Bitcoin und Ethereum bei Singapurs größter Bank: Neues Geld für den Kryptomarkt

  • Bisher hatten nur Institutionen, Family Offices, Kunden der DBS Private Bank und DBS Treasures Private Clients zu der mobilen App, mit der sich Fonds verwalten lassen.
  • Die aktualisierte Version der App soll Kunden bei der Verwaltung digitaler Vermögenswerte unterstützen.

Die größte Bank in Singapur, die DBS Group Holdings Ltd, hat Berichten zufolge den Zugang zu Krypto-Handelsdienstleistungen auf ihrer digitalen Börse, die nur für Mitglieder zugänglich ist, erweitert. Dies bedeutet, dass Investoren im DBS Treasures-Segment die Möglichkeit haben, Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und XRP an ihrer Börse zu handeln. Anleger brauchen allerdings ein investierbares Vermögen von 246.000 Dollar haben müssen, um sich für das Treasures-Segment zu qualifizieren.

Bisher hatten nur Institutionen, Family Offices, Kunden der DBS Private Bank und DBS Treasures Private Clients zu der mobilen App, mit der sich Fonds verwalten lassen. Die aktualisierte Version der App wurde so verändert, dass sie einfacher zu bedienen ist. Darüber hinaus wurde die Skalierbarkeit verbessert, um mehr Kunden aufnehmen zu können.

Piyush Gupta, der CEO der Bank, erklärte, die Bank sei der Ansicht, dass das Ökosystem eine etablierte und regulierte Institution brauchte die im Vergleich zu Startup-Unternehmen mehr Dienstleistungen anbietet.

„Einerseits wollen wir eine globale Krypto-Drehscheibe sein. Andererseits sind wir auch sehr besorgt darüber, dass unsere einheimische Bevölkerung mit dieser spekulativen Anlageklasse verbrannt wird.“

Er erklärte, die Entscheidung der Bank, ihre Infrastruktur zum Schutz der Verbraucher auszubauen, sei auf die jüngste Marktentwicklung zurückzuführen.

Vielversprechende Entwicklung

Nach den jüngsten Aktualisierungen können etwa 100.000 Kunden der Bank mindestens 500 Dollar investieren, während sie Zugang zu den Dienstleistungen haben. Die Bank hat seit ihrem Einstieg in Kryptowährung geradezu unglaubliche Zahlen verzeichnet. Berichten zufolge hat sich der Handel an der Börse zwischen April und Juni verdoppelt. Die Zahl der Bitcoin-Käufe ist um fast 400 Prozent gestiegen.

Die Entscheidung, den Zugang zu einem Krypto-Service zu erweitern, ist auf die zunehmende Vorliebe der wohlhabenden Kunden der Bank für selbstgesteuerte Anlageformen zurückzuführen.

Vor kurzem hat die Monetary Authority of Singapore eine Verordnung herausgegeben, die es Kleinanlegern untersagt, Hebelwirkung und Kreditfazilitäten für den Handel mit Kryptowährungen zu nutzen. Laut Managing Director Ravi Menon sind sich viele Menschen des damit verbundenen Risikos nicht bewusst.

In einem Seminar mit dem Titel „Yes to Digital Asset Innovation, No to Cryptocurrency Speculation“ (Ja zu innovativen digitalen Vermögenswerten, Nein zu Kryptowährungsspekulationen) erwähnte Menon, dass die grenzenlose Natur von Kryptowährungen ein Verbot von digitalen Vermögenswerten unmöglich machen würde.

„Die nationalen Regulierungsbehörden sind nun verstärkt bestrebt, die Vorschriften in diesem Bereich zu verbessern. Auch die MAS wird dies tun.“

Seiner Meinung nach sind Kryptowährungen für Investoren sehr gefährlich und aufgrund ihrer Volatilität nicht als Geld geeignet. Allerdings räumte er ein, dass Tokenization und Distributed Ledger wirtschaftliches Potenzial haben.

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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