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Zwei Monero Mining Pools vereinnahmen 59 Prozent der Hashrate – Diskussion über Zentralisierung

  • Im Monero Netzwerk nehmen derzeit zwei Mining-Pools rund 59 Prozent der gesamten Hashrate ein.
  • In der Monero Community wird über die Ursachen der Mining-Pool Zentralisierung diskutiert.

Seit der Aktivierung von Monero’s RandomX Anfang Dezember 2019 gab es einige kontroverse Diskussionen und Missverständnisse rund um das Upgrade. Allen voran entbrannte eine Debatte, ob das Monero Netzwerk trotz des Anstiegs der Hashrate nach RandomX ausreichend sicher ist. Zwar stieg die Hashrate des XMR Netzwerkes direkt nach der Aktivierung des Upgrades massiv an, allerdings war ein Vergleich des Werts vor und nach RandomX nicht aussagekräftig.

Die Grundregel, dass mit steigender Hashrate auch die Sicherheit des Netzwerkes steigt, konnte aufgrund der verschiedenen Algorithmen nicht angewendet werden. Wie CNF berichtete, muss eine durchschnittliche Hashrate für jeden Miner errechnet werden. Die Argumentation wurde dann schließlich beendet, als eine Core Entwickler von Monero klarstellte, dass mindestens 4 der aktuellen TOP 5 Supercomputer zusammengenommen erforderlich sind, um das Netzwerk zu 51 % anzugreifen.

Zentralisierung durch Mining-Pools?

Nun ist in einem Reddit Thread eine neue Diskussion über die Zentralisierung der Mining-Pools aufgekommen. Ein Nutzer wies darauf hin, dass entgegen der Idee durch RandomX die Zentralisierung durch ASICs zu verhindern, eine Zentralisierung bei den Mining-Pools entstanden ist. Dafür wurden Daten von MineXMR angeführt. Wie diese zeigen, nehmen MineXMR und SupportXMR zusammen rund 59 % der Hashrate des Netzwerkes ein.

Monero Mining Pools

Monero Mining Pools

https://minexmr.com/pools.html

Entsprechend der Zahlen lässt sich darüber diskutieren, ob es in Folge der Aktivierung von RandomX zu einer „anderen Art“ der Zentralisierung gekommen ist, nämlich in Form von Mining Pools. Wie der XMR Contributor jtgrassie jedoch feststellte, sind die Zentralisierung durch ASICs (Hardware) und Pools sehr unterschiedliche Themen. Das Ziel von RandomX war die Zentralisierung durch Hardware zu verhindern. Ein Hersteller von Hardware, Bitmain, sollte nicht die Kontrolle über das Netzwerk erhalten (frei übersetzt):

Zweitens erhöht RandomX die Pool-Zentralisierung nicht, sie hat praktisch nichts damit zu tun. Nur die Miner und ihre Pool-Auswahl tun es. Daher ist der beste Weg, die Pool-Zentralisierung anzugehen, die Miner zu ermutigen, die großen Pools nicht zu nutzen. Es gibt eine Vielzahl kleinerer Pools.

Der Autor des Reddits J-Stood stellte jedoch fest, dass beide Arten der Zentralisierung nicht erstrebenswert sind (frei übersetzt):

Welchen Zweck erfüllt die „Hardware-Dezentralisierung“ ohne die Dezentralisierung des Pools? Wie können Sie erwarten, dass sich Miner (selbstsüchtige Gewinnstrebende) kleineren Pools anschließen, wenn es in ihrem wirtschaftlichen Interesse liegt, sich den größeren und zuverlässigeren anzuschließen?

Gleichzeitig sprechen Beide ein Problem an, welches auch andere Kryptowährungen, sowohl im Bereich des Staking als auch Minings, betrifft. Miner bzw. Staker tendieren im Regelfall dazu größere Pools zu wählen, da sie einerseits meist eine höhere Auszahlungshäufigkeit haben und andererseits zumeist zuverlässiger sind. Selber abbauen, ohne einen Pool, ist zudem auch keine Option, weil es im wirtschaftlichen Eigeninteresse liegt, nach konsistenten und verlässlichen Auszahlungen zu suchen.

Das Problem der „Pool-Zentralisierung“ zeigte sich zuletzt beim Incentivized Shelley Testnetzwerk von Cardano. Anfang Januar waren im Shelley Testnetz 33 Prozent aller gestakten ADA den Top-20 Stake-Pools zugeordnet, was dazu führte, dass die 13 größten Stake-Pools „übersättigt“ waren. Auch hier „vertrauen“ die Staker eher den großen Pools, weil diese für Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen.

Eine Lösung des Problems könnten sowohl bei Monero als auch Cardano somit nur die Miner bzw. Staker selbst sein. Für sie gibt es jedoch das Dilemma der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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