Gerüchte: Goldman Sachs hat ein Auge auf die verbliebenen Celsius-Aktiva geworfen

  • Pläne der Investmentbank, die verbliebenen Vermögenswerte des Krypto-Kreditgebers Celsius Network mithilfe von Investoren zu kaufen, könnten durchaus erfolgreich sein.
  • Ex-BitMEX-Chef Arthur Hayes glaubt nicht, dass Goldman Sachs eigenes Geld in den Deal stecken wird.


Da die großen Liquidationen auf der Celsius-Netzwerkplattform weitergehen, ist klar, dass der ehemals erfolgriche Krypto-Kreditgeber praktisch pleite ist. Informierte Kreise wollen nun wissen, dass die US-Bank Goldman Sachs die restlichen Celsius-Aktiva kaufen will – die übliche Rosinenpickerei einer Investment-Bank.

Goldman Sachs soll Investorengruppe anführen

So bemüht sich Goldman Sachs angeblich um Zusagen von Investoren für Mittel in Höhe von zwei Milliarden Dollar, die verwendet werden sollen, um die Celsius Aktiva weit unter Preis kaufen zu können.
Vor etwa zwei Wochen hatte Celsius Networks eine offizielle Erklärung abgegeben , in der es hieß, dass Abhebungen auf der Plattform nicht mehr möglich seien. Der Krypto-Kreditgeber machte die aktuellen Marktbedingungen für seine Illiquidität verantwortlich.
In einem Bericht des Unternehmens vom letzten Monat heisst es dass mehr als acht Milliarden Dollar in Darlehen an mehrere Kunden vergeben hat. Außerdem verwaltet das Unternehmen Vermögenswerte im Wert von fast zwölf Milliarden Dollar. Mit dem Kryptomarkt-Abschwung kamen allerdings die Liquiditätsprobleme.
Einem Bericht von Coindesk zufolge erwägt Goldman Sachs ein Engagement von Web3-Krypto-Fonds. Die Bank sei in Gesprächen mit Fonds, die sich auf Geschäfte mit notleidenden Vermögenswerten spezialisiert haben. Da die meisten Celsius-Vermögenswerte Kryptowährungen sind, könnten sie wohl deutlich unter den Marktpreisen gekauft werden, die ohnehin schon im Keller sind.

Arthur Hayes: Nur ein Gerücht

Der 100x Mitgründer Arthur Hayes hingegen hält nichts von den Gerüchten über den Kauf von Celsius Assets durch Goldman Sachs. Ohne offizielle Bestätigung von Goldman Sachs sollte man das nicht ernst nehmen, sagt er.
Es sei unwahrscheinlich, dass die Investmentbank eigene Mittel für den Kauf bereitstellen würde. Er fügte hinzu, dass Goldman Sachs höchstens interessierte Investoren zusammenbringen und ihnen bei der Struktur des Deals helfen wird.

Die Investorengruppe wäre Eigentümerin der erworbenen Vermögenswerte. Goldman Sachs würde jedoch vermutlich eine saftige Gebühr für seine Dienste erhalten. Hayes sagte weiter, die Branche solle sich erst freuen, wenn wieder Abhebungen von der Celsius-Plattform möglich sind.
Er fügte hinzu, dass der Erfolg eines solchen Deals dem nächsten Krypto-Bullrun zugute kommen würde. Hayes warnte davor, sich über irgendwelche Nachrichten über Rettungsaktionen freuen sollten, da sie reine PR-Stunts sein können. Stattdessen solle man nur dann jubeln, wenn solche Rettungsaktionen erfolgreich sind. Mit solchen Sachen kennt sich Hayes vermutlich aus. Er ist nämlich wegen illegalen Handels mit Krypto-Vermögenswerten vorbestraft und nur haarscharf mit eine Bewährungsstrafe davongekommen. Ein halbes Jahr Hausarrest muss er trotzdem absitzen.
Seiner Meinung nach würde ein teilweiser oder vollständiger Rückzug der Gelder von insolventen Kryptoanbietern bedeuten, dass die Rettungsaktionen kein PR-Gag seien. Nach Auftreten der Liquiditätsprobleme hat Celsius die Hilfe der Anwaltskanzlei Akin Grump Strauss Hauer und der Investmentbank Citigroup in Anspruch genommen, um eine Restrukturierung hinzubekommen. Insider behaupten jedoch, die Fachleute hätten geraten, die beste Lösung für Celsius sei, Konkurs anzumelden.

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