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Was ist Chainlink? Ein Leitfaden zum LINK Token und zur Chainlink Technologie

Was ist Chainlink?

Chainlink adressiert ein großes Problem des Ethereum Blockchain-Ökosystems. Trotz der Tatsache, dass mit der Technologie der Smart Contracts praktisch jedes Problem programmiertechnisch abgebildet werden kann, da Ethereums Programmiersprache Solidity „Turing-vollständig“ ist, besteht keine Möglichkeit eine native Kommunikation mit externen Systemen herzustellen. Dadurch wird das Potenzial und die Anwendungsfälle für die Ethereum Blockchain wesentlich eingeschränkt.

Chainlink hat hierfür eine Lösung gefunden, die sogenannten „Oracles“. Diese stellen eine Verbindung zur „Außenwelt“ her, indem sie den Zugriff auf externe Daten ermöglichen. Somit bietet die Chainlink-Technologie jeder externen Programmierschnittstelle (API) Zugriff auf Smart Contracts, die auf der Blockchain bisher isoliert waren und keinen Zugriff auf externe Daten hatten.

Chainlink Blockchain Erklärung

Source: https://chain.link/features/

Oracles sind allerdings keine neue Erfindung des Entwicklerteams von Chainlink, sondern sind bereits in den Blockchains von Aeternity und Qtum zu finden. Bislang sind Oracles jedoch zentralisierte Dienste. Dies bedeutet, dass jeder Smart Contract, der einen externen Dienst verwendet, einen Single Point of Failure hat.

Dies macht jedoch alle Vorteile, die sich aus dem dezentralen Charakter von Smart Contracts ergeben, zunichte. Die Lösung hierfür sind dezentrale Oracles, die von Chainlink entwickelt werden. Somit können die Sicherheit und der Determinismus der Blockchain und Smart Contracts mit externen Daten kombiniert werden.

Was sind Oracle?
Oracles sind notwendig, weil die Blockchain nicht direkt auf externe Daten zugreifen kann. Oracles haben die Aufgabe, externe Daten zu verifizieren, die in den Smart Contracts verwendet werden sollen und anschließend an die Blockchain weitergeleitet werden.

Das „Single Point of Failure“ Problem

Grundsätzlich schaffen Smart Contracts eine völlig neue und revolutionäre Form für Vereinbarungen jeglicher Art. Während klassische Verträge leicht zu manipulieren und zu brechen sind, sind Smart Contracts deterministisch. Dies bedeutet, dass die vertraglichen Vereinbarungen stets so eingehalten und ausgeführt werden, wie im Contract programmiert wurde.

Dies wird durch die kryptographischen Technologien der Blockchain garantiert. Diese Möglichkeit bietet ein revolutionäres Potential. Insbesondere in betrugsanfälligen Branchen, wie z. B. dem Versicherungswesen, dem internationalen Handel und dem Finanzwesen können Smart Contracts für mehr Gerechtigkeit und Transparenz sorgen.

Die Verwendung eines einzigen Oracles (= externen Datenfeeds) zerstört jedoch grundsätzlich die Zuverlässigkeit des Smart Contract mit einem „Single Point of Failure“. Da es sich bei gewöhnlichen Oracles um Drittanbieterdienste mit einem zentralisiertem Kontrollpunkt handelt, wird der dezentrale Konsensmechanismus der Blockchain untergraben. Der Betreiber eines Datenfeeds könnte die Daten manipulieren und macht so den Determinismus des Smart Contracts zunichte.

Im schlechtesten Szenario kann das Oracle sogar von einer an der Transaktion beteiligten Parteien betrieben werden. Die gängige Lösung in unseren heutigen Welt, die Einschaltung einer Autorität, d. h. einer „Single Trusted Third Party“ – eine Entität, die ein hohes Vertrauen besitzt – ist ebenfalls keine Lösung. Dieser Ansatz steht den Prinzipien der Blockchain entgegen, wonach ein Konsens stets dezentral gebildet wird.

Zusammenfassung:
Die Verbindung von Smart Contracts mit einen einzigen externen Datenfeed über einen einzigen Knoten schafft das gleiche Problem, welches die Blockchain- Technologie und Smart Contracts beheben wollen, nämlich einen Single Point of Failure. Mit einem einzelnen Oracle Knoten ist der Smart Contract nur so zuverlässig, wie dieser eine Knoten.

