US-Justizministerium gründet neue Abteilung zur Verfolgung von Krypto-Kriminalität

  • Das US-Justizministerium erhöht seine Anstrengungen zur Bekämpfung von Krypto-Kriminalität mit einer neuen Abteilung namens National Cryptocurrency Enforcement Team (NCET).
  • Chefin wird Eun Young Choi, bis dato stellvertretende US-Staatsanwältin mit einschlägigen Ermittlungserfahrungen im Zusammenhang mit Kryptowährung und Blockchain-Technologie.

In seinen jüngsten Bemühungen, die Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen einzudämmen, hat das US-Justizministerium das National Cryptocurrency Enforcement Team (NCET) gegründet. Die neue Strafverfolgungsabteilung hat die Aufgabe, illegale Krypto-Aktivitäten von Cyber-Kriminellen aufzuklären – auch außerhalb der USA. Damit kann nun offiziell auch gegen Staaten wie Nordkorea und Iran ermittelt werden, mit den möglichen Konsequenzen des US-Strafrechts, sollte man Tätern aus diesen Ländern habhaft werden. Nordkorea etwa wird mit einer Reihe von Cyber-Verbrechen in Verbindung gebracht. Dazu gehören mehrere Diebstähle von Kryptowährungen, die anschließend zur Finanzierung des nordoreanischen Raketenprogramms verwendet wurden.
Laut Generalstaatsanwältin Lisa Monaco wird das NCET die zentrale Anlaufstelle für die Identifizierung des Missbrauchs von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten sein. Zu den Bereichen, die sie besonders im Blick hat, gehören Kryptobörsen und  Mixer/Tumbler. Sie betonte, dass die Branche glaubwürdig und reguliert arbeiten müsse, zumal sie schnell an Zugkraft gewinne.

NCET soll Krypto-Kriminalität eindämmen

Das Justizministerium hatte die NCET erstmals im Oktober 2021 angekündigt. Damals suchte das Justizministerium eine kompetente Führungskraft mit juristischem Hintergrund, Ermittlungserfahrung und profunden Kenntnissen in Kryptowährungs- und Blockchain-Technologie, die die Leitung übernehmen sollte. Der Posten ist nun mit Eun Young Choi besetzt wird. Der „Rest“ des Abteilungsteams besteht aus Rechtsanwälten und Staatsanwälten, alle mit unterschiedlicher Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, Cyberkriminalität, Geldwäsche und Beschlagnahme.
Eun Young Choi, die ihr neues Amt am 17. Mai antreten wird, war zuvor stellvertretende US-Staatsanwältin für den südlichen Bezirk von New York. Dort war sie als Koordinatorin für Cyberkriminalität mit der Untersuchung und Verfolgung von Cyber-, komplexen Betrugs- und Geldwäsche-Delikten betraut. Ihr Hauptaugenmerk galt dabei dem Eindringen in Netzwerke, digitalen Währungen, dem DarkNet und damit verbundene Untersuchungen zur nationalen Sicherheit.
Ein Höhepunkt  in Chois bisheriger Karriere war die Strafverfolgung von Harald Joachim von der Goltz wegen seiner Verbindung zu den „Panama Papers“, einer globalen Steuerhinterziehungsaffäre. Sie vertrat auch erfolgreich eine Berufung im Verfahren gegen Ross Ulbricht, den Gründer des Darknet-Marktes Silk Road.

US-Strafverfolger gehen stärker gegen Krypto-Kriminalität vor

Neben anderen Strafverfolgungsbehörden auf Bundesebene hat das Justizministerium bei beim Vorgehen gegen Kriminelle, die Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte missbrauchen, proaktiv gehandelt. Am 8. Februar beschlagnahmte das Ministerium Kryptowährung im Wert von 3,6 Milliarden Dollar, die mit dem Bitfinex-Hack von 2016 in Verbindung stehen. In Zusammenhang damit wurde ein New Yorker Ehepaar als tatverdächtig verhaftet.

In einem anderen Fall im Oktober letzten Jahres nahm das FBI in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium das Ehepaar Toebbe fest, weil dieses versucht hatte, als geheim eingestufte US-Atomdaten im Austausch gegen Monero (XMR) zu verkaufen. Jonathan Toebbe bekannte sich inzwischen der Spionage schuldig. Das US-Bundesfinanzamt gab bekannt, dass die Einzelheiten des Instruments der Selbstanzeige überarbeitet worden sei, um Kryptowährung stärker zu berücksichtigen.

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