- BlackRock-CEO Larry Fink erklärte, dass die wachsende Popularität von Bitcoin eine Bedrohung für den Status des US-Dollars als globale Leitwährung darstellt.
- Fink gab weiter an, dass Bitcoin aktuell mit über 600.000 Suchen das beliebteste Keyword auf der Website von BlackRock ist.
Die wachsende Popularität von Bitcoin bedroht den Status des US-Dollars als globale Leitwährung, wie Larry Fink, CEO von BlackRock. In seiner Rede bei einer kürzlich abgehaltenen virtuellen Veranstaltung verriet Fink außerdem, dass Bitcoin auf dem Radar seines Unternehmens präsent ist und zu einem globalen Markt werden könnte.
Fink sprach zu den Teilnehmern des digitalen Symposiums der „Council on Foreign Relations“. Der Investitions-Titan sprach an der Seite von Mark Carney, dem ehemaligen Gouverneur der Bank of England.
CEO of Blackrock Larry Fink discussing #bitcoin with Mark Carney@PrestonPysh @100trillionUSD @RaoulGMI @DTAPCAP pic.twitter.com/aMQYOXdF4M
— Andrewstotle (@Andrewstotle) December 2, 2020
Zu den Folgen des anhaltenden Anstiegs der Popularität und des Kurses von Bitcoin in Bezug auf den US-Dollar erklärte Fink:
Eine digitale Währung zu besitzen hat einen realen Einfluss auf den US-Dollar. Die digitale Währung lässt die Notwendigkeit des US-Dollars an Bedeutung verlieren. Und ich spreche nicht von Amerika, ich spreche von internationalen Besitzern von Assets auf Dollar-Basis.
Der US-Dollar ist nach wie vor die weltweit führende Leitwährung. Nach Angaben des IWF macht der USD über 60% aller bekannten Devisenreserven der Zentralbanken aus. Gegenwärtig werden 65 % aller US-Dollar außerhalb der USA verwendet, und 80% aller Handelsfinanzierungsgeschäfte mittels des US-Dollars getätigt.
Fink ist der Ansicht, dass der Aufstieg von Bitcoin ein Ende dieser USD-Dominanz signalisieren könnte. Er stellte die folgende Frage:
Ändert sie (die digitale Währung) die Notwendigkeit des Dollars als Leitwährung, wenn es eine echte digitale Währung gäbe, die von den auf dem Dollar basierenden Assets separiert wäre?
6 Billionen-Dollar-Riese befürwortet Bitcoin
Fink enthüllte weiter, dass BlackRock-Investoren eine große Neugierde auf Bitcoin entwickelt haben. Die digitale Währung hatte die meisten Zugriffe auf der BlackRock-Website, bereits weit vor COVID-19. Bitcoin hatte 600.000 Zugriffe, wobei „COVID-19“ und „Geldpolitik“ jeweils nur 3.000 Zugriffe verzeichneten. „Was dir zeigt, dass Bitcoin die Aufmerksamkeit und die Vorstellungskraft vieler Menschen erregt hat“, konstatierte der CEO von BlackRock.
Fink, der einer der angesehensten Manager der Welt ist, ist überzeugt, dass Bitcoin zu einem globalen Markt heranwachsen kann. Der 68-Jährige ist Mitbegründer von BlackRock, dem weltweit größten Geldmanagement-Unternehmen. Nachdem er das Unternehmen 1988 gegründet hatte, hat er es zu einem globalen Giganten mit einem verwalteten Vermögen von fast 7 Billionen Dollar ausgebaut. In Bezug auf Bitcoin führte er aber auch aus:
Kann sich Bitcoin zu einem globalen Markt entwickeln? Möglicherweise. Bitcoin ist noch immer unerprobt und ein ziemlich kleiner Markt im Vergleich zu anderen Märkten. Man sieht jeden Tag diese großen Riesenbewegungen. Es ist ein dünner Markt.
Finks Aussagen kommen nur wenige Tage nachdem BlackRock’s Chief Investment Officer Rick Rieder in einem Interview sagte, dass „Bitcoin hier ist, um zu bleiben„. Rieder erklärte gegenüber CNBC, dass Millennials weiterhin digitale Zahlungen und damit auch Bitcoin begrüßen würden.
Wow. BlackRock CIO of Fixed Income Rick Rieder talking about Bitcoin replacing gold on CNBC this morning. pic.twitter.com/9KZR0muJVp
— Pomp 🌪 (@APompliano) November 20, 2020
Rieder lehnte es aber ab, sich dazu zu äußern, ob der Preis von Bitcoin gerechtfertigt sei. Er erklärte jedoch, dass Bitcoin den Platz von Gold einnehmen könne, da es „einen dauerhaften Mechanismus [darstellt], der viel funktioneller ist, als ein Goldbarren“.

