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Was ist Ripple und was ist XRP? – Ein Beginner Guide

Was ist Ripple?

Ripple ist ein amerikanisches Technologie-Uunternehmen, welches 2012 gegründet wurde und das weltweite Bankensystem revolutionieren möchte. Wichtig wissen ist, dass Ripple nicht mit der Kryptowährung XRP gleichzusetzen ist. Zwar gibt es durchaus ältere Dokumente, die belegen, dass XRP auch Ripple genannt wurde. Seit der XRP-Initiative im Jahr 2018 legt das Unternehmen Ripple aber sehr großen Wert darauf, dass die Kryptowährung XRP nicht Ripple genannt wird.

Ripple als Unternehmen legt auch sehr großen Wert darauf, dass der XRP Token kein Produkt des Unternehmens Ripple ist, sondern eine Open-Source-Software, die von dem Unternehmen lediglich für das Produkt xRapid genutzt wird. Dennoch ist für viele in der Crypto-Gemeinschaft keine klare Trennung zwischen dem XRP-Token und dem Unternehmen Ripple existent. Hierzu aber später mehr bei der „Ripple-Kontroverse“.

Ziel des Unternehmens Ripple ist es, ein billigeres, schnelleres und sicheres Zahlungssystem für den Transfer von Vermögenswerten über Ländergrenzen hinweg bereitzustellen. Ripple steht damit in unmittelbarer Konkurrenz zu dem derzeitigen Marktführer SWIFT, der den derzeitigen Standard für die Übertragung von Fiatgeld über Ländergrenzen hinweg stellt. Hierfür stellt Ripple verschiedene Softwarelösungen zur Verfügung. Das Netzwerk soll so skalieren, dass es eine Kapazität von 50.000 Transaktionen pro Sekunde erreicht (wie VISA).

Während Bitcoin also als Zahlungsmittel zwischen zwei Einzelpersonen konzipiert ist, bei dessen Transfer es keinen Mittelsmann gibt, bietet Ripple somit ein Zahlungssystem, welches auf der bestehenden Infrastruktur der Banken aufbaut. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass ein Großteil der Kryptowährungs-Gemeinschaft Ripple als „Banken“-Coin bezeichnet und Groll gegen das Unternehmen und den XRP-Token hegt. Ripple widerspricht der ursprüngliche Vision von Kryptowährungen, allen voran Bitcoin, der als Alternative zum traditionellen Bankensystem entwickelt wurde.

Die Geschichte von Ripple

Die ersten Anfänge von Ripple sind bereits im Jahr 2004 zu finden, als Ryan Fugger „Ripple Pay“ gründete, um der Online-Community eine sichere Zahlungsmöglichkeit über ein globales Netzwerk zu bieten. Allerdings hatte das damalige Ripple noch wenig mit der heutigen Distributed-Ledger-Technologie von Ripple zu tun.

Erst als im Jahr 2012 OpenCoin Inc. durch Chris Larsen und Jed McCaleb gegründet wurde, nahm das heutige Ripple-Projekt Gestalt an. Es wurde ein neues Zahlungsprotokoll namens „Ripple Transaction Protocol (RTXP)“ entwickelt. Dieses bildet die Grundlage für das heutige Distributed-Ledger-Protokoll von Ripple.

Im September 2013 änderte OpenCoin Inc. seinen Namen in Ripple Labs Inc. und veröffentlichte den Source Code des Peer-To-Peer-Netzwerkes als Open-Source-Software. Zu dieser Zeit begann Ripple Labs auch damit, für den Einsatz der Ripple-Technologien bei Finanz- und Bankinstituten zu werben. Zwei Jahre später, im Oktober 2015 änderte Ripple Labs seinen Namen in Ripple.

Die verschiedenen Technologien von Ripple

Insgesamt bietet Ripple seinen Kunden  Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern – drei verschiedene Softwarelösungen an: xCurrent, xRapid und xVia.

xCurrent

xCurrent ist Ripples Unternehmenssoftwarelösung, die es Banken ermöglicht über das Inter-Ledger-Protokoll (ILP), grenzüberschreitende Zahlungen vorzunehmen. Mit xCurrent senden sich die Banken in Echtzeit Nachrichten, um die Zahlungsdaten vor Beginn der Transaktion zu bestätigen und die Lieferung zu bestätigen, sobald sie sich erledigt hat. Der XRP-Token wird bei dieser Lösung nicht benötigt.

Die Technologie ist derzeit (Stand: Oktober 2018) die am häufigsten verwendete Lösung von Ripple für Banken und Finanzinstitute. Bereits über 100 Finanzinstitute nutzen xCurrent sowohl im Echt-Betrieb als auch im Testbetrieb. Zu den Partnern gehören namhafte Banken und Finanzinstitute, wie die Santander Bank, SBI Holding, Rakbank, BBVA (zweitgrößte Bank Spaniens), AXIS Bank (drittgrößte private Bank in Indien), UniCredit, Bank of America Merrill Lynch, ReiseBank, Mitsubishi UFG (größte Bank Japans) und die Akbank (Türkei).

xRapid

xRapid richtet sich laut Unternehmenswebseite an Zahlungsdienstleister und andere Finanzinstitute, die die Liquiditätskosten minimieren wollen. Die xRapid-Lösung nutzt dafür den XRP Token, um On-Demand-Liquidität anzubieten. Dies lässt sich wie folgend erklären.

Bei internationalen Zahlungen ist die Liquidität oft sehr niedrig, da der Austausch von verschiedenen Fiat-Währungen Preisschwankungen unterliegt. Dies untergräbt die Stabilität einer Transaktion. Die beteiligten Banken einer internationalen Transaktion müssen daher Nostrokonten in der jeweils anderen Währung vorhalten. Das Vorhalten dieser Konten ist jedoch sehr teuer, da dies „totes Kapital“ ist. Deshalb können es sich weltweit nur wenige Banken leisten, Nostrokonten für die Vielzahl von internationalen Währungen vorzuhalten. Kleinere und mittlere Banken bezahlen lieber hohe Gebühren an Liquiditätsanbieter (Großbanken) anstatt selbst Nostrokonten zu unterhalten.

XRapid bietet hierfür eine Lösung, die sich insbesondere an die kleineren und mittleren Banken richtet, die sich keine Nostrokonten leisten können. XRP ersetzt als „Brückenwährung“ die Vielzahl von Nostrokonten, da die Landeswährung ausschließlich gegen XRP getauscht werden muss. Die Nutzer von xRapid müssen lediglich noch Liquidität in XRP vorhalten, anstatt in Hunderten, verschiedenen Währungen.

Ripple XRP xRapid

Source: https://ripple.com/ripplenet/on-demand-liquidity/

Pilotprojekte von xRapid haben gezeigt, dass Banken zwischen 40 und 70% der Kosten einsparen können. Außerdem erfolgen die grenzüberschreitenden Transaktionen innerhalb von wenigen Sekunden und dauern keine 3-5 Tage.

XRapid ist Anfang Oktober offiziell gelaunched und kann seitdem kommerziell genutzt werden. Mit dem Launch sind auch drei Kunden in den produktiven Betrieb von xRapid übergegangen – MercuryFX, Cuallix und Catalyst Corporate FCU (Stand November 2018).

xVia

xVia ist eine Benutzeroberfläche, die entwickelt wurde, um xCurrent und xRapid benutzerfreundlicher zu machen. Über eine API-Integration bietet xVia eine Verbindung zu Finanzinstituten, die die Produkte von Ripple nutzen, um Zahlungen zu verfolgen und Rechnungen zu erstellen.

Wie hängt Ripple mit XRP zusammen?

Zwar betont Ripple stets die Unabhängigkeit des XRP-Tokens. Dennoch lässt sich eine Verbindung nicht abstreiten. Alle 100 Milliarden XRP-Token sind „pre-mined“. Etwa 40% davon sind im Umlauf, während der Rest im Eigentum des Unternehmens Ripple liegt. Etwa 60% wurde im Mai 2017 aufgrund von Manipulationsbedenken durch das Ripple-Team auf ein Treuhandkonto überwiesen.

Die XRP Tokens sollen schrittweise und in Teilen von maximal einer Milliarde pro Monat auf den Markt gebracht werden. Ungenutzte Beträge können allerdings am Ende des Monats auf das Treuhandkonto zurückzugeben werden.

Für viele Investoren und Ripple-Kritiker ist der Fakt, dass Ripple annähernd 60% des gesamten XRP-Supply besitzt, ein eindeutiges Zeichen für Zentralisierung und die Abhängigkeit von XRP von Ripple. Mit dieser Menge kann Ripple den Preis des XRP-Tokens wesentlich beeinflussen. Aus Sicht eines Investors setzt dies daher ein hohes Maß an Vertrauen voraus, dass Ripple den XRP-Preis nicht manipuliert.

Fazit: Ist Ripple eine Investition wert?

Falls Ripple in der Lage ist, mehr Banken von der xRapid und XRP-Technologie zu überzeugen, könnte der Preis in die Höhe schnellen. Sollte es Ripple tatsächlich gelingen den Giganten SWIFT zu stürzen und dessen Transaktionsvolumen zu übernehmen, könnte XRP ein sehr gutes Investment sein. Nicht vernachlässigen sollte man aber auch, dass Ripple noch 60 Milliarden XRP auf den Markt schwemmen kann. Somit kann sich das Angebot von XRP noch mehr als verdoppeln.

Falls du nun Interesse hast in Ripple zu investieren, kannst du zunächst unserer Ripple Kurs-Chart für den aktuellen XRP Kurs checken oder gleich zu unserem Tutorial, wie du XRP kaufen kannst, gehen.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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