Citigroup erwägt Engagement in Kryptowährungen

  • Itay Tuchman, leitender Angestellter der Citigroup, enthüllte, die Megabank werde vermutlich in den Krypto-Markt einsteigen.
  • Zuvor hatte Goldman Sachs bereits bekanntgegeben, für seine privaten Vermögensverwaltungskunden im zweiten Quartal des Jahres Bitcoin anzubieten.

Aufgrund des großen Interesses an Bitcoin erwägt die Citigroup, ebenso wie zuvor schon Morgan Stanley, in den Krypto-Markt einzusteigen. Itay Tuchman, verantwortlich für die weltweiten Devisengeschäfte der Citigroup, erklärte kürzlich, die Bank habe sich noch nicht entschieden, es würden jedoch Optionen wie Deposits, Trading und Finanzierung untersucht. Tuchman betonte, die Citigroup habe es jedoch nicht eilig, in den Markt zu gehen, weil Kryptowährungen etwas Bleibendes seien.

„Ich habe keine Angst, etwas zu verpassen, weil ich glaube, dass Kryptowährungen bleiben werden und dass wir gerade erst am Anfang der Marktentwicklung stehen“, sagte er.

Die Citigroup ist schon seit einiger Zeit pro-Bitcoin eingestellt. In einem kürzlich veröffentlichten 108-seitigen Bericht der Bank wurde Bitcoin als bevorzugte Währung für den globalen Handel genannt, trotz der Herausforderungen, die ihre Verwendung einschränken könnten. Tuchman führte weiter aus, die Citigroup habe seit August 2020 einen massiven Anstieg des Bitcoin-Interesses bei den Kunden erlebt, zu denen auch größte Vermögensverwalter gehören.

Die Kunden haben offenbar Druck auf die Bank ausgeübt, den Handel mit verschiedenen Krypto-Währungen zu ermöglichen und diese auch zur Finanzierung von Geschäften verwenden zu können. Ungeachtet dieses Drucks seitens der Kunden glaubt Tuchman aber, die Bank werde nur etwas einführen, das reguliert werden kann.

„Wir sollten nichts anfangen, das nicht sicher und solide ist. Wir werden einsteigen, wenn wir sicher sind, dass wir etwas aufbauen können, das den Kunden nützt und das die Aufsichtsbehörden unterstützen werden“, sagte er.

Nun mischen auch die Institutionen mit

Bitcoin hat in den letzten sechs Monaten auf die institutionelle Nachfrage reagiert und der Preis stieg innerhalb dieses Zeitraums von $15.000 auf $63.000. Ursache des extremen Aufschwungs Ende 2017 und Anfang 2018 war das hohe Interesse des Einzelhandels mit wenig institutioneller Nachfrage. Der aktuelle Preisanstieg wurde jedoch durch beide Interessengruppen auf hohem Niveau verursacht.

Vor dieser Ankündigung hatte Goldman Sachs bereits seine Absicht offenbart, im zweiten Quartal des Jahres ein Bitcoin-Engagement für die Vermögensverwaltung von Privatkunden anzubieten. Es war eine Folge der Entscheidung der Bank, ihren Krypto-Handelsdesk neu zu starten.

Doch nicht nur Goldman Sachs, auch die Bank of New York, Mellon und JPMorgan haben offenbart, dass sie dabei sind, sich auf den Einstieg in den Bitcoin-Markt vorzubereiten. In Zukunft werden die Banken in der Lage sein, Bitcoin und weitere nicht spezifizierte Krypto-Währungen im Namen der Vermögensverwaltungskunden zu halten und zu transferieren. Morgan Stanley bleibt aber bis jetzt die einzige Megabank der USA, die Vermögensverwaltungskunden Zugang zu Bitcoin durch ein Paar externer Krypto-Fonds ermöglicht.

 

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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