Du möchtest Ripple (XRP) kaufen – schnell, sicher und möglichst günstig? In diesem Ratgeber erfährst Du, welche Krypto-Plattformen 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz am besten geeignet sind. Wir vergleichen die Top 10 XRP-Anbieter in der DACH-Region, erklären den Kaufprozess Schritt für Schritt und geben Tipps zu Gebühren, Wallets und Sicherheit.
Vergleich: Die 10 besten XRP-Plattformen 2025
| Plattform | Typ | Sicherheit | Gebühren | Bedienung | Regulierung | Start |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bitpanda | Broker | ★★★★★ | ★★★☆☆ | ★★★★★ | BaFin-lizenziert | Jetzt starten |
| eToro | Broker | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | ★★★★★ | EU-reguliert (CySEC) | Jetzt starten |
| Coinbase | Börse (Spot) | ★★★★★ | ★★★☆☆ | ★★★★★ | BaFin-lizenziert | Jetzt starten |
| Kraken | Börse (Spot) | ★★★★★ | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | EU-lizenziert (Irland) | Jetzt starten |
| Binance | Börse (Spot) | ★★★★☆ | ★★★★★ | ★★★☆☆ | Keine DE-Lizenz | Jetzt starten |
| Bitvavo | Börse (Spot) | ★★★★☆ | ★★★★★ | ★★★★★ | DNB-registriert (NL) | Jetzt starten |
| Crypto.com | Börse/App | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★★☆ | DNB-registriert (NL) | Jetzt starten |
| Bitstamp | Börse (Spot) | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★★☆ | CSSF-reguliert (Lux) | Jetzt starten |
| Bison | Fintech-App | ★★★★★ | ★★★☆☆ | ★★★★★ | BaFin-lizenziert | Jetzt starten |
| Bitcoin.de | Marktplatz (P2P) | ★★★★☆ | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | BaFin-lizenziert | Jetzt starten |
Ein Broker ermöglicht den direkten XRP-Kauf vom Anbieter. Oft sehr einfache Bedienung, schnelle Abwicklung.
Dafür sind die Gesamtpreise (Spread + Gebühren) meist etwas höher als bei Börsen.
Eine Börse (Spot) vermittelt Kauf und Verkauf zwischen Nutzer:innen über Orderbücher.
Etwas komplexer im Handling, dafür meist günstigere Gebühren und engere Spreads.
Fintech-Apps und Neobroker integrieren Kryptokäufe in Banking-Apps, sehr nutzerfreundlich.
Häufig mit Einschränkungen, z. B. kein externer Krypto-Transfer auf eigene Wallets.
Ein Marktplatz (P2P) wie Bitcoin.de bringt Käufer und Verkäufer direkt zusammen.
Die Abwicklung erfolgt in der Regel per Banküberweisung zwischen den Parteien.
Broker
Börse (Spot)
Fintech-Apps / Neobroker
Marktplatz (P2P)
Broker (DE/AT/CH)

Bitpanda: Der österreichische Krypto-Broker ist in der gesamten DACH-Region verfügbar und seit Ende 2023 auch in Deutschland BaFin-lizenziert. Bitpanda richtet sich sowohl an Einsteiger (einfache Web und App-Oberfläche) als auch an Fortgeschrittene mit der Bitpanda Pro/Fusion Börse.
Einzahlungen sind via SEPA, SOFORT, Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay und PayPal möglich – alle sogar gebührenfrei für den Nutzer. Der XRP-Kauf geht in Sekunden und die Coins lassen sich problemlos auf ein externes Wallet auszahlen. Bitpanda verwahrt Kundenguthaben sicher in Offline-Wallets (Cold Storage). Als deutsches Feature ist sogar eine Sparplan-Funktion verfügbar, um automatisch regelmäßig XRP zu kaufen.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Einzahlung: SEPA, PayPal, Kreditkarte – **alles gebührenfrei**.
- Gebühr: 0,99% pro Trade + Spread (~0,1–0,5%).
- Regulierung: BaFin-Lizenz für Krypto-Verwahrung & Eigenhandel (Stand 22. September 2025).
eToro: eToro ist ein Multi-Asset-Broker mit sozialem Trading-Aspekt. XRP kann hier als echter Vermögenswert gekauft werden (kein CFD) und bei Bedarf an das eigene Wallet transferiert werden.
Für deutsche Kunden arbeitet eToro mit einem regulierten Partner (DLT Finance) zusammen, sodass die Krypto-Verwahrung in Deutschland legal abgedeckt ist. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und einsteigerfreundlich; Einzahlungen klappen per Banküberweisung, Kreditkarte, PayPal u.v.m.

Beachte: eToro berechnet beim Kauf/Verkauf von XRP etwa **1% Gebühr** (im Spread eingepreist). Zusätzlich fällt eine Währungsumrechnung an, da Konten in USD geführt werden – wer in EUR einzahlt, zahlt ca. 0,5% Umrechnungsgebühr (es sei denn, man nutzt z.B. ein kostenloses EUR-Konto von eToro Money).
Insgesamt eignet sich eToro gut, um einfach in XRP zu investieren und von der Community zu lernen, jedoch sind die Kosten etwas höher als auf reinen Krypto-Börsen.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Mindesteinzahlung meist 50 USD (ca. 45 €); viele Zahlungswege inkl. PayPal.
- Gebühren: ~1% pro Kauf/Verkauf (als Spread) + ggf. 0,5% FX bei EUR-Einzahlung.
- Über 120 Kryptowährungen handelbar; CopyTrading-Funktion für Social Trading.
**Hinweis:** Neben Bitpanda und eToro gibt es weitere Broker-Optionen. Einige Neo-Broker in Deutschland (z.B. Justtrade) erlauben den Kauf von XRP ohne Provision, halten die Coins aber intern (keine Auszahlungsfunktion – nur Kaufen/Verkaufen).
Solche Angebote eignen sich eher für kurzfristige Spekulation auf den Preis. Wenn Du echten XRP besitzen und versenden möchtest, wähle einen Broker wie Bitpanda oder eToro, der Auszahlungen auf eigene Wallets ermöglicht.
Börsen (Spot-Handel)
Coinbase: Coinbase ist eine der weltweit größten Krypto-Börsen und bietet auch in Deutschland und Österreich einen einfachen Zugang zu XRP. Coinbase Germany verfügt über eine BaFin-Lizenz als Krypto-Verwahrer, was Vertrauen schafft.

Für Anfänger gibt es den “einfachen Handel” auf Deutsch, wo Du XRP direkt gegen Euro kaufen kannst (Gebühr ca. 1,49% + Spread). Für niedrigere Gebühren wechselst Du in den **Advanced Trade** Modus: Hier handelt man XRP/EUR über das Orderbuch mit gestaffelten Gebühren (z.B. 0,6% Taker / 0,4% Maker für geringe Volumen, deutlich sinkend bei hohem Umsatz).
SEPA-Einzahlungen sind kostenlos und werden innerhalb von 1–2 Werktagen gutgeschrieben. Positiv: Coinbase unterstützt PayPal als Blitz-Einzahlungsoption (Geld ist sofort verfügbar). Auszahlungen von XRP sind jederzeit möglich; es fällt lediglich die geringe Netzwerkgebühr an (aktuell nur wenige Cent). Ein weiterer Vorteil ist die sehr hohe Sicherheit: Coinbase verwahrt den Großteil der Kundencoins offline und ist als Unternehmen an der NASDAQ börsennotiert.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Hohe Benutzerfreundlichkeit, deutschsprachige App und Webseite.
- Für Vieltrader: Advanced Trade mit Gebühren ab 0,4%/0,6% (Maker/Taker).
- Regulierung: BaFin-Lizenz (Coinbase Germany GmbH) für Verwahrung und Handel.
Kraken: Kraken ist eine etablierte Krypto-Börse aus den USA mit sehr guter Reputation in puncto Sicherheit. In Europa wird Kraken von der irischen Zentralbank reguliert und ist in Deutschland legal nutzbar. XRP ist auf Kraken gegen Euro handelbar (Handelspaar XRP/EUR).

Die Gebühren starten bei 0,25% (Maker) / 0,40% (Taker) für geringe Volumen und sinken bei höherem Handelsvolumen deutlich. Kraken punktet mit hoher Liquidität und engen Spreads, insbesondere auf USD-Paaren – das EUR-Orderbuch für XRP ist aber ebenfalls ausreichend liquide für die meisten Privatanleger.
Einzahlungen laufen über SEPA (kostenlos, ca. 1 Tag) oder per Kreditkarte/Apple Pay (in der Kraken-App, gegen Gebühr). Wichtig: Die Benutzeroberfläche von Kraken Pro ist eher technisch und auf Englisch – für Neulinge eventuell etwas anspruchsvoller.
Es gibt aber auch einen vereinfachten “Buy Crypto” Dialog, der jedoch höhere Gebühren beinhaltet. XRP-Abhebungen kosten nur 0,05 XRP Fee, und die Mindestauszahlungsmenge liegt bei ca. 12 XRP (damit nach Abzug der Reserve noch genug ankommt). Insgesamt ist Kraken ideal für sicherheitsbewusste Nutzer, die zu fairen Konditionen handeln möchten und kein Problem mit einer englischen Oberfläche haben.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Sehr hohe Sicherheit (noch nie gehackt), 2FA & Master-Key Features.
- Über 200 Kryptowährungen, XRP-Staking derzeit nicht verfügbar (nur Handel).
- Sitz in den USA; Europa-Niederlassung mit EU-Lizenz (Irland) – vertrauenswürdiger Anbieter.
Binance: Binance ist gemessen am Handelsvolumen die größte Krypto-Börse der Welt und bietet dementsprechend tiefe Liquidität auch für XRP. Die Handelsgebühr beträgt lediglich **0,1%** pro Trade (mit dem hauseigenen BNB-Token sogar nur 0,075%).

Außerdem sind die Spreads auf Binance minimal – man bekommt XRP also nahezu zum echten Marktpreis. Allerdings gibt es in Deutschland regulatorische Vorbehalte: Binance besitzt (Stand 22. September 2025) keine BaFin-Lizenz. Aus diesem Grund wurden gewisse Funktionen für deutsche Nutzer eingeschränkt, und die Webseite ist nicht auf Deutsch verfügbar.
Zwar können Bestandskunden weiterhin spothandeln, aber Neukunden aus DE werden zeitweise nicht offiziell angenommen. Ähnliche Einschränkungen gelten für Österreich derzeit nicht, und Schweizer Nutzer haben ebenfalls Zugang. Ein- und Auszahlungen in EUR sind auf Binance momentan nur über Umwege möglich (oft via Kreditkarte oder Drittanbieter, da SEPA-Zahlungen zwischenzeitlich ausgesetzt wurden).
Fazit: **Binance bietet exzellente Konditionen**, bewegt sich in DACH aber in einer Grauzone. Erfahrene Nutzer können es nutzen, sollten aber im Hinterkopf behalten, dass sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Größte XRP-Umsätze weltweit, daher auch für hohe Beträge geeignet.
- Sehr breite Produktpalette (Spot, Staking, Kreditkarte) – jedoch in DE teilweise eingeschränkt.
- XRP-Auszahlung kostet ca. 0,1 bis 1 XRP Gebühr (je nach Netzwerk, Stand 2025).
Bitvavo: Bitvavo ist eine in Amsterdam ansässige Krypto-Börse, die in der EU (u.a. Niederlande) reguliert und sehr einsteigerfreundlich ist. Für viele Anleger in Deutschland ist Bitvavo ein Geheimtipp, da die Oberfläche aufgeräumt und auch auf Deutsch verfügbar ist. XRP kann direkt gegen Euro gekauft werden.

Die Gebühren gehören zu den niedrigsten am Markt: 0,15% Maker / 0,25% Taker (bei geringen Volumen), und sinken bei größerem Handelsvolumen bis auf 0,0%/0,04%. Ein- und Auszahlungen laufen bequem per SEPA (kostenlos, in der Regel sogar **SEPA Instant** innerhalb weniger Minuten).
Zusätzlich werden Methoden wie Sofortüberweisung, Giropay und Kreditkarte angeboten (gegen Aufpreis). Bitvavo erlaubt die Auszahlung von XRP an eigene Wallets; die Abhebegebühr beträgt 1 XRP. Das Angebot an Coins ist mit über 190 Kryptowährungen groß, und die Sicherheit der Plattform ist hoch (regelmäßige Sicherheitsaudits, 1:1 Assets im Custody, Staking verfügbar).
Einziger Wermutstropfen: Kunden aus der Schweiz können Bitvavo aktuell nicht nutzen, da nur EU/EEA-Länder unterstützt werden. Für Kunden aus DE und AT ist Bitvavo jedoch eine der preiswertesten Optionen am Markt.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Sehr günstige Gebührenstruktur, ideal für Trader und Vielkäufer.
- Übersichtliche Web-Plattform mit optionalem Advanced-Modus für Charts.
- Reguliert als registrierter Dienstleister bei der NL-Zentralbank (DNB).
Bitstamp: Bitstamp ist eine der ältesten europäischen Krypto-Börsen (gegründet 2011) mit Sitz in Luxemburg und London. XRP wurde auf Bitstamp früh gelistet und ist weiterhin im Angebot (XRP/EUR, XRP/USD und weitere Paare).

Die Handelsgebühren betragen 0,5% für Monatsvolumen unter 10.000 USD und sinken staffelweise bis zu 0,0% bei sehr hohen Beträgen. Ein- und Auszahlungen: SEPA-Einzahlungen sind kostenlos, SEPA-Auszahlungen kosten 3 €, Kreditkarteneinzahlungen kosten 5%.
Die Benutzeroberfläche von Bitstamp ist eher traditionell gehalten und nur auf Englisch verfügbar, jedoch funktional und auch für Europäer gut nutzbar. Vorteilhaft ist der zuverlässige Kundenservice und der Fokus auf Sicherheit – Bitstamp wird von der CSSF Luxemburg reguliert und führt regelmäßige Proof-of-Reserves-Prüfungen durch.
XRP-Abhebungen kosten 0,1 XRP Netzwerkgebühr. Für Nutzer in Deutschland und Österreich, die eine renommierte und konservative Börse suchen, ist Bitstamp eine solide Wahl. Allerdings sind neuere Konkurrenten wie Bitvavo bei Gebühren etwas günstiger.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Bekannte, vertrauenswürdige Börse mit langer Historie in Europa.
- Auch als App verfügbar; Kauf per Kreditkarte möglich (aber teuer, 5% Fee).
- Unterstützt fortgeschrittene Ordertypen, aber kein Social Trading oder ähnliches.
Bitcoin.de: Bitcoin.de ist Deutschlands erster Krypto-Marktplatz und wird von der Münchener futurum Bank AG betrieben. Hier kaufst Du XRP direkt von anderen Nutzern via Treuhandprinzip: Käufer und Verkäufer handeln einen Preis aus, dann überweist der Käufer den Euro-Betrag direkt auf das Bankkonto des Verkäufers (bei Nutzung eines Fidor-Bankkontos erfolgt dies in Echtzeit).

Die Plattform fungiert als Vermittler und verlangt vom Käufer 0,5% Gebühr (Verkäufer zahlen nichts). Bitcoin.de ist vollständig BaFin-reguliert und bietet hohe Sicherheit, da die Euro-Abwicklung über reguläre Bankwege läuft und Krypto-Transaktionen escrow-gesichert sind. Für den Handel benötigst Du ein verifiziertes Bankkonto.
Die Bedienung ist etwas weniger komfortabel als bei klassischen Börsen (man wartet teils auf passende Angebote), jedoch hat man die maximale Kontrolle über den Preis. XRP lässt sich nach Kauf selbstverständlich auf ein eigenes Wallet abheben; die Netzwerkgebühr dabei ist verschwindend gering.
Insgesamt ist Bitcoin.de vor allem für Nutzer interessant, die über ein deutsches Bankkonto schnell P2P handeln wollen und Wert auf eine inländische Lösung legen. Für Schweizer oder Nicht-EU-Bürger ist der Dienst nicht verfügbar.
Fees
Liquidity
Security
Support
- Direkthandel via Banküberweisung – kein Guthaben einzahlen nötig.
- Gebührenmodell: 0,5% pro Trade (nur Käufer zahlt; bei Express-Handel mit Fidor teilen sich Käufer/Verkäufer die Gebühr).
- Treuhandservice schützt beide Seiten vor Betrug bei der Transaktion.
Fintech-Apps: XRP in Banking-Apps kaufen
Immer mehr Banking- und Fintech-Apps ermöglichen den Kauf von Kryptowährungen wie XRP direkt in ihrer Oberfläche. Diese Lösungen sind bequem, haben aber oft Einschränkungen. Hier einige prominente Beispiele in DACH:
Bison App: Die Bison App der Börse Stuttgart ist speziell für deutsche Nutzer (und auch in AT/CH verfügbar) entwickelt worden. Über Bison können über 25 Kryptos – darunter XRP – einfach per Smartphone gekauft und verkauft werden.

Die Registrierung erfolgt per VideoIdent, Einzahlungen per SEPA. Die App erhebt **keine expliziten Handelsgebühren**; stattdessen ist ein Spread von ca. 0,75% eingerechnet. Die Kurse werden sehr transparent dargestellt, und praktische Features wie Preisalarme und ein Steuerreport (für deutsche Anwender) sind integriert.
Bison ist BaFin-lizenziert (über die Börse Stuttgart Digital