NFTs sollen nach dem EU-MiCA-Gesetz wie Kryptowährung behandelt werden

  • Die EU erwägt, NFTs unter das Gesetz über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) zu stellen, um die Krypto-Regulierung zu vereinheitlichen.
  • Einige Marktexperten glauben, dass dies die Innovation im NFT-Bereich ersticken und zu einer unerwünschten Beaufsichtigung des Kryptosektors führen könnte.

Die Europäische Union ist dabei, die Regulierungsvorschriften für Kryptowährungen in ihre Gesetze über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) aufzunehmen. Einem aktuellen Bericht zufolge plant die EU, auch nicht-fungible Token (NFTs) unter die neuen Krypto-Gesetze zu stellen.

NFTs sind seit dem letzten Jahr zur beliebten Anlage geworden. Dabei handelt es sich um Blockchain-basierte digitale Token, die im Idealfall Unikate sind und das persönliche Eigentum daran beweisen. Auf der Korea Blockchain Week in dieser Woche sagte ein EU-Beamter, dass nicht-fungible Token (NFTs) unter die neuen Krypto-Regeln fallen sollen.

Frühere Gespräche legten jedoch nahe, dass NFTs von dem neu vereinbarten Gesetz über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der EU ausgeschlossen werden sollten. Was MiCA betrifft, so hat die EU eine politische Einigung darüber erzielt, wie NFTs zu behandeln sind. Obwohl die Einigung die wichtigsten Aspekte des Gesetzes regelt, gibt es noch keinen Text, der zum 1. Januar 2023 verbindlich wäre.

Gemäß dem endgültigen Entwurf nimmt das Gesetz NFTs aus, sofern sie nicht wesentlich eine andere Art von Krypto-Asset darstellen. Peter Kerstens von der Europäischen Kommission sagte, dass die EU-Regulierungsbehörden „eine sehr enge Auffassung davon haben, was ein NFT ist“. Er deutete an, dass einige Vermögenswerte von der Ausnahmeregelung der MiCA-Gesetze profitieren könnten.

„Wenn ein Token als Sammlung oder Serie ausgegeben wird – auch wenn der Emittent es als NFT bezeichnet und auch wenn jeder einzelne Token in dieser Serie einzigartig sein kann – wird es nicht als NFT klassifiziert, so dass die Anforderungen gelten.“

Was würde die Gleichstellung bedeuten?

Die Anwendung der MiCA-Gesetze auf NFTs würde noch viel für diesen Sektor ändern.  NFT-Emittenten müssten möglicherweise auch ein Whitepaper veröffentlichen, in dem die Einzelheiten des Protokolls erläutert werden. Außerdem dürften sie keine völlig abwegigen Versprechungen über den künftigen Wert von NFTs mehr machen.

Kerstens sagte zuvor, dass es „absolut dumm“ wäre, für jede NFT ein Whitepaper zu erstellen. Außerdem müssten NFT-Marktplätze wie OpenSea eine behördliche Genehmigung beantragen, was möglicherweise die Innovationsfähigkeit der aufstrebenden Branche bremsen könnte.

Manche Regierungen der EU-Staaten sind auch der Meinung, dass die Einbeziehung von NFTs in die MiCA-Gesetze eine ungerechtfertigte Überschreitung eines Gesetzes wäre, das in erster Linie dem Schutz von Investoren in ICOs und Stablecoins dienen solle. Etliche Abgeordnete des Europäischen Parlaments sind jedoch der Meinung, dass NFTs anfälliger für Wertpapier-Manipulationen ähnlich dem „Wash-Trading“ sind.

Ein weiterer wichtiger Sektor, der sich zu einem Problem entwickelt hat, sind der Markt für Kryptowährungen und das Staking. Mehrere andere Volkswirtschaften beobachten genau, wie sich der NFT-Markt entwickelt. Interessanterweise zeigt das kryptofeindliche China Interesse an NFTs und versucht, den Markt zu standardisieren.
Vielleicht gibt es ja demnächst eine NFT-Serie der chinesischen kommunistischen Partei mit den Konterfeis der bisherigen Vorsitzenden …

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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