USA: Einlagen von Krypto-Assets bei Nicht-Banken sind nicht versichert

  • Die United States Federal Deposit Insurance Corporation FDIC hat in einer kürzlich abgegebenen Erklärung klargestellt, wie es versicherungstechnisch um Krypto-Vermögenswerte steht.
  • Nach Angaben der FDIC decken ihre Versicherungsleistungen keine Vermögenswerte ab, die von Nicht-Banken ausgegeben werden, zu denen auch Kryptounternehmen gehören. 

Die US-Behörden versuchen seit Jahren, eine Lösung des Problems der unbefriedigenden Regulierung des Kryptomarkts zu finden. Da viele Institutionen eine Klärung ihrer Operationen in Bezug auf Krypto anstreben, hat die United States Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) in einer kürzlich abgegebenen Erklärung Klarheit darüber geschaffen, ob sie die von Kryptounternehmen ausgegebenen Vermögenswerte versichert oder nicht.

Nach Angaben der FDIC decken ihre Versicherungsleistungen keine Vermögenswerte ab, die von Nichtbanken ausgegeben werden, zu denen auch Kryptounternehmen gehören. Sie rät den Banken jedoch, die Risiken in den Beziehungen zwischen Dritten und Kryptounternehmen zu bewerten und entsprechend zu managen. Die FDIC stellte ferner klar, dass Einlagen bei versicherten Banken bis zu einer Höhe von 250.000 Dollar versichert werden können. Insolvenz, Zahlungsausfall oder Konkurs von Nicht-Banken fallen jedoch nicht unter diesen Schutz. Zu diesen Nicht-Banken gehören Kryptobörsen, Depotbanken, Wallet-Anbieter, Broker und andere, deren Dienstleistungen denen von Banken ähneln.

„Einige Kryptounternehmen haben den Verbrauchern gegenüber fälschlicherweise behauptet, dass Kryptoprodukte für die Einlagensicherung der FDIC in Frage kämen oder dass die Kunden bei einem Ausfall des Kryptounternehmens durch die FDIC versichert seien. Derartige Aussagen sind unzutreffend und können bei den Verbrauchern Verwirrung über die Einlagensicherung stiften und ihnen unter bestimmten Umständen schaden.“

Laut FDIC ist Voyager Digital nicht bei ihr versichert

Dieser Ratschlag folgt auf ein gemeinsames Schreiben von Seth Rosebrock und Jason Gonzalez, Assistant General Counsel bei der Federal Reserve und der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), anVoyager Digital, in dem das Unternehmen aufgefordert wird, seine falschen und irreführenden Aussagen zu entfernen, wonach die Einlagen seiner Nutzer durch sie versichert seien. Dem Schreiben zufolge wurden diese falschen Aussagen auf den verschiedenen Plattformen des Unternehmens verbreitet, darunter die Website, die mobile App und die Social-Media-Plattformen. Sie forderten Voyager Digital außerdem auf, innerhalb von zwei Werktagen schriftlich zu bestätigen, dass sie der Aufforderung der Regulierungsbehörde nachgekommen sind.

Die FDIC versichert Unternehmen seit 1934. Ursprünglich bot sie eine Deckung bis zu 2500 Dollar. Nach eigenen Angaben hat seit Bestehen der FDIC noch kein Einleger einen Betrag in einer von der FDIC versicherten Bank verloren. Das ist eine enorme Leistung, denn vor 1940 sind 9.000 solcher Institute gescheitert. Die FDIC gibt weiter an, dass 561 versicherte Banken zwischen 2001 und 2002 scheiterten. 2010 waren es nur 157 Institute gewesen.

„Die Verwirrung der Kunden kann zu rechtlichen Risiken für die Banken führen, wenn ein Kryptounternehmen oder andere dritte Partner einer versicherten Bank, mit denen sie Geschäfte machen, falsche Angaben über Art und Umfang der Einlagensicherung machen. Darüber hinaus könnten falsche Darstellungen und Kundenverwirrung dazu führen, dass besorgte Verbraucher mit Beziehungen zu versicherten Banken Gelder verschieben, was zu Liquiditätsrisiken für die Banken führen könnte, die wiederum potenziell zu Ertrags- und Kapitalrisiken führen könnten.“

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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