- Nike hat ein Patent zur Tokenisierung von Sneakern auf der Ethereum Blockchain erhalten.
- Der Schuhhersteller nutzt den ERC721 Standard, um die Echtheit der Sneaker zu authentifizieren.
Der Schuhhersteller Nike hat gestern ein Patent zum Schutz eines Sneaker-Tokenisierungssystems erhalten, das auf der Ethereum Blockchain basieren wird und nicht-fungible Token (NFTs) verwendet. Wie es in der Patentanmeldung heißt, wird Ethereum genutzt, um digitale Assets mit dem physischen Produkt, den Sneakern, zu verknüpfen. Das gestern veröffentlichte Patent wurde ursprünglich im Mai 2018 von Nike bei dem US Patentamt eingereicht, etwa zeitgleich mit der Anmeldung der Marke „Cryptokicks“.
In dem Dokument, welches auf der Webseite des U.S. Patent and Trademark Office am 10. Dezember veröffentlicht wurde, heißt es, dass Nike die ERC721 oder ERC1155 Standards von Ethereum nutzen wird, um NFTs zur Authentifizierung der Sneaker zu erstellen. Diese können durch den Kauf freigeschaltet werden, indem ein 10-stelliger Schuhidentifikationscode mit dem Besitzeridentifikationscode verknüpft wird. Anschließend dient der ETH Token dem Besitzer des Sneakerpaars als Echtheitszertifikat, wie es in dem Dokument heißt (frei übersetzt):
Der Kauf eines Paares authentischer Schuhe kann ein entsprechendes kryptographisches Digital Asset aktivieren oder freischalten [….] Zum Beispiel kann ein Ethereum ERC 721 oder ERC1155 Token zur Authentifizierung und Verarbeitung eines physischen Schuhs und ein zweiter Token zum Zugriff und Austausch eines digitalen Schuhs gewährt werden.
Ethereum Blockchain beweist die Echtheit von limitierten Nike’s
Scheinbar möchte Nike damit den Verkauf von gefälschten Sneakern eindämmen. Einige limitierte Modelle von Nike werden zu goldenen Preisen auf dem Second-Hand-Markt gehandelt. Durch die Verknüpfung des Sneakers mit dem Token kann das Eigentum an dem ETH Token, neben dem physischen Produkt, beim Verkauf der gebrauchten Sneaker weitergegeben werden. Die Verwaltung des NFT wird über eine von Nike entwickelte App realisiert. Die Tokenisierung könnte somit effektiv zur Bekämpfung von Fälschungen eingesetzt werden, wie die Patentanmeldung beschreibt:
Potenzielle und derzeitige Eigentümer [….] können digitale Assets über ein oder mehrere Blockchain-Ledger kaufen und verkaufen, die auf dem dezentralen Computersystem betrieben werden. […] Ein Benutzer kann ein neues Paar sehr gefragter Turnschuhe von einem verifizierten Anbieter kaufen, der authentifizierte Datensätze für die Turnschuhe bereitstellen kann. Nach Erhalt der Schuhschachtel mit den gekauften Sneakers scannt der Benutzer die Box UPC mit einer Barcode-Scan-Funktion in einer Sneakers-App, die auf dem Smartphone des Benutzers funktioniert.
Der ERC-721 Standard wurde bereits von CryptoKitties genutzt und ermöglicht die Abbildung von weiteren Eigenschaften des Schuhs. So sollen spezifische Attribute des Schuhs wie z.B. die Farben und der Stil hinterlegt werden.
Das Projekt befindet sich jedoch noch im Patentstadium. Dementsprechend gibt es keine Garantie dafür, dass Nike das „Cryptokicks“-Projekt jemals auf den Markt bringen wird. Dennoch zeigt es, dass Ethereum weiterhin die bevorzugte Blockchain für große Unternehmen weltweit ist, um eben jene zu erforschen.
Zuletzt wurde bekannt, dass Microsoft die Ethereum Blockchain nutzt, wie CNF berichtete. Der Software-Riese hat mit dem Enjin (ENJ) Projekt ein Blockchain-basiertes Belohnungsprogramm für Microsoft Azure entwickelt. Mitglieder der Azure Community können digitale Sammlerstücke (NFTs) durch die Beteiligung an dem Open-Source Bereich von Azure verdienen.
Der Ethereum Kurs folgt, wie über die letzten Tage bereits, dem allgemeinen Markttrend. Zum Redaktionszeitpunkt lag ETH bei rund 146 USD und bewegte sich somit weiterhin seitwärts.
Folge uns auf Facebook und Twitter und verpasse keine brandheißen Neuigkeiten mehr! Gefällt dir unsere Kursübersicht.

