- Instagram will zunächst auf Polygon und Ethereum geprägte NFTs unterstützen und in einer späteren Phase auch weitere Blockchains.
- Für Instagram Storys sind auch Augmented Reality NFTs durch SparkAR geplant.
Die Facebook-Holding Meta Inc (NASDAQ: FB) ist bereit, in die Welt der nicht-fungiblen Token einzusteigen. Nach den neuesten Entwicklungen hat Meta eine Partnerschaft mit der Ethereum Layer-Two-Skalierungsplattform Polygon geschlossen, um NFTs auf Instagram zu betreiben.
Das erste NFT-Set soll in dieser Woche auf Instagram erscheinen. Das Unternehmen verriet dies in dem jüngsten Video, das von Meta- und Facebook-Chef Mark Zuckerberg gepostet wurde. Er ef äußerte sich in einem Interview mit Tom Bilyeu, in dem er ausführlich über das Web3, NFTs und das Metaverse spricht.
Man wolle die NFTs zunächst über Instagram testen, anschließend sollen die getesteten Funktionen auf Facebook und andere Produkte übertragen werden. Zuckerberg brachte auch die Erstellung von Augmented-Reality-NFTs für Instagram-Stories durch SparkAR zur Sprache, auch in dieser Hinsicht gebe es Pläne. SparkAr ist eine AR-Effektsoftware der gleichnamigen Firme, die im Besitz von Meta ist.
Mehr zum Thema: Mark Zuckerberg plant NFTs auf Instagram
Instagram will NFT-Produzenten und MFT-Sammlern ihre Krypto-Wallets verknüpfen lassen, um verifizierte Sammlerstücke anzeigbar zu machen. Die Funktion soll zunächst nur in den Vereinigten Staaten verfügbar sein. Der Chef von Instagram, Adam Mosseri, äußerte sich dazu:
„Wir wollen klein anfangen und von der Community lernen. Bei Web3 geht es darum, Vertrauen aufzubauen und Macht zu diversifizieren, aber Instagram ist im Grunde eine zentralisierte Plattform, daher gibt es Spannungen. Diese Woche beginnen wir damit, digitale Sammlerstücke mit einer Handvoll US-amerikanischer Kreativer und Sammler zu testen, die NFTs auf Instagram teilen können. Für das Posten oder Teilen eines NFTs werden keine Gebühren anfallen.“
Ausweitung der NFTs auf weitere Blockchains
Derzeit unterstützt Instagram NFTs, die auf Polygon und Ethereum aufsetzen. Das Unternehmen plant jedoch, bals auch andere Blockchain-Netzwerke wie Flow und Solana einzubeziehen. Zu den kompatiblen Wallets gehören Rainbow, MetaMask und TrustWallet. Andere werden sehr bald folgen: Coinbase Wallet, Dapper Wallet und Phantom.
Meta teilte mit, dass NFTs, die auf Instagram angezeigt werden, mit einem charakteristischen Schimmereffekt versehen werden. Dadurch heben sie sich visuell von den standardmäßig geteilten Fotos und Bildern ab. Außerdem sollen die NFTs sowohl dem Produzenten als auch dem Sammler zugeordnet werden können. Für seine NFT-Initiative arbeitet Meta mit bekannten Urhebern wie Jen Stark und Gary Vaynerchuk zusammen.
NFTs sind nichts anderes als digitale Quittungen auf Blockchain-Basis, die das Eigentum an einem Gegenstand belegen. NFT-Verkäufe waren 2021 sprunghaft angestiegen. Laut Daten von Chainalysis gab es einen NFT-Umsatz von 41 Milliarden Dollar. Diese Größenordnung veranlasst immer mehr Unternehmen zu Experimenten, um herauszufinden, ob und wie sich NFTs für den eigenen Betrieb nutzen lassen.
Anfang dieses Jahres hatte Twitter den Besitz von NFT-Profilbildern für Twitter Blue-Kunden erlaubt. Meta hat für seinen Krypto-Einstieg viel Kritik erfahren. Das Unternehmen hatte jedoch vermutlich gar keine andere Alternative. Im Gespräch mit The Defiant sagte beispielsweise SuperRare-Gründer John Crain:
„Das ist ein klarer Fall. Ihr ursprüngliches Geschäftsmodell beruht darauf, dass Kreative ihre Inhalte nicht direkt vermarkten können, und NFTs haben das komplett verändert. Sie befinden sich in einer Situation, in der es heißt: innovativ sein oder obsolet werden.“

