USA: Sammelklage gegen Robinhood wegen Marktmanipulation zugelassen

  • Robinhood Markets Incorporated sieht sich sich nach der Entscheidung des Bezirksgerichts Miami/FL einer Sammelklage von Kleinanlegern wegen Marktmanipulation gegenüber.
  • Das Unternehmen beharrt darauf, es habe immer nur im Interesse seiner Kunden gehandelt dass es die beste Maßnahme für diesen Zeitraum getroffen hat.

Robinhood Markets Inc. muss sich nach dem Urteil von US-Richterin Cecilia Altonaga vom Bezirksgericht Miami/FL vom 11. August der Sammelklage etlicher Kleinanleger wegen Marktmanipulation stellen. Im Januar 2021 hatte das Unternehmen den Handel mit Meme-Aktien ausgesetzt.

Die Kläger tragen vor, die Aussetzung des Handels habe insbesondere auf die Aktien der GameStop Corp. und der AMC Entertainment Holdings einen hohen künstlichen Preisdruck verursacht, der durch Social-Media-Propaganda noch verstärkt worden sei. Die fraglichen Aktien stiegen trotz erheblicher Schieflage der jeweiligen Unternehmen auf neue Höchststände. Robinhood und andere Handelsplattformen stellten daraufhin den Handel mit diesen Wertpapieren ein.

Das verärgerte verständlicherweise die betroffenen Anleger und erschütterte das Vertrauen der Märkte. Einige Hedgefonds erlitten dadurch hohe Verluste, da sie auf fallende Kurse spekuliert hatten. Robinhood behauptete, man habe den Kunden die Möglichkeit nehmen müssen, bestimmte Aktien für 24 Stunden zu kaufen, weil die Anforderungen des Clearinghauses auf drei Milliarden Dollar Bargeld angestiegen waren.

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Dieser Betrag entspricht der von der nationalen Wertpapier-Clearingstelle festgelegten Obergrenze. Die Handelsplattform legte eine zeitliche Beschränkung für die Menge bestimmter Aktien fest, die ihre Kunden kaufen konnten.

Richterin Altonaga hatte sich mit mehreren Klagen befasst, in denen Robinhood und andere Plattformen beschuldigt werden, bei ihrer Reaktion auf die durch die sozialen Medien ausgelösten Kursbewegungen dieser Aktien gegen Wertpapiergesetze verstoßen zu haben. Sie wies jedoch Beschuldigungen zurück, wonach Robinhood und andere einen „Short Squeeze“ verhindern wollten, was zu Verlusten in Milliardenhöhe für Hedgefonds führte, die gegen die sinkenden Aktienkurse gewettet hatten.

Eine weitere Klage, die die Richterin abwies, lautete, Robinhood habe fahrlässig gehandelt und gegen seine eigenen AGB verstoßen. Der Richter ließ jedoch die Klage zu, dass Robinhood an Marktmanipulationen beteiligt war, um einen Rückgang der Aktienkurse von GameStop, AMC und sieben anderen Aktien zu erzwingen, indem Optionen geschlossen, Kaufaufträge storniert und Aktien seiner Kunden liquidiert wurden.

Die Richter schrieb, dass die Beschränkungen allein vielleicht nicht den Vorwurf der Marktmanipulation stützen, da es unklare und widersprüchliche Aussagen gebe, die nicht bewiesen, dass das Unternehmen Kapital verbergen wollte. Es zeige jedoch die Absicht von Robinhood, aus rein eigennützigen Interessen heraus absichtlich einen Rückgang der Aktienkurse zu verursachen.

Das Urteil besagt auch, dass sich das Unternehmen den Klagen von Händlern stellen muss, die diese Manipulation Wertpapierbetrug einstufen. Die Richterin wies jedoch die Vorwürfe zurück, dass die Handelsplattform diese Praxis angewandt habe, um Anleger zum Verkauf ihrer Aktien zu zwingen.

Robinhood bestreitet alle Vorwürfe

In einer Pressemitteilung erklärte Cheryl Crumpton, Justitiar von Robinhood, dass das Unternehmen an seiner Auffassung festhalte. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass sein Vorgehen zu diesem Zeitpunkt das Beste für seine Kunden gewesen sei. Crumpton fügte hinzu, dass das Gericht keine Beweise gegen die Tatsachen geliefert oder über aktuelle Gründe entschieden hat. Daher werde die Handelsplattform ihre Haltung in dieser Angelegenheit weiterhin verteidigen.

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