IOTA: IBM, Ubirch erhalten Auftrag für digitalen Impfpass in Deutschland

  • Die Bundesregierung hat IBM und Ubirch mit der Erstellung des digitalen COVID-19-Impfpasses beauftragt.
  • Ubirch hat seine IOTA-basierte Lösung zuvor bereits in zwei Landkreisen pilotiert.

Wie das Portal Ted Europe berichtet, haben IBM und Ubirch den Auftrag zur Ausstellung eines digitalen COVID-19-Impfpasses erhalten. Der Auftrag wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BGM) erteilt. Wie der Spiegel erfuhr, erhielt Ubirch den Zuschlag zu 51 Prozent, „mit ihrem Blockchain-basierten System“, und IBM zu 49 Prozent.

Gedacht als Zusatzoption zum gelben Impfausweis, können Inhaber des digitalen Zertifikats die COVID-19-Impfnachweisdaten „bequem auf ihrem Handy speichern.“ Die Partner sollen laut Süddeutscher Zeitung „eine Impfnachweis-App, eine Prüf-App und ein Backendsystem für die Integration in Arztpraxen und Impfzentren“ liefern. Insgesamt haben die Partner 2,7 Millionen Euro erhalten, um diese Lösung umzusetzen. Der Vertrag sieht vor:

Die rein technische Umsetzung eines digitalen Impfausweises wird ca. 12 Wochen in Anspruch nehmen. Gründe dafür sind die Komplexität der Lösung, die notwendigen Datenschutz- und Sicherheitsprüfungen sowie die Anbindung von ca. 55.000 Praxen und ca. 410 Impfstellen.

Die App wird es Einzelpersonen ermöglichen, einen QR-Code zu verwenden, der als einzigartiger Fingerabdruck fungiert, während die Daten laut den aktuellen Berichten „auf 5 Blockchains“ gespeichert werden. Zudem erhalten die Geimpften direkt nach der Impfung aber auch eine Plastikkarte mit einem QR-Code.

Wie diverse Nachrichtenportale berichten, bekamen IBM und Ubirch den Zuschlag vor der Deutschen Telekom und setzten sich vermeintlich „aufgrund der schnellen Bereitstellung“ durch. Außerdem soll der deutsche COVID-19-Impfpass mit anderen europäischen Versionen kompatibel sein.

Die Partnerschaft zwischen IOTA und Ubirch

Die Lösung von Ubirch wurde bereits in zwei Pilotversuchen im bayerischen Altötting und im baden-württembergischen Zollernalbkreis erprobt. Wie CNF berichtet, stützt sich Ubirch auf 5 öffentliche Blockchains / DLTs, um die Informationen des FastChainer Dienstes von Ubirch zu verankern: IOTA, Ethereum Classic und die Ethereum basierten Blockchains „Bloxberg“ und „govdigital“.

Da Ethereum jedoch mit großen „Überlastungsproblemen“ und hohen Gebühren zu kämpfen hat, scheint IOTA die beste Wahl zu sein. Im Gespräch mit CNF sagte eine Sprecherin von Ubirch im Januar, dass das Unternehmen das IOTA Tangle verwendet, weil es „eine hohe Skalierbarkeit aufweist und ohne Transaktionskosten verwendet werden kann.“ Dieser letzte Faktor, sagte sie, war der ausschlaggebende Faktor für die Wahl. Außerdem gab das Unternehmen an:

Für Ubirch zeichnet sich der IOTA Tangle vor allem durch die vergleichsweise hohe Transaktionsrate und die nicht anfallenden Transaktionskosten aus. Abhängig von der maximalen Transaktionsrate und den Transaktionskosten der verwendeten Blockchains verankert Ubirch die Daten unterschiedlich häufig in den angeschlossenen Blockchains.

Es bleibt jedoch abzuwarten, welche (führende) Rolle IOTA nun beim bundesweiten Impfpass spielen wird. Ubirch hat sich dazu noch nicht geäußert.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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