte weiter, XRP im Laufe der Jahre bewiesen, dass es Nutzen hat. Seine Open-Source-Natur ermöglicht, damit für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, ohne sich in irgendeiner Weise auf Ripple verlassen zu müssen.

Laut Daten von Cryptwerk gibt es mittlerweile über 1.300 Unternehmen, die die Kryptowährung für Zahlungen akzeptieren. Sie reichen von Webhosting und anderen Webdiensten bis hin zu Tourismus, Glücksspiel, Reisen, Unterhaltung und anderem.

Deaton behauptet, von über 19.000 XRP-Inhabern aus der ganzen Welt kontaktiert worden zu sein, „von denen viele Gehaltsschecks in XRP erhalten und XRP-betriebene Debitkarten verwenden, um Lebensmittel einzukaufen und für Benzin zu bezahlen. Diese Menschen sind nicht in „gemeinsamen Unternehmen“ mit Ripple, trotz der SEC-Behauptungen.“

Der Anwalt zitierte weiter eine Umfrage von Stedas Crypto, in der über 90% von mehr als 4.000 Befragten sagten, sie hätten keinen Anteil an Ripple, nur weil sie die deren Kryptowährung nutzen.

„Das Argument der SEC, ohne Ripple gebe es keine XRP, ist nicht nur fehlerhaft, es macht überhaupt keinen Sinn. Viele XRP-Inhaber hatten aufgrund der Klage der SEC überhaupt das erste Mal von Ripple gehört, und viele fragten erstaunt: Was bitte, ist Ripple?

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Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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