- Laut Charles Hoskinson ist das Proof of Stake (PoS) Protokoll von Cardano sicherer und dezentralisierter als der Proof of Work (PoW) von Bitcoin.
- In einem neuen Whiteboard Video griff Hoskinson die Bitcoin-Maximalisten Jimmy Song und Tone Vays an und widerlegte deren Argumente.
In einem seiner berüchtigten Whiteboard-Videos hat sich Charles Hoskinson, CEO von IOHK und Erfinder von Cardano zu dem Thema Dezentralisierung geäußert und nahm dabei unmittelbar Bezug auf die bekannten „Bitcoin-Maximalisten“ Jimmy Song und Tone Vays. Zu Beginn eruierte Hoskinson dabei den Grad der Dezentralisierung von Bitcoin und stellte dabei diverse Probleme fest.
Wie Hoskinson beschrieb, ist die Möglichkeit Bitcoin Mining zu betreiben vom Zugang zu ASICs abhängig, da die Hersteller einen wesentlichen Einfluss auf die Distribution haben. Darüber hinaus identifizierte Hoskinson auch die Stromkosten als ein Problem. So profitieren Miner in Ländern, in denen die Kosten für Strom niedriger sind, „teure Länder“ sind praktisch ausgeschlossen vom Mining.
Hinzu kommt, dass Unternehmen mit politischem Einfluss günstigeren Strom in einem Land erhalten können, wodurch die Politik einen direkten Einfluss auf das Mining- und Bitcoin-Ökosystem ausüben kann. Letztlich entsteht eine „Economy of Scale“, bei der größere Akteure die kleineren Teilnehmer des Ökosystems vertreiben, so Hoskinson.
Sie haben also Leute wie Jimmy [Song] und Tone [Vays], die sagen, dass Bitcoin sooo dezentralisiert ist. Bitcoin ist das Beste in der ganzen weiten Welt, das Mining ist der einzige Weg und die Wahrheit. ‚Übrigens, können Sie auch mitmachen. Bitcoin ist so dezentralisiert‘. Aber ich sage, die Leute, die das System unterhalten, sie leben außerhalb des Systems, sie verbrauchen eine maßgeschneiderte Ressource, die privat patentiert ist, sie profitieren enorm vom Strompreis und sie müssen viel Geld haben, um teilnehmen zu können. Das klingt für mich nicht nach einem dezentralisierten System.
Cardano’s Proof of Stake ist sicherer und dezentraler als Bitcoins PoW
Der Proof of Stake braucht hingegen eine andere Ressource, als ASICs, den nativen Token ADA. Im Gegensatz zu Bitcoin ist es daher Energiekosten-unabhängig. Egal, wie viel Strom in einem Land kostet, ein ADA hat immer denselben Wert innerhalb des Ökosystems. Zudem, wie Hoskinson betont, benötigt Cardano auch nicht den Zugang zu einer privat patentierten Ressource. Vielmehr ist Cardano’s Proof of Stake vergleichbar mit den frühen Tagen von Bitcoin:
[…] Was mir irgendwie wie die CPUs und GPUs erscheint, richtig? Es existiert auf einer Börse und jeder kann es kaufen.
Zudem gibt es laut Hoskinson auch keine „Economy of Scale“, da IOHK das Protokoll derart konstruiert hat, dass es linear skaliert und keine großen Inhaber bevorzugt. Des Weiteren wird das Netzwerk mit steigendem ADA Preis wachsen und damit dezentralisierter werden. Alle Argumente, die Sony und Vays vorbringen, sind nicht belegbar, so Hoskinson:
Dann ist Jimmys Argument, dass es nur eine Signatur ist, es gibt keine Sicherheit. Ich schätze, er versteht nichts von dem, was wir in unseren Papieren getan haben. Ich würde ihn ermutigen, dass er anfängt, das GKL-Papier zu lesen und uns sagt, was an diesem Modell falsch ist. Ich ermutige ihn uns zu sagen, was an dem Ouroboros Paper und dem Modell falsch ist. […]
Man kann es nicht zurückrollen, man hat Endgültigkeit über die Zeit, man kann von Genesis booten, genau wie Bitcoin es kann, die Betriebsumgebung ist eine semisynchrone Umgebung, genau wie es die Umgebung von Bitcoin auch ist. Es gibt detaillierte Sicherheitsbelege, warum das System funktioniert und warum der Zustand des Systems sicher ist.
Wie Hoskinson feststellt, ist das Proof of Stake System so lange sicher, wie keine einzelne Entität 50% plus 1 aller ADA besitzt. Und selbst dann wäre es im Interesse der Entität, dass das System funktioniert, da es einen finanziellen Anreiz gibt.
Dies, so Hoskinson, fehlt Bitcoin, weshalb der Proof of Stake auch sicherer ist, da Bitcoin Miner nicht zwangsweise einen finanziellen Anreiz für eine einzige Blockchain haben. Im Falles eines Chain-Splits bei Bitcoin können Miner sogar davon profitieren, wie der Erfinder von Cardano beschreibt:
Wenn diese beiden Chains den gleichen Preis erzielen, relativ den gleichen Preis, dann hat man unter der Annahme, dass Märkte existieren, wenn man genug von dieser Sicherheitsressource [den ASICs]hat, tatsächlich einen Anreiz, eine der Chains zu zerstören. Warum? Weil man mit dem Abbau von Chain 2 genauso viel Geld verdienen kann wie mit Chain 1. Es gibt also kein Interesse an der Ressource, um die jeweilige Sache zu schützen, die sie schützen. […] wobei in einem Proof-of-Stake-System Ihre ADA nur mit Cardano funktionieren.

