- Das deutsche Analyse-Unternehmen Blockfyre kommt anhand von vier Schlüsselkennzahlen zu dem Schluss, dass Ethereum (ETH) „deutlich unterbewertet“ ist.
- Mythos Capital Gründer Ryan Sean Adams teilte eine Analyse der Gas-Gebühren, wonach der ETH Preis mindestens 50 Prozent zu niedrig liegt.
Von den Allzeithochs, die die meisten Altcoins während des Bull Runs von 2017 erreichten, ist die große Mehrheit noch weit entfernt. Während Bitcoin nur rund 55 Prozent von seinem Allzeithoch bei annähernd 20.000 USD entfernt ist, liegen die Altcoins deutlich dahinter. Selbst Ethereum (ETH) ist von diesem Trend nicht verschont geblieben und liegt rund 85 Prozent hinter seinem Allzeithoch von ehemals 1.448 USD.
Laut dem Forschungsunternehmen Blockfyre ist Ethereum (ETH) damit „deutlich unterbewertet“. Blockfyre veröffentlichte gestern eine Analyse, die dies anhand von vier Schlüsselkennzahlen des Ethereum-Ökosystems festmacht: die Aktivität der Entwickler, dem Gasverbrauch, den Guthaben der Miner und dem Durchschnittsalter der Investitionen. Wie das Analyse-Unternehmen erklärt, ist der positive Trend bei allen vier Kennzahlen ein starkes Argument dafür, dass Ether (ETH) zum aktuellen Preis bei rund 200 USD unterbewertet ist und auf einen Preisanstieg zusteuern könnte.
Wie Blockfyre feststellt, haben die Ethereum Stiftung und ihre Entwickler die Entwicklungsaktivitäten für das Netzwerk seit 2014 stetig gesteigert, unabhängig davon, wie hoch der Preis war. Laut dem Analyse-Unternehmen deutet dies auf die Gesundheit des Netzwerks und das große Potenzial des Netzwerks hin.

Ein weiterer Grund, um bullisch in Hinblick auf Ethereum zu sein, besteht laut Blockfyre in der Metrik des „Alters der investierten Dollar“. Hieran lässt sich ablesen, wie lange ETH an seiner Adresse verblieben ist, ohne bewegt zu werden. Seit 2018 ist diese Kennzahl ständig gestiegen und hat zuletzt immer wieder Allzeithochs gezeichnet. Laut Blockfyre zeigt dies, dass Investoren es vorziehen, bei dem aktuellen Preis ETH zu akkumulieren und zu halten.

Für die Gesundheit und die wachsende Adaption des Ethereum Netzwerks spricht auch die verbrauchte Menge an Gas. Die Menge nimmt beständig zu und erreicht im Moment neue Höchststände.

Noch interessanter sind laut Blockfyre aber die ETH Bestände der Miner des Ethereum Netzwerks. Diese steigen ebenfalls kontinuierlich an, was darauf hindeutet, dass „selbst Miner, die ihre Mining-Vergütungen verkaufen müssen, um ihre Ausgaben zu decken, es vorziehen, auf dem aktuellen Preisniveau [ETH] zu halten“.

Experten sind sich einig: Ethereum ist unterbewertet
Aktuell teilt nicht nur Blockfyre die Meinung, dass Ethereum (ETH) unterbewertet ist. Auch der Gründer von Mythos Capital, Ryan Sean Adams, teilte diese Einschätzung vorgestern unabhängig von Blockfyre. In einem Blogbeitrag beschrieb Adams, dass der ETH Preis mindestens 50 Prozent zulegen könnte, wenn die historische Korrelation zwischen dem Preis und den Transaktionsgebühren weiterhin Bestand hat.
Zur Untermauerung seiner These teilte Adams eine Grafik, wonach der Preis von Ether in den letzten vier Jahren eng mit den Transaktionsgebühren, die Ethereum Nutzer für die Abwicklung ihrer Transaktionen bezahlen, korrelierte. Aufgrund der verstärkten Marktaktivität, den Rekordvolumina von Stablecoins, insbesondere Tether (USDT) und den Smart Contracts für beispielsweise DeFi-Anwendungen sind die Gebühren in den letzten Wochen in die Höhe geschossen. Hingegen stagnierte der Preis von Ethereum (ETH). Wenn die historische Beziehung hält, ist ETH bereit, mindestens 50 Prozent zuzulegen, so Adams.
Neben Adams und Blockfyre haben sich zuletzt auch Santiment und Skew bullisch zu Ethereum geäußert. Su Zhu, CEO von Three Arrow Capital sprach von einem bevorstehenden Supply Schock, der durch das Upgrade auf den Proof of Stake ausgelöst wird. Diese Ansicht teilte auch Adam Cochran, der ehemalige Marketingleiter von Dogecoin. Er erklärte, dass Ethereum 2.0 der Motor eines beispiellosen „wirtschaftlichen Wandels“ sein wird, sobald es auf den Markt kommt.

