Uniswap schränkt Zugang zu Token in einer sich „entwickelnden regulatorischen Landschaft“ ein

  • Uniswap Labs nimmt aufgrund zunehmender Regulierung bestimmte von Token von der Handelsplattform.
  • UNI und andere DeFi-Token haben noch nicht darauf die Nachricht reagiert und verzeichnen weiterhin Gewinne, die durch den breiteren Markt getrieben werden.

Uniswap Labs (UL) hat angekündigt, den Zugang zu bestimmten Token auf seiner Ethereum-basierten, dezentralen Börse zu beschränken. Der Schritt sei notwendig zur  „Schaffung eines besseren Finanzsystems“ für alle. Die Entscheidung wurde nach der Bewertung der „sich entwickelnden regulatorischen Landschaft“ und des Verhaltens anderer „DeFi Schnittstellen“ getroffen.

Uniswap Labs dekotierte Münzen

UL behauptet, dass die nicht mehr gelisteten Token nur  einen „sehr kleinen Teil des gesamten Handelsvolumens“ der Plattform ausmachen. Zu den betroffenen  Token gehören unteranderen Gold Tether (XAUt), Grump Cat (GRUMPY), iAAVE, iADA, iBNB, sAPPL, sCOIN. Diese Token stehen im Zusammenhang mit Wertpapieren und tokenisierten Aktien von Krypto-Derivate-Plattformen wie Synthetix.

Uniswap stellte klar, dass die Uniswap-Schnittstelle, das Uniswap-Protokoll, der Open-Source-GPL-Code und die Domain app.uniswap.org strikt getrennt sind.

Der Entwickler des Protokolls, Hayden Adams, bekräftigte dies ebenfalls über seinen Twitter-Account, nachdem er starke Kritik für seine Entscheidung erhalten hatte. Er schrieb, dass „Dezentralisierung nicht bedeutet, dass Uniswap Sie auf seiner Website tun lässt, was Sie wollen“.

Regulatorisches Durchgreifen

Aave-Gründer Stanislav Kulechov kommentierte die Aktionen von Uniswap mit den Worten, dass DeFi-Frontends auf dem InterPlanetary File System (IPFS) gehostet werden sollten. Das würd sie weniger abhängig vom Gründerteam machen und gleichzeitig ihre Dezentralität erhalten.

Darüber hinaus schlug Kulechov eine Bring-Your-Own-Front-End (BYOF) Lösung vor. Durch sie könnten Benutzer die Software herunterladen und auf ihren eigenen Geräten auf das Protokoll zugreifen.

Gabriel Shapiro von Delphi Labs hielt dem entgegen, dass jeder, der das Uniswap-Frontend forkt, mit einer Klage überzogen werden könnte. Shapiro hatte sich bereits früher zu Gerüchten geäußert, dass UL und andere DeFi-Projekte von der Securities and Exchange Commission (SEC) vorgeladen würden.

Kürzlich schrieb Senatorin Elizabeth Warren an den SEC-Vorsitzenden und ehemaligen Bitcoin- und Blockchain-Lehrer Gary Gensler. In dem Brief forderte sie Transparenz über die Regulierungen rund um Kryptowährungen, Stablecoins und DeFi bis zum 28. Juli 2021. Nicht als Antwort auf den Brief erklärte Gensler:

„Diese Plattformen – ob im dezentralen oder zentralisierten Finanzraum – unterliegen den Wertpapiergesetzen und müssen innerhalb unseres Wertpapierregimes arbeiten.“

Der jüngste Schritt von Uniswap kommt nach einem internationalen Vorgehen gegen die weltgrößte Krypto-Börse, Binance. Regulierungsbehörden aus Großbritannien, Deutschland und Hongkong sagten, manche tokenisierten Aktien könnten Wertpapiere darstellen. Binance kündigte daraufhin an, diese von seiner Plattform zu nehmen.

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Darüber hinaus erhielt die Krypto-Kredit-Plattform BlockFi letzte Woche eine Unterlassungsverfügung vom Texas State Securities Board. Die Behörde ist der Auffassung, dass das Unternehmen nicht registrierte Wertpapiere verkauft.

Nichtsdestotrotz: Uniswaps Governance Token UNI und andere DeFi Token haben noch nicht auf die neueste Entwicklung reagiert. Bei Redaktionsschluss wurde UNI mit 20.00 Dollar gehandelt, nach einem 9,3% Gewinn in 24 Stunden. In den letzten 30 Tagen betrug der Zuwachs 23,7%.

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