End-to-End-Zuverlässigkeit für Smart Contracts

Das Ziel des Chainlink-Netzwerks ist es deshalb, Smart Contracts mit Oracles zu verbinden, die End-to-End zuverlässig sind und nicht manipuliert werden können. Der Lösungsansatz von Chainlink für das Problem ist eine dezentrale Berechnung.

Das Chainlink-Netzwerk ermöglicht es mehreren unabhängigen Knoten, dezentrale Berechnungen über die Genauigkeit einer externen Eingabe durchzuführen, bevor diese in einen Smart Contract geschrieben wird. Somit  bietet das dezentrale Oracle-Netzwerk von Chainlink die gleichen Sicherheitsgarantien wie die Blockchain selbst. Voraussetzung hierfür ist, dass es mehrere Quellen gibt, die die gleichen Daten bereitstellen, wie z.B. bei den Preisen von Kryptowährungen: CoinMarketCap, CryptoCompare und Brave NewCoin Insights.

Chainlink Oracle Coinmarketcap

Source: https://blog.chain.link/chainlink-live-ethereum-mainnet-connected-consensus/

Chainlink schafft ein dezentrales Oracle-Netzwerk, welches über alle Tools verfügt, um jede Art von Oracle-Design-Muster für Smart Contracts erstellen zu können. Die Chainlink Software fungiert dabei als Oracle sowie als flexibles Framework, um Smart Contract-Entwickler zu unterstützen.

Das Netzwerk besteht aus Chainlink Nodes, wobei jeder einzelne einen eigenen Datenfeed, eine API oder eine andere externe Datenquelle zur Verfügung stellt. Um die Datenlieferanten zur Bereitstellung von Informationen zu motivieren, werden sie in LINK-Token bezahlt. Grundsätzlich soll es jedem möglich sein, der über externe Daten verfügt, diese direkt an die Blockchain im Austausch für LINK Token weiterzugeben.

Wie funktioniert das Chainlink Netzwerk im Detail?

Ein wesentlicher Gedanke der Chainlink-Technologie ist, dass die Daten, die ein Oracle liefert, authentifiziert werden, bevor sie an einen Smart Contract weitergegeben werden. Eine wichtige Komponente für die Bewertung der Authentizität der externen Daten ist das Reputationssystem von Chainlink für Oracles.

Das Bewertungssystem funktioniert ähnlich wie auf Amazon oder Ebay. Bei Chainlink basiert die Reputation aber auf einer Vielzahl von Kennzahlen, z.B. der Verfügbarkeit, der Reaktionszeit und den erfolgreich abgeschlossenen Aufträgen.

Technisch betrachtet besteht das Chainlink-Netzwerk aus einer On-Chain und einer Off-Chain-Komponente, die miteinander kommunizieren, um den Service zu erbringen. Die On-Chain-Komponente besteht aus Smart Contracts, die auf der Ethereum-Blockchain implementiert sind. Dies sind Oracle Contracts, die Datenanforderungen von Benutzern verarbeiten, die auf externe Daten zugreifen möchten. Sie filtern die Datenabfragen. Sobald das Netzwerk eine Anforderung erhält, wandelt das Chainlink Netzwerk diese in einen internen Vertrag (3 Einzelverträge) um.

Die Verträge sind dafür verantwortlich, den anfordernden Vertrag mit einem geeigneten Oracle zu verbinden. Außerdem werden die Daten entsprechend der Abfrage on-Chain gesammelt sowie die Ergebnisse bewertet und das Endergebnis berechnet, welches dem Smart Contract bereitgestellt wird. Die 3 Einzelverträge haben jeweils folgende Aufgaben:

  • Der Reputations-Vertrag überprüft die Zuverlässigkeit des Oracles anhand des Reputationssystems.
  • Ein Order-Matching-Vertrag erfasst die Datenanforderung im Netzwerk und nimmt die passenden Angebote der Oracle-Lieferanten entgegen.
  • Der aggregierende Vertrag sammelt die Daten von den ausgewählten Oracles, bewertet sie und fasst sie zu einem Endergebnis zusammen. Dieser Schritt ist außerordentlich wichtig, um die Integrität der externen Daten zu gewährleisten und Manipulationen zu verhindern.

