- Die Oracle Technologie von Chainlink könnte einen maßgeblichen Anteil am Wachstum der dezentralen Finanzökonmie (DeFi) haben.
- Im Gegenzug könnte der Erfolg von Chainlink auch wesentlich durch die DeFi beeinflusst werden.
In einem kürzlich veröffentlichen Blogbeitrag hat das Chainlink Team das DeFi-Ökosystem analysiert und dargelegt, wie Chainlink (LINK) zum Erfolg der dezentralen Finanzökonomie beitragen wird. Wenn die DeFi einen Milliardenwert erreicht, so wie ConsenSys kürzlich prognostizierte, könnte Chainlink und dessen LINK Token davon massiv profitieren.
Die dezentralisierte Finanzökonmie (DeFi) verzeichnet über das vergangene Jahr, unabhängig vom Bären oder Bullenmarkt, ein kontinuierliches Wachstum. Zum Redaktionszeitpunkt waren 814,84 Millionen US-Dollar in Ethereum (3,115 Millionen ETH) in allen Ethereum-basierten DeFi Projekten eingeschlossen. Zuletzt hat Chainlink Kooperationen mit Binance, Synthetix und Conflux im Bereich der DeFi geschlossen.

Wie kann Chanlink der DeFi helfen und davon profitieren?
Blockchains sind so konzipiert, dass sie grundsätzlich ein geschlossenes System sind. Sie verlassen sich ausschließlich auf on-chain Daten, die bereits in der Blockchain vorhanden sind. Hierdurch wird gewährleistet, dass der dezentrale Konsens erhalten bleibt und nicht manipuliert werden kann. Allerdings sind die Anwendungsfälle der Blockchain durch diese Prämisse stark begrenzt.
So sind beispielsweise Preise und Zinsen Datensätze, die außerhalb einer Blockchain (off-chain) entstehen und sich in Wert und Format über verschiedene Quellen unterscheiden, nicht zugänglich. Zudem macht die Diversität der Daten es für die Blockchains schwierig, zuverlässige Daten zu erhalten, ohne die Konsenssicherheit zu opfern. Insofern konstatiert das Chainlink Team (frei übersetzt):
Unter Berücksichtigung der Realitäten moderner Daten und des Blockchains-Konsenses besteht ein dringender Bedarf an einer Standardbrücke zwischen DeFi-Anwendungen und allen Arten von Off-Chain-Daten. […] Chainlink ist ein standardisiertes, jedoch anpassbares Protokoll, das es DeFi ermöglicht, eine sichere und zuverlässige Verbindung mit Off-Chain-Ressourcen herzustellen.
Durch die Nutzung von Chainlink können DeFi-Projekte damit die Vielfalt der angebotenen Produkte erhöhen und den Markt für regulierte Akteure attraktiver machen. Insgesamt nennt Chainlink vier konkrete Vorteile, welche die Chainlink Oracle Technologie bietet: Konnektivität, Datenschutz sowie vertrauliche und kostengünstige Daten.
Vorteile von Chainlinks Oracles
Die meisten DeFi-Anwendungen sind bei der Ausführung ihrer Smart Contracts auf Daten angewiesen. Die Chainlink Oracles, als ein digitaler Agent, können durch einen Smart Contract eingesetzt werden, um Daten und Systeme außerhalb seiner Blockchain abzurufen und/oder mit diesen zu verbinden. Das Oracle ermöglicht dabei eine Off-Chain-Konnektivität für Ethereum Smart Contracts, indem externe Verbindungspunkte (APIs) zu Datenprovidern, Web-APIs, Unternehmenssystemen, Cloud-Backends, IoT-Geräten und Zahlungssystemem durch Chainlink zur Verfügung gestellt werden
Des Weiteren ermöglicht Chainlink diesen Abruf unter Wahrung des dezentralen Konsenses. Während die zentralisierte Aggregation der Daten anfällig für Manipulation ist, hat Chainlink dezentrale Oracle entwickelt. Die Daten werden auf der Basis einer Aggregation von unabhängigen, sicherheitsüberprüften Knoten berechnet und regelmäßig aktualisiert.
Ein weiteres großes Problem bei der Entwicklung von DeFi-Projekten sind die On-Chain-Gas-Kosten. Wenn Anwendungen konstante Preiszuführungen erfordern und/oder mehrere Oracle und Datenquellen verwenden, wird der Abruf der Daten schnell sehr kostspielig. Diesbezüglich arbeitet Chainlink derzeit an der Implementierung von Schwellenwertsignaturen in das Chainlink-Protokoll. Diese stellen ein neues Aggregationsprotokoll dar, das nur eine einzige On-Chain-Gas-Gebühr erfordert.
Ein anderes Hauptproblem ist die Privatsphäre, wie Sergey Nazarov, Mitbegründer von Chainlink, erklärte:
Die meisten Verträge in der realen Welt können ohne Privatsphäre einfach nicht zustande kommen. Der Mangel an On-Chain Privacy außerhalb der teureren Zero Knowledge Proof (ZKP) Designs bedeutet, dass viele Verträge nicht als potenziell effizientere Smart Contracts umgestaltet werden können. Datenschutz ist unerlässlich, um interne Positionen und Handelsstrategien zu verbergen und um die Einhaltung von Datenschutzgesetzen und -vorschriften zu gewährleisten.
Chainlink hat daher zwei Datenschutzlösungen eingeführt. Zudem werden „Mixicles“ verwendet, um Privatsphäre zu schaffen.
Wie der Blogbeitrag zeigt, könnte der Erfolg der DeFi auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für Chainlink und den LINK Token sein. Der Chainlink Kurs befindet sich in einem anhaltenden Aufwärtstrend und hat über die letzten 30 Tage einen Anstieg von 57% erzielt. Zum Redaktionszeitpunkt handelt LINK bei 2,79 USD.
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