US-Behörde verklagt Gemini-Börse wegen Erschleichung ihrer Zulassung

  • Die Kommission für den Handel mit Warentermingeschäften (CFTC) wirft der Kryptobörse Gemini vor, falsche Angaben zu einem Bitcoin-Futures-Produkt gemacht zu haben.
  • Seitens Gemini heisst es, man habe sich nichts vorzuwerfen und man werde vor Gericht seine Unschuld beweisen.

Eine US-Aufsichtsbehörde hat die Kryptobörse Gemini verklagt. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat rechtliche Schritte gegen Gemini eingeleitet, die Kryptobörse im Besitz der Winklevoss-Zwillinge. Die CFTC behauptet, die Börse habe wissentlich falsche Angaben gemacht, um die Zulassung für ihr BTC-Futures-Produkt vor fünf Jahren zu erhalten.

Grund der Beschuldigung

Die Aufsichtsbehörde hat bereits eine Klage bei einem New Yorker Gericht eingereicht. Darin heisst es: „Gemini hat gegenüber der CFTC falsche Angaben zu wesentlichen Fakten gemacht.“ Die Börse hatte das fragliche Produkt – die Gemini Bitcoin Futures – im Dezember 2017 eingeführt.

Laut dem Produktvorschlag sollte eine Auktion am letzten Tag vor dem Verfallstag den Preis des Produkts bestimmen. Die CFTC erklärte jedoch, dass die von der Börse vorgelegten BTC-Preisdaten für Juli bis Dezember 2017 falsch waren.

Die Aufsichtsbehörde fügte hinzu, dass die Gemini-Mitarbeiter, die die Informationen im Namen der Börse einreichten, dies vorsätzlich taten. Die CFTC argumentiert, dass eine solche Person detaillierte Kenntnisse über die Informationen haben muss, die sie bereitstellt. Daher hätte man sich nicht auf Unwissenheit berufen können.

Die kommissarische Direktorin der Vollstreckungsabteilung der Behörde, Gretchen Lowe, sagte:

„Jedes Unternehmen, das der CFTC falsche oder unrichtige Informationen liefert, um eine Genehmigung für sein Futures-Produkt zu erhalten, erschwert unsere Arbeit. Wir hätten Mühe, sicherzustellen, dass alle Transaktionen mit dem CEA übereinstimmen. Die Aufsichtsbehörde wird also nicht wissen, wie sie die Marktteilnehmer schützen und Preismanipulationen verhindern kann. Sie kann dann nicht mehr behaupten, dass es einen fairen Wettbewerb und verantwortungsvolle Innovationen in diesem Sektor gibt.“

Liste der Vorwürfe gegen gegen Krypto-Börsen wird immer länger

Vor der Klage gegen Gemini hatte die CFTC bereits rechtliche Schritte gegen die Betreiber der Kryptobörse BitMex eingeleitet. Die Aufsichtsbehörde beschuldigte sie, keine legal erworbene  Lizenz für den Geschäftsbetrieb auf amerikanischem Boden zu haben.

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Die rechtlichen Schritte gegen Gemini und BitMex sind nur einige der jüngsten Maßnahmen von Behörden gegen Unternehmen der Kryptobranche. In der Zwischenzeit hat Gemini auf die Anschuldigungen der CFTC reagiert. Die Börse erklärte, man sehe einem Gerichtsverfahren gelassen entgegen, denn die Anschuldigungen der Regulierungsbehörde seien allesamt falsch. Eine Sprecherin der Börse sagte:

„Gemini hat sich von Anfang an für eine gründliche Regulierung eingesetzt. Wir sind stolz darauf, immer das Richtige zu tun, seit wir in den letzten acht Jahren tätig sind. Es macht uns daher nichts aus, unseren Fall vor Gericht zu beweisen.“

Unterdessen steht Gemini neben dem Rechtsstreit mit der CFTC vor einem weiteren Problem. Das Unternehmen hat finanzielle Probleme und kann seine derzeitige Personalstärke nicht halten. Es kündigte an, heute 10% seiner Mitarbeiter zu entlassen. Die Ankündigung war Teil eines Blogbeitrags, der heute Morgen von der Börse veröffentlicht wurde.

Dem Blog-Post zufolge entlässt die Börse die Mitarbeiter aufgrund der aktuellen Baisse auf dem Kryptomarkt. Diese Bedingungen würden wahrscheinlich bis zum nächsten Jahr anhalten. Das Beispiel einer ähnlichen Marktsituation zwischen 2018 und 2020 wurde genannt.

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