Die Off-Chain-Komponente des Netzwerks ist hingegen für die Erfassung der externen Daten verantwortlich. Sie besteht aus Oracle-Nodes, die mit dem Ethereum-Netzwerk verbunden sind. Die empfangenen Daten werden von der Chainlink Core Software, die jeder Knoten im Netzwerk betreibt, verarbeitet. Sie ist für die Interaktion zwischen der Off-Chain-Infrastruktur und der Blockchain verantwortlich.

Wofür wird der LINK-Token verwendet?

Der LINK-Token ist ein ERC677-Token, der die Funktionalität des ERC20-Token-Standards übernimmt. Er wird verwendet, um Node-Betreiber für den Abruf von Daten für Smart Contracts zu bezahlen. Wichtig zu wissen ist, dass der LINK-Token dauerhaft auf dem Ethereum Mainnet betrieben wird. Im Gegensatz zu anderen Projekten (wie EOS oder Tron), die ihren Token bis zum Mainnet Launch auf der Ethereum Blockchain gehostet haben, wird Chainlink stets ein Teil des Ethereum Mainnets bleiben. Dementsprechend wird es keinen „Token-Swap“ geben.

Das Initial Coin Offering (ICO) von LINK

Das Initial Coin Offering von Chainlink (LINK) fand im September 2017 statt. Insgesamt wurden 350 Millionen LINK Token im Wert von 32 Millionen US-Dollar verkauft. Dies entspricht 35 Prozent des Gesamtangebotes von LINK, welches 1 Milliarde Token beträgt. Die Verteilung der LINK-Token sieht wie folgt aus:

  • 350 Millionen LINK Token wurden im Crowdsale verkauft
  • 350 Millionen LINK Token sind für Node-Betreiber vorgesehen, um das Chainlink-Ökosystem zu fördern.
  • 300 Millionen LINK Token gingen an das Unternehmen hinter Chainlink für die Entwicklung.

Zum Stand August 2019 befinden sich lediglich 350 Millionen LINK Token im Umlauf, die während des Crowdsales verkauft wurden.

Die Google Cloud nutzt Chainlink

Im Juni 2019 wurde im Rahmen eines Blog-Posts von Google bekanntgegeben, dass der Tech-Riese an einem Projekt arbeitet, welches Chainlink nutzt. Im Detail schrieb Google, dass man an Applikationen arbeitet, die Cloud-generierte Daten auf einer Blockchain speichern.

Um die externen Daten in die Blockchain zu integrieren nutzt das Google-Projekt Chainlink. Die Daten werden vom firmeneigenen Data Warehouse BigQuery geholt und über die Chainlink Oracles in die Ethereum Blockchain geschrieben. Dank des Announcements von Google pumpte der LINK Kurs im Juni 2019 um mehr als 30 Prozent an einem einzigen Tag.

Weitere Chainlink Partnerschaften

Chainlink kann eine beeindruckende Liste von Partnern vorweisen. Zu den wichtigsten Partnern gehören SWIFT, Google, Oracle, Gartner und IC3. Neben Google ist insbesondere SWIFT ein ein großer Name, der mit seiner Technologie über 11.000 Finanzinstitute weltweit verbindet.

Chainlink Blockchain Oracle

Source: https://chain.link/

Welches Wallet ist für LINK geeignet?

Grundsätzlich ist jedes Wallet für LINK geeignet, welches ERC20- Token unterstützt. Unsere Top-Empfehlung für ERC20-Token ist das MyEtherWallet. Wenn du genau wissen möchtest, wie du das Wallet einrichten und verwenden kannst, empfehlen wir dir unsere Wallet Guides.

Fazit: Ist Chainlink (LINK) eine Investition wert?

Chainlink kann aus unserer Sicht ein sehr interessantes Investment sein. Es ist das erste und derzeit einzige Blockchain-Projekt, welches die Lücke zwischen Smart Contracts und der realen Welt mit dezentralen Oracles zu schließen versucht.

Die Oracles, welche Chainlink verwendet, sind im Gegensatz zur Konkurrenz dezentral. LINK ist die Kryptowährung, die das Netzwerk antreibt. Somit könnte der LINK Kurs stark davon profitieren, wenn sich Chainlink durchsetzt und Einzug im Mainstream findet. Ob die Partnerschaften weitreichende Anwendungsfälle in der Realität für Chainlink bedeuten, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Wenn du interessiert bist in Chainlink (LINK) zu investieren, empfehlen wir dir unsere Chainlink Kaufanleitung zu lesen. Wir zeigen dir wie du schnell und einfach in LINK investieren kannst.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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