- Muir Glacier, der neunte Hard Fork von Ethereum, wird voraussichtlich am 02. Januar 2020 aktiviert.
- Wenige Tage vor dem Upgrade haben bisher nur sehr wenige Börsen ihre Unterstützung vermeldet.
Der Ethereum Muir Glacier Hard Fork ist nur noch 2 Tage und wenige Stunden entfernt. Das Upgrade wird voraussichtlich am Donnerstag, den 2. Januar 2020 um 9:05 AM (UTC) aktiviert. Wie die Daten von ethernodes.org zeigen, sind zum Redaktionszeitpunkt bei diesem Hard Fork zwar schon zwei Drittel aller Nodes auf die neue Client-Software aktualisiert. Allerdings haben bisher nur wenige Börsen die Unterstützung für Muir Glacier signalisiert.
Unterstützung durch Krypto-Börsen steht noch aus
Im Gegensatz zu Istanbul, als die Node-Betreiber nur sehr langsam ihre Software aktualisierten, sind diese für Muir Glacier bereits sehr weit vorangeschritten. Laut Ethernodes haben 70% aller Geth Clients, 56% aller Parity Clients und 92% aller Nethermind Clients, insgesamt 2.131 von 3.163 Nodes bereits eine Muir Glacier kompatible Version installiert.
Anders sieht es dagegen bei den Kryptowährungsbörsen aus. Die einzigen beiden Kryptowährungsbörsen, die zum Zeitpunkt des Schreibens bereit für Muir Galcier waren, sind Bittrex und Bitso. Wichtige Börsen, wie Binance, Coinbase, Kraken, Bithumb, Huobi, Poloniex, Gemini und Bitfinex haben hingegen noch keine Stellungnahme zu dem neuesten Upgrade des Ethereum Netzwerks veröffentlicht.
Zwar scheint die Unterstützung vermutlich nur eine Formsache zu sein, allerdings spiegelt der aktuelle Stand die Kritik aus der Ethereum Community wider. Zahlreiche Mitglieder haben sich über den Zeitpunkt des Upgrades beschwert, da über den Jahreswechsel weniger Entwickler aktiv sind, um das Upgrade zu begleiten. Ebenso scheinen die Kryptowährungsbörsen mit dem Zeitpunkt etwas überfordert, sodass abzuwarten bleibt, ob alle Börsen die Umstellung rechtzeitig schaffen werden.
Auch die Infrastrukuranbieter von Ethereum sind noch nicht komplett „Muir Glacier-ready“. Während sechs Anbieter: Etherchain, Infur, Etherscan, MyEtherWallet, MetaMask und Alethio bereit sind, haben MyCrypto, Blockscout und QuickNode noch keine Informationen zur Unterstützung veröffentlicht. Samson Mow, CSO von Blockstream, kommentierte das Thema durch einen zynischen Tweet:
Glad that everyone is ready for the #Ethereum hard-fork on New Year’s Day. 😂 pic.twitter.com/UNWiacA6MQ
— Samson Mow (@Excellion) December 29, 2019
Muir Glacier ist ein Notfall-Fork
Nachdem Istanbul erst vor wenigen Wochen aktiviert wurde, steht bereits der neunte Ethereum Hard Fork vor der Tür. Muir Glacier ist sozusagen ein Notfall-Hard Fork, welcher die Difficulty Bomb um 4 Millionen Blöcke, umgerechnet rund 1,7 Jahre verzögern wird. Der Vorschlag wurde Ende November erstmals mit EIP 2384 veröffentlicht und später durch James Hancock mit EIP 2387 konkretisiert.
Wie sich erst nach Istanbul zeigte, trat Die Difficulty Bomb früher als erwartet ein. Die durchschnittlichen Blockzeiten stiegen innerhalb des letzten Monats um fast zwei Sekunden an. Wie CNF berichtete, waren ab Mitte Dezember die Auswirkungen der Difficulty Bomb zu spüren. Sowohl die durchschnittliche Blockzeit, als auch die Mining Difficulty stiegen deutlich an.
Die Blockzeit ist seit Anfang November kontinuierlich gestiegen, wobei insbesondere am 14. Dezember ein deutlicher Anstieg zu beobachten war. Während die durchschnittliche Blockzeit von März 2019 bis Ende Oktober bei rund 13 Sekunden lag, ist sie aktuell auf über 17 Sekunden gestiegen.
Ungeachtet der Umstellungsprobleme gehört der Ethereum Kurs innerhalb der letzten 24 Stunden zu den größten Gewinnern am Kryptowährungsmarkt. ETH verzeichnete zum Redaktionszeitpunkt einen Kursanstieg von rund 5%.
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