Berliner Kryptobank Nuri stellt Konkursantrag

  • Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Insolvenz der Nuri-Bank war die App überlastet und die Kunden hatten mit Probleme, an ihre Konten zu gelangen.
  • Nuri versichert, dass alle Kundengelder aufgrund der Partnerschaft mit der Solarisbank AG absolut sicher sind.

Der Zusammenbruch des Kryptomarktes in diesem Jahr hat dazu geführt, dass auch einige starke Akteure nicht durchhielten. Am 9. August, meldete die Berliner Nuri-Bank Insolvenz an.

Als Grund für den Schritt nannte Nuri auch die Insolvenz von Celsius und anderen Kryptofonds. Nuri betreute mehr als 500.000 Kunden. Seitens der Bank heisst es, man werde „den sichersten Weg für alle Kunden gewährleisten“. Die Insolvenz werde keine Auswirkungen haben auf ihre Dienstleistungen, Kundengelder, Investitionen sowie die Fähigkeit der Kunden, Gelder von der Plattform abzuheben.

Trotzdem kam es auf der Plattform zu massiven Abbuchungen. Die Nuri-App wurde stark frequentiert. Das Unternehmen stellte noch einmal klar, dass die Gelder der Kunden  absolut sicher seien. In einem Twitter-Post stellte Nuri fest:

„Wir haben derzeit ein hohes Verkehrsaufkommen und eine hohe Nutzung, was zu einer langsameren Leistung unserer mobilen App führt. Unser Team arbeitet hart daran, die Leistung zu verbessern. Bitte beachten Sie, dass Ihr Geld sicher ist und Sie die App zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können.“

Nuri wies auch auf den makroökonomischen Gegenwind und die geopolitischen Spannungen hin, die zu einer Kernschmelze an den öffentlichen und privaten Kapitalmärkten geführt haben. Auch die Implosion des Terra-Ökosystems habe sich als Wendepunkt für die Kryptobranche erwiesen.

Partnerschaft von Nuri mit der Solarisbank

Nuri bat seine Kunden um Geduld, da es am Dienstag zu Schwierigkeiten bei Abhebungen kam. Das Gute an Nuri ist seine Partnerschaft mit der Solarisbank AG. So verwaltet sie die Fiat- und Krypto-Gelder ihrer Kunden nicht selbst.

Nach Angaben der Solaris-Gruppe ist Nuri eine Partnerschaft mit der Bank und ihrer Krypto-Tochter Solaris Digital Assets eingegangen. So lagerte sie die Bank- und Krypto-Verwahrungslizenzen an die Solarisbank AG aus.

Durch die Nutzung der Krypto- und Bankinfrastruktur der Solarisbank war Nuri in der Lage, seinen Betrieb und seine Dienstleistungen erfolgreich zu skalieren. Auch wenn Nuri derzeit das Insolvenzverfahren und die Umstrukturierung durchläuft, hat die Solarisbank AG keine Liquiditätsprobleme. So heißt es in der offiziellen Ankündigung von Nuri:

„Lassen Sie uns noch einmal die wichtigsten Informationen für Sie zusammenfassen: Alle Gelder auf Ihren Nuri-Konten sind aufgrund unserer Partnerschaft mit der Solarisbank AG sicher. Das vorläufige Insolvenzverfahren hat keine Auswirkungen auf Ihre Einlagen, Kryptowährungsfonds und Nuri Pot-Investitionen, die Sie bei uns getätigt haben.

Ihre Euro-Einlagen auf dem Bankkonto, Bitcoin- und Ether-Einlagen in Wallets & Vaults und die Nuri Pot-Investitionen sind von dieser Situation nicht betroffen. Sie haben garantierten Zugang und können alle Gelder jederzeit frei einzahlen und abheben.“

Das in Berlin ansässige Unternehmen Nuri, das früher unter dem Namen Bitwala bekannt war, wurde im Jahr 2015 gegründet. Das Unternehmen sagte, dass es weiterhin an seiner Vision arbeiten wird, eine bessere finanzielle Zukunft zu schaffen.

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