- Laut einem neuen Bericht von Messari war Ripple (XRP) das am schlechtesten performende Asset im ersten Quartal 2020 auf dem Kryptowährungsmarkt.
- Trotz zahlreicher neuer Partnerschaften und technischer Fortschritte sieht sich Ripple weiterhin offenen Klagen und einem wütenden Coronavirus gegenüber.
Ripple konnte zahlreiche neue Partner für die unternehmenseigenen Zahlungstechnologien gewinnen und in einer Finanzierungsrunde mehr als 200 Millionen USD einsammeln. Trotzdem zeigt ein neuer Bericht des Unternehmens Messari, dass XRP im ersten Quartal 2020 die schlechteste Performance unter den 25 größten Kryptowährungen, betrachtet nach Marktkapitalisierung, gezeigt hat. Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet XRP eine Seitwärtsbewegung (+ 0,78 %) und steht bei einem Preis von knapp 0,1889 USD.
Messari führt aus, dass Ripple eine ganze Reihe neuer Partnerschaften geknüpft hat, um die Adaption und den Einsatz von XRP zu erhöhen. Mexikos führende Bitcoin-Börse Bitso wickelt laut offiziellen Angaben mittlerweile mehr als 2,5 % aller Überweisungen zwischen den USA und Mexiko ab. Weiterhin hat Ripple die monatlichen Verkäufe von XRP drastisch reduziert und die programmatischen Verkäufe im vierten Quartal 2019 sogar komplett eingestellt.
Laut Messari führte die zuletzt genannte Maßnahme jedoch zu keinen signifikanten Auswirkungen, da die Verkäufe wenig Einfluss auf den Preis von XRP haben (frei übersetzt):
Der Rückgang der XRP Verkäufe seit dem dritten Quartal 2019 haben die Preisbewegung von XRP wenig beeinflusst.
Ryan Selkis, Gründer von Messari, merkte auf Twitter ebenfalls an, dass XRP von dem aufstrebenden Altcoin Chainlink im Tradingvolumen geschlagen wurde und mit einer Marktkapitalisierung von knapp 8,27 Milliarden USD nicht mehr sehr weit entfernt von Tether (6,35 Milliarden USD) liegt.
https://twitter.com/twobitidiot/status/1249893225147576320
Der Bericht führt weiter aus, dass die weltweit vorherrschende Corona-Pandemie kein Grund für die schlechte Performance von XRP ist, da der komplette Kryptomarkt und die Weltwirtschaft ebenfalls betroffen sind. Zudem ist das Überweisungsvolumen auf vielen Zahlungskorridoren, wie auf die Philippinen oder nach Thailand zuletzt auf ein Allzeithoch gestiegen.
Ein negativer Einflussfaktor auf den XRP Preis könnte die weiterhin offene Anklage gegen Ripple sein. Das Unternehmen wird beschuldigt mit XRP ein Asset verkauft zu haben, welches unter das in den Vereinigten Staaten geltende Wertpapiergesetz fällt und damit hätte registriert werden müssen. Darüber hinaus wurde Ripple CEO, Brad Garlinghouse, in einer weiteren Sammelklage beschuldigt, XRP Investoren mit dem Verkauf des Tokens bewusst in die Irre geführt zu haben. Beide Prozesse sind aktuell noch offen.
Trotz negativer Performance schreitet Adaption voran
Ripple kündigte zuletzt an, dass das Unternehmen an der Entwicklung einer „Handelsplattform der nächsten Generation“ arbeitet und dafür dringend Fachpersonal sucht. Über die Plattform könnte es möglich werden digitale Assets auf dem XRP Ledger zu lancieren. Weiterhin testet der Zahlungsriese Western Union Ripple und den XRP Token, um den möglichen Einsatz für unternehmenseigene Überweisungen zu evaluieren. Im letzten Jahr kam Western Union noch zu dem Schluss, dass sich XRP nicht als Alternative bewährt hat (frei übersetzt):
Wir haben einen Test mit Ripple durchgeführt und führen auch weiterhin Tests durch […] Wir lernen viel von Ripple, aber wir haben unser eigenes Überweisungssystem, dass sehr kosteneffizient ist. Heute haben unsere Tests gezeigt, dass die Nutzung von Kryptowährungen oder Stablecoins wie XRP, 5-Mal teurer ist, als die Nutzung unseres eigenen Systems.
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