- Yoshitaka Kitao, CEO der SBI Holding und Vorstandsmitglied von Ripple, hat vorgeschlagen, dass Ripple neben Finanzinstituten auch multinationale Unternehmen aus der Supply Chain als Partner anstreben sollte.
- Laut Kitao könnte die Anzahl der grenzüberschreitenden Zahlungen dadurch exponentiell steigen.
Der japanische Finanzriese SBI Holdings gehört bekanntlich zu den größten Unterstützern von Ripple und hat nun einen neuen Weg vorgeschlagen, um das Wachstum von Ripple exponentiell zu beschleunigen. Im Rahmen des Joint Venture von SBI Holdings und Ripple, SBI Ripple Asia, stellen beide Unternehmen bisher Finanzinstituten und Anbietern von Überweisungstransfers in Asien eine XRP basierte Zahlungsplattform namens MoneyTap zur Verfügung. Die Anwendung soll potenziell von 61 japanischen Banken genutzt werden, die mehr als 80 % des gesamten japanischen Bankguthabens repräsentieren.
Im Rahmen einer Telefonkonferenz der SBI Gruppe hat Yoshitaka Kitao, CEO der SBI Holding, nun vorgeschlagen, dass Ripple nicht nur Finanzinstitute als Partner anstreben sollte. Stattdessen schlug er vor, dass Ripple auch andere multinationale Unternehmen aus der Supply Chain mit seiner Technologie antreiben könnte. In Hinblick auf die COVID-19-Pandemie erklärte Kitao, der seit April 2019 auch Vorstandsmitglied von Ripple ist, dass seine Anwälte an der nächsten Vorstandssitzung von Ripple teilnehmen werden.
Diese werden während der Sitzung, so Kitao, die Idee einbringen, dass Ripple neue Partnerschaften mit multinationalen Unternehmen wie Big Shosha, einem japanischen Handelsunternehmen, eingehen sollte. Mit Blick auf den Umgang Japans mit dem Coronavirus sagte Kitao, dass einerseits der Einsatz der Blockchain-Technologie in der Supply Chain ein dringliches Thema sei, andererseits die Transaktionszahl durch diesen anderen Anwendungsfall jenseits der Finanzindustrie exponentiell wachsen könnte:
Durch die Aufnahme von multinationalen Unternehmen in das Ripple Netzwerk und nicht nur von Finanzinstituten können wir erwarten, dass [die Zahl der grenzüberschreitenden Zahlungen]exponentiell wachsen wird.
SBI Holding baut weiter auf Ripple
In der Präsentation der Finanzergebnisse der SBI Holding verwies der japanische Finanzriese auch darauf, dass die Zusammenarbeit mit Ripple im Rahmen des Projekts SBI Remit weiter ausgebaut wird, um grenzüberschreitende Zahlungen zu vereinfachen:
Beginn der Bereitstellung eines internationalen Überweisungsdienstes von SBI Remit, um einen äußerst bequemen internationalen Überweisungsdienst unter Verwendung der Distributed Ledger-Technologie von Ripple, Inc. für ausländische Einwohner in der Präfektur bereitzustellen.
Im Januar 2019 schloss die SBI Holding allerdings auch eine Kooperation mit dem Ripple Konkurrenten R3 Corda. Der Finanzdienstleistungsriese und das Blockchain-Konsortium R3 haben ein Joint Venture gegründet, um die Adaption der Corda Plattform von R3 in Japan und darüber hinaus zu fördern. Diesbezüglich hieß es in der Präsentation der Finanzergebnisse, dass SBI durch die beiden Kooperationen mit R3 Corda und Ripple in einer guten Position ist, um zum „De-facto-Standard der nächsten Generation“ zu werden:
Die SBI Gruppe kann der De-facto-Standard der nächsten Generation sein – durch die vertiefte Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Unternehmen R3 und Ripple im Rahmen von Investments und Joint Venture-Gründungen.

