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Was ist Digibyte – Veteran & Kryptowährung für den Alltag?

DigiByte (DGB) gehört zu den Veteranen unter den Kryptowährungen. Das Projekt wurde bereits 2014 gegründet und zielt, wie viele Kryptowährungen, darauf ab, die Probleme von Bitcoin (langsame Transaktionen, hohe Transaktionskosten) zu beheben.

Selbst beschreibt sich DigiByte auf seiner offiziellen Webseite wie folgend:

DigiByte ist eine öffentliche, schnell wachsende und stark dezentrale Blockchain. DigiBytes sind digitale Assets, die nicht zerstört, gefälscht oder gehackt werden können, was sie ideal zum Schutz von Wertobjekten wie Währungen, Informationen, Eigentum oder wichtigen digitalen Daten macht. DigiBytes können über die DigiByte-Blockchain gesendet und für immer in einem unveränderlichen öffentlichen Ledger gespeichert werden, welches auf Tausenden von Computern auf der ganzen Welt dezentralisiert ist.

So wie Bitcoin ist DigiByte eine UTXO (“Unspent Transaction Output”) -basierte Kryptowährung. Das bedeutet, dass dass jeder einzelne Coin einen Identifikator hat. Laut Webseite ist die DigiByte-Blockchain „die längste, schnellste und sicherste UTXO-Blockkette der Welt“.

Die DigiByte Blockchain ist sogar größer (gemessen am Speicherbedarf) als die Bitcoin Blockchain. Dies lässt sich damit erklären, dass bei DigiByte nicht wie Bitcoin alle 10 Minuten, sondern rund alle 15 Sekunden einen neuen Block erstellt. Dies kombiniert mit den über viereinhalb Jahren Existenz sorgt dafür, dass DigiByte die „längste“ UTXO-Blockchain hat, die es derzeit gibt.

Die kurzen Blockzeiten ermöglichen DigiByte aber auch einen Durchsatz von rund 560 Transaktionen pro Sekunde (TPS), was im Vergleich zu Bitcoins 3-7 TPS eine wesentliche Steigerung ist. Bis zum Jahr 2020 möchte das DigiByte-Team 2.000 TPS schaffen. Im Jahr 2035 sollen es sogar bis zu 280.000 TPS sein.

Darüber hinaus sind die DigiByte Transaktionen extrem günstig. Die Transaktionskosten betragen durchschnittlich 0,00000005 US-Dollar pro Transaktion, was bedeutet, dass mehr als 1.000 Transaktionen notwendig sind, um nur 1 Cent zahlen zu müssen.

Um die Blockchain in ihrem Speicherbedarf zumindest etwas einzugrenzen, war DigiByte die erste Kryptowährung (noch vor Bitcoin), die die Segregated Witness (SegWit)-Technologie implementiert hat, wodurch das Ledger zumindest etwas kompakter gehalten wird.

Bemerkenswert ist auch, dass hinter DigiByte eine große Community steht und das Netzwerk über 200.000 Nodes weltweit vorweisen kann.

Der aktuelle Kurs von DigiByte kann hier angeschaut werden. Eine Kursübersicht mit den aktuellen Preisen von über 2.000 Kryptowährungen kann hier angesehen werden.

DigiByte Historie

DigiByte (DGB) wurde am 10. Januar 2014 durch den Genesis-Block vom Unternehmer und Programmierer Jared Tate offiziell gestartet. Das Ziel von DigiByte war es, eine schnellere und sicherere Kryptowährung (als Bitcoin) zu entwickeln. Der Start des Projektes erhielt jedoch nur wenig Aufmerksamkeit zum Start. Für das erste größere Aufsehen sorgte DigiByte erst mit der DigiShield-Hard Fork im Februar 2014, der die DigiByte-Blockchain vor der Bedrohung durch Multipools schütze, die große Mengen DigiByte bei einer geringen Schwierigkeit abgebaut haben.

Dies wurde dadurch erreicht, dass die Block Difficulty zwischen jedem Block neu angepasst wird. Die DigiShield-Technologie wurde danach in 25 weitere Kryptowährungen, wie Dogecoin, ZCash, Mona und Bitcoin Gold implementiert.

In den Folgejahren wurde das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt, wie die nachfolgende Grafik von der offiziellen DigiByte-Webseite zeigt.

digibyte development

Source: https://digibyte.io/digibyte-blockchain-faq

Von 2014 bis 2017 wurden unter anderem MultiAlgo, MultiShield und SegWit per Hard Fork implementiert und das obwohl die Weiterentwicklung von DigiByte allein durch Spenden an die DigiByte-Stiftung finanziert wurde. DigiByte hat nie einen ICO- oder anderweitigen Token-Verkauf durchgeführt und wurde auch nicht durch ein privates Unternehmen kontrolliert.

Der DigiByte Coin

Der DigiByte Coin (DGB) hat einen maximalen Supply von 21 Milliarden DGB, die innerhalb von 21 Jahren, bis 2035 vollständig gemined werden. Im Vergleich zu Bitcoin sind das 1.000-mal mehr Coins. Zum Redaktionszeitpunkt (Mai 2019) waren bereits 11 Milliarden DGB gemined.

DigiByte Coin Supply

Source: https://digibyte.io/digibyte-blockchain-faq

DigiByte Mining

Um einen Konsens im DigiByte-Netzwerk zu erreichen, verwendet die DGB-Blockchain einen Proof-of-Work (PoW). Im Gegensatz zu Bitcoin (SHA-256) verlässt sich DigiByte seit dem MultiShield-Hard Fork im Dezember 2014 nicht nur auf einen, sondern gleich auf fünf Mining-Algorithmen:  SHA256, Scrypt, Skein, Groestl und Qubit.

Wie bei Bitcoin müssen die Miner im Rahmen des PoW komplexe Rechenaufgaben lösen und mit anderen Minern mittels leistungsstarker Computersysteme um die Generierung des nächsten Blocks konkurrieren. Die Besonderheit von DigiByte besteht darin, dass sowohl CPUs, GPUs und ASICs im Netzwerk aktiv sein können. Dies wird durch fünf verschiedene Mining-Algorithmen erreicht, die praktisch fünf Mining Pools darstellen. Jeder der Mining-Algorithmen hat innerhalb seines Pools eine eigene Schwierigkeit, die in einem dynamischen Prozess gegen die Anderen durch eine „Rebalancing“-Technologie gewichtet wird, sodass jeder Algorithmus zu gleichen Teilen an der Erzeugung neuer Blöcke teilnimmt. Dieser Prozess wird auch als „MultiShield“ bezeichnet.

Jeder Mining-Algorithmus ist speziell auf die verschiedenen Arten von Mining-Hardware abgestimmt. Scrypt und SHA-256 sind für ASICs gedacht. Skein und Groestl sind GPU-Mining-Algorithmen und Qubit ist ideal für GPU und CPU-Mining.

DigiByte mining

Source: https://digibyte.io/digibyte-blockchain-faq

Durch die Ausbalancierung der fünf verschiedenen Mining-Algorithmen ist es DigiByte gelungen, den Mining-Prozess vollständig zu dezentralisieren. Im Gegensatz zu Bitcoin kann es damit zu keiner Zentralisierung, beispielsweise durch ASICs, kommen.

Die DigiByte Architektur

Die DigiByte-Blockkette besteht aus 3 Schichten: der Anwendungsschicht, der Digital-Asset-Schicht und der Core-Protokoll-Schicht.

  • Die oberste Ebene kann sich wie ein App Store vorgestellt werden, welcher dezentrale Anwendungen (dApps) und zentralisierte Anwendungen (Digi-Apps) beinhaltet, sowie Smart Contracts, die die Stabilität und Sicherheit der DigiByte-Blockchain nutzen.
  • Die mittlere Schicht, die Digital Asset / Public Ledger Schicht bildet die Grundlage für das DigiByte-Mining, die Währung DigiByte, sowie das unveränderliche, öffentliche Ledger, in dem alle Transaktionen von DigiBytes erfasst werden.
  • Die unterste Schicht, das Core-Protokoll ist für die Kommunikation und Operationen innerhalb des Netzwerkes verantwortlich.
digibyte blockchain layer

Source: https://digibyte.io/digibyte-blockchain-faq

Fazit

DigiByte ist nicht nur eines der älteren Kryptowährungs-Projekte, sondern mit seiner Technologie auch eine der am meisten dezentralisierten, schnellsten und kostengünstigsten Kryptowährungen. Warum sich dies nicht im Preis von DigiByte und einem besseren Ranking in der Top-Liste nach Marktkapitalisierung wiederspiegelt?

Gerade in Krisen gebeutelten Ländern mit einer sehr hohen Inflation, wie momentan Venezuela oder dem Iran, könnte DigiByte mit seiner Technologie eine Kryptowährung sein, die im alltäglichen Leben der Menschen benutzt wird. Insbesondere Dash hat dies in 2017 und 2018 in Venezuela vorgemacht, wo die Adaption sowie die Akzeptanzstellen von DASH und damit die Verwendung enorm gewachsen sind. DigiByte hat diese Chance etwas verschlafen.

Ob sich DigiByte langfristig etablieren kann und seinen Markt finden wird, wird daher maßgeblich davon abhängen, wie sich das Projekt mit einem realen Anwendungsfall und einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit platzieren kann.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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