- Ira Kleimans Rechtsbeistand hat beim Gericht ein Dokument eingereicht, in dem dieser Sanktionen gegen Craig Wright beantragt, weil er falsche Bitcoin Adressen als Beweismittel einreichte.
- Das Schreiben fordert auch Sanktionen gegen Wright wegen vermeintlich falscher Aussagen bezüglich des berüchtigten Tulip Trusts.
In einem Dokument, das von Ira Kleimans Rechtsbeistand beim Southern District Court of Florida eingereicht wurde, beantragt dieser Sanktionen gegen den selbsternannten Erfinder von Bitcoin, Wright. Das Dokument wurde am 5. Mai dieses Jahres eingereicht, in Übereinstimmung mit dem von Richterin Beth Bloom festgelegten Zeitplan für den Beginn der Vorbereitungen für den Prozess Wright gegen Kleiman.
Zuvor wurden die Parteien darüber informiert, dass alle Anträge im Vorfeld des Verfahrens bis zum 8. Mai 2020 eingereicht werden müssen. In dem neuen Dokument wird um eine Verlängerung der Frist für die Einreichung der Dokumente um 10 Tage gebeten.
Das Geheimnis des Kurier und die gefälschten Adressen
Dem Dokument zufolge beantragt die Rechtsvertretung des Bruders des ehemaligen Partners von Wright, Ira Kleiman, aus folgenden Gründen eine Sanktionierung von Wright:
Die Kläger beabsichtigen, einen Antrag auf Sanktionen aufgrund des Verhaltens des Beklagten in diesem Verfahren zu stellen. Dieser Antrag wird unter anderem die Bereitstellung einer falschen Mitteilung und einer falschen Liste von Bitcoin Adressen durch den Beklagten als Antwort auf die Anordnung dieses Gerichts beinhalten, die es ihm erlaubt, „bis einschließlich 3. Februar 2020 beim Gericht eine Mitteilung einzureichen, die angibt, ob diese mysteriöse Figur aus dem Schatten aufgetaucht ist oder nicht und ob der Beklagte jetzt Zugang zu dem letzten Schlüssel hat, das zum Entsperren der verschlüsselten Datei [Tulip Trust] benötigt wird.
Die Identität des Kuriers, der die Schlüssel zum Tulip Trust bringen sollte, war zu Beginn des Jahres eines der heißen Diskussionsthemen in der Krypto-Community. Der Kurier sollte die Schlüssel liefern, die die Gelder des Erfinders von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, freischalten würden. Nachdem jedoch bekannt wurde, dass es sich bei dem Kurier angeblich um einen Anwalt von Wright handelte, fiel die Tatsache in die Kategorie der dubiosen Behauptungen von Wright.
Crypto News Flash hat die Entwicklung des Falles zwischen Wright und Kleiman genau verfolgt. Der Beginn dieses Rechtsstreits hat seinen Ursprung im Jahr 2018, als Ira Kleiman Wright beschuldigte, geistiges Eigentum von seinem Bruder Dave Kleiman gestohlen zu haben. Angeblich haben Dave und Wright Bitcoin geschürft, nachdem sie die Kryptowährung (Bitcoin) erfunden hatten. Ira zufolge stahl Wright die geschürften Bitcoin seines Bruders. Diese Gelder werden auf rund 500.000 BTC geschätzt, eine Summe, die beim derzeitigen Preis von Bitcoin mehr als eine Milliarde Dollar beträgt.
Da Wright behauptet, der Erfinder von Bitcoin zu sein, muss er dem Gericht die Existenz der Gelder beweisen. Wright behauptet jedoch, dass nach der Erfindung von Bitcoin alle geschürften BTC an ein Wallet geschickt wurden, dessen Private Keys im Tulip Trust aufbewahrt werden. Aufgrund dessen ist Wright angeblich nicht in der Lage, an die Bitcoin heranzukommen. Stattdessen hat er versucht, sich auf das Anwalts-/Mandantengeheimnis zu berufen, um nicht die 11.000 vom Gericht angeforderte Dokumente vorlegen zu müssen.
Plagiatsvorwürfe gegen Craig Wright
Indes gibt es weitere schlechte Nachrichten für Wright. Die Charles Sturt Universität, Wrights Alma Mater, teilte über ihren Twitter-Account mit, dass sie gegen Wright wegen Plagiats seiner Doktorarbeit ermittelt. Mitte April wurden in einem Artikel auf Medium Ausschnitte veröffentlicht, die Wright in seiner Dissertation verwendete, ohne die ursprünglichen Autoren zu nennen. Das Dokument besteht aus 90 Seiten, die laut Paintdfrog „stark“ plagiiert sind. Einige Abschnitte wären Wort für Wort kopiert worden.
Hi everyone. We are aware of the allegations and are investigating them. We won't be commenting further publicly. We respect every student's right to privacy.
— Charles Sturt University (@CharlesSturtUni) May 6, 2020

