Edward Snowden: Fed-kontrollierte Zentralbankwährung ist ein Instrument zur Vernichtung von Ersparnissen

  • Snowden bezeichnet den von der Fed unterstützten digitalen Dollar „nützliches politisches Instrument“ zur Vernichtung von um die Ersparnissen.
  • Während Snowden die digitale Zentralbank-Währung kritisch sieht, ist er privaten, öffentlichen Kryptowährungen wie Bitcoin gegenüber positiv eingestellt.

Die US-Notenbank hat noch keine digitale Zentralbankwährung (CBDC) herausgegeben. Sie erwägt jedoch einen solchen Schritt. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat sich nun dagegen ausgesprochen. Am 9. Oktober veröffentlichte Snowden einen Artikel mit einer umfassenden Betrachtung einer von der US-Regierung kontrollierten digitalen Zentralbank-Währung. Er wies darauf hin, dass die Bundesregierung so etwas auch umsetzen werde, wenn sie es plant.

Snowden teilte einen Auszug aus einem Meinungsartikel von Dr. Prasad. In dem Artikel, der im Juli in der New York Times erschienen war, lobte Prasad den digitalen Dollar. Er führte aus, wenn der neue digitale Dollar das Bargeld ersetzen würde,  „könnte die Fed einen negativen Zinssatz einführen, der die elektronischen Guthaben auf den Konten aller digitalen Währungen allmählich schrumpfen lässt und so einen Anreiz für die Verbraucher schafft, das Geld auszugeben, und für Unternehmen, zu investieren“. Als Reaktion darauf schrieb Snowden am 10. Oktober:

„Ach, Sie wissen schon: ein nützliches politisches Instrument, um die Ersparnisse aller Lohnempfänger im Lande zu vernichten, wenn sie sie nicht schnell genug ausgeben.“

Dabei hat Snowden deutlich gemacht, dass er digitale Zentralbank-Währung und digitalen Dollar nicht gleichsetzt. Dies liege an den inhärenten Unterschieden im Betriebsmechanismus und den Kontrollprozessen, die mit den digitalen Zentralbankwährungen verbunden sind. Es ist nicht so, dass Snowden eine besondere Vorliebe für den digitalen Dollar hätte. Er bezeichnet ihn als etwas wie den „Wolf im Schafspelz“.

Snowden setzt auf Kryptowährungen

Edward Snowden hat sich stets positiv über Kryptowährungen geäußert und seine Ansichten zum ersten Mal während des Crashs im März 2020 öffentlich gemacht. Vor kurzem hat der Whistleblower auch seine Unterstützung für Bitcoin inmitten der chinesischen Repressalien bekräftigt. Er stellte fest, dass solche Versuche Bitcoin nur stärker machen werden.

Mehr zum Thema: Edward Snowden: Verbot von Bitcoin in China macht ihn nur stärker

Snowden war ein Befürworter öffentlicher Kryptowährungen und dezentraler digitaler Vermögenswerte. Seine jüngsten Äußerungen zu digitalen Zentralbank-Währungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem viele Zentralbanken solche Projekte inzwischen aktiv verfolgen.

Die Fed hat sich inzwischen aktiv mit der Frage des digitalen Dollars befasst. Sie kündigte an, dass sie ein Diskussionspapier über den digitalen Dollar veröffentlichen werde. Die Kryptobanche hat auf dieses Papier gewartet.

Snowdens Ansichten beziehen sich nicht nur auf den digitalen Dollar, sondern auch auf digitale Zentralbank-Währungen in anderen Teilen der Welt. Anfang dieses Monats sagte IWF-Direktorin Kristalina Georgieva, dass 110 Länder derzeit digitale Zentralbank-Währungen erproben. China ist dabei führend. Auch die Europäische Union bereitet sich darauf vor, in den nächsten drei bis vier Jahren den digitalen Euro einzuführen.

About Author

Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

Comments are closed.