Ripple im Verdacht, am Bitcoin-FUD schuld zu sein – Garlinghouse bestreitet vehement

  • CoinShares Meltem Demirors beschuldigt Ripple, hinter dem Bitcoin-Energieverbrauch-FUD zu stecken.
  • Brad Garlinghouse widerspricht der Behauptung, bezeichnet sie aber als mehr als schmeichelhaft.

In den letzten Wochen wurde intensiv über den Energieverbrauch beim Bitcoin-Mining diskutiert. Da Bitcoin ein hochspekulatives Digital-Asset ist, verlor es enorm an Wert, und die gesamte Branche spürte die Auswirkungen. Die Frage, wer hinter dem Energie-FUD steckt, hat zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Bary Silbert, CEO der Digital Currency Group, Meltem Demirors, CSO von Coinshares, und Brad Garlinghouse, CEO von Ripple Lab, geführt.

Kopf und der Schwanz des Streits

Silbert hatte die gesamte Krypto-Bruderschaft am Wochenende zum Nachdenken gebracht. Anlass war seine zweideutige Behauptung, ein einzelnes Unternehmen habe die Bitcoin-Energie FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) losgetreten.

Was wäre, wenn es ein einziges Unternehmen ist, das im wesentlichen hinter der Bitcoin-Energieverbrauch FUD war? Nun, DAS wäre eine sensationelle Story, wenn sie denn jemand schreiben würde …

Demirors antwortete darauf und nannte Ripple als den Orchestrator. Außerdem warf sie Ripple vor, in den letzten drei Jahren am meisten für Lobbyarbeit ausgegeben zu haben.

Garlinghouse widersprach der Aussage vehement, sagte aber, er fände es allerdings mehr als schmeichelhaft, als Mastermind hinter dem FUD vermutet zu werden.

„Es ist mehr als schmeichelhaft, dass Sie glauben, Ripple sei der Puppenspieler hinter Elon Musk, unzähligen Wissenschaftlern, Regierungen, Krypto-Enthusiasten und anderen, die die Fakten über den Energieverbrauch von BTC dargelegt haben.“

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Der Ripple-CEO ist dafür bekannt, Bitcoin aufgrund des Energieverbrauchs anzugreifen, was bis ins Jahr 2017 zurückreicht. In einem seiner frühesten Kommentare zu dem Thema sagte er, dass Bitcoin bis zu 4.000 Mal mehr Energie verbrauche als eine Kreditkarte und dass Bitcoin 200.000-mal mehr koste, als eine XRP-Transaktion.

Garlinghouse betonte dies erneut in einem kürzlichen Interview mit CNN. Er sagte, dass eine einzige Bitcoin-Transaktion mit 284 Litern Benzin gleichgesetzt werden kann. Er stellte später klar, dass es nicht seine Absicht sei, für ein Verbot von Bitcoin zu werben. Stattdessen wolle er die Menschen dazu bringen, den CO2-Fußabdruck von Proof-of-Work zu verstehen. Interessanterweise wurde Bitcoins enormer CO2-Fußabdruck von Ripple auch in seiner vorläufigen Antwort auf die Klage der US Securities and Exchange Commission (SEC) erwähnt.

Ripple-Führungskräfte lassen kein gutes Haar an Bitcoin

Chris Larsen, ehemaliger Ripple-CEO, ist dafür bekannt, dass er mit der Funktionsweise von Bitcoin auf Kriegsfuß steht. Er sagte kürzlich, dass das Asset seinen PoW-Konsensmechanismus loswerden sollte, um relevant zu bleiben. Erst kürzlich kritisierte Ripple-CTO David Shwartz heftig ein von Ark Investment und Square Inc. veröffentlichtes Whitepaper, das erklären will, wie Bitcoin Anreize für die Einführung von grüner Energie schaffe.

„Zu sagen, dass Bitcoin die Entwicklung von Ökostrom fördert, ist so, als würde man sagen, dass Benzinschlucker die Entwicklung von Elektroautos fördern. Das Problem mit der Entwicklung von sauberem Strom ist nicht, dass es nicht genug Stromnachfrage gibt.“

Trotz der anhaltenden Beschuldigungen äusserte sich Garlinghouse dahingehend, dass man die Werkzeuge habe, um Krypto zu 100 Prozent erneuerbar zu machen und sein volles Potenzial zu erreichen.

Steckt BlackRock hinter der Tesla-Kehrtwende?

BlackRock, ein Unternehmen, das 50 Millionen Tesla-Aktien besitzt, wurde von Ark Invest ebenfalls beschuldigt, hinter Teslas plötzlichen Abkehr von Bitcoin zu stecken. Ark Invest CEO Cathie Wood sagte:

„Ich glaube, dass er [Elon Musk], nachdem er seine Position zu Bitcoin eingenommen hatte, von institutionellen Aktionären wie BlackRock zurückgepfiffen wurde. Immerhin haben sie dort Larry Fink, der die Werbetrommel für Maßnahmen angesichts des Klimawandels rührt.“

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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