- Die Anwälte von Craig Wright haben in einem Interview bestätigt, dass er die Bitcoin Schlüssel zum Tulip Trust (noch) nicht erhalten hat.
- Im Rechtsstreit wurde vom Gericht festgelegt, dass die Kleiman Anwälte sieben Fragen zum „Kurier unter Zollverschluss“ an Wright stellen dürfen.
Der Fall Craig Wright gegen die Erben von David Kleiman bleibt weiter undurchsichtig und von Widersprüchen geprägt. Erst vor wenigen Tagen erklärten die Anwälte des selbsternannten Bitcoin Erfinder Craig Wright in einem Schreiben an das Gericht, dass Wright den „Schlüsselanteil“ erhalten habe, der ihm den Zugang zu den Satoshi Bitcoin ermöglichen würde. In Dokument hieß es (frei übersetzt):
Dr. Wright teilt dem Gericht mit, dass eine dritte Partei die notwendigen Informationen und den Schlüsselabschnitt zum Entsperren der verschlüsselten Datei zur Verfügung gestellt hat, und Dr. Wright hat eine Liste seiner Bitcoin-Bestände, wie vom Magistrate Judge angeordnet, heute den Klägern vorgelegt.
Nun haben die Anwälte von Wright auf Anfrage durch Decrypt mitgeteilt, dass er die privaten Schlüssel noch nicht besitzt und dies auch nie behauptet hat. Laut Andres Rivero, einem Anwalt von Wright, enthielten die zuletzt von Wright vorgelegten Dokumente nicht die privaten Schlüssel. Allerdings so Rivero, rechnet Wright weiterhin damit, dass die Schlüssel zu einem späteren Zeitpunkt durch den Kurier gebracht werden. Einzelheiten darüber, wann die Schlüssel eintreffen werden und wer die einzelnen Schlüsselteile besitzt, wollte Rivero aber nicht nennen.
Weiterhin verlautbarte Rivero, dass sich die Rechtslage zugunsten seines Mandanten gedreht hat. Während das Urteil vom August 2019 noch besagte, dass Wright die Hälfte seiner Bitcoins an die Erben von David Kleiman überreichen muss, liegt die Beweislast jetzt auf Seiten der Kleimans. Diese müssen beweisen, dass Kleiman ein Partner von Wright war und die Erben aufgrund dessen einen Anspruch haben. Rivero erklärte dem Nachrichtenportal:
Das Kritische an dem Urteil ist, dass es uns erlaubt, vor Gericht zu gehen, um zu beweisen, dass keine Partnerschaft existierte. Das vorherige Urteil des Magistratsrichters, das aufgehoben wurde, bestimmt den Sachverhalt des Falles. Ein Bezirksrichter hat diese Urteile aufgehoben und diese Fragen nun den Geschworenen offen gelassen.
Wir sind zu jedem gegangen, den wir finden konnten, der ein enger Freund oder Partner von David Kleiman war, wir haben ihre beeidigte Aussage aufgenommen und niemand bestätigt Ira Kleimans Version, dass David Kleiman der Miterfinder von Bitcoin war.
Diese Aussagen stehen wieder einmal im Widerspruch zu früheren Aussagen von Wright. Noch vor kurzem hieß es aus dem Lager von Wright, dass Kleiman den Tulip Trust aufgesetzt hat, um die gemeinsam abgebauten Bitcoins zu verwahren. Die Begründung von Wright war stets, dass er deshalb nicht weiß, wann der Kurier mit den fehlenden Schlüsselteilen des Tulip Trusts erscheint.
Neue Entwicklung im Rechtsstreit
In den vergangenen Tagen sind wieder einige Dokumente produziert wurden. Die größte Neuigkeit besteht darin, dass der Antrag der Kleimans auf Verlängerung der Vorverhandlungsfristen um 90 Tage und auf Fortsetzung des Verhandlungstermins genehmigt wurde. Außerdem dürfen die Anwälte von Ira Kleiman genau sieben Fragen an Wright zum „Kurier unter Zollverschluss“ stellen.
Der neue Zeitplan sieht vor, dass bis zum 15. Juni 2020 beide Parteien eine Vorverhandlungsbestimmung gemäß Local Rule 16.1(e), eine vorgeschlagene Anweisung der Jury und ein Urteilsformular oder vorgeschlagene Tatsachenfeststellungen einreichen müssen.
https://twitter.com/MyLegacyKit/status/1217866631671664642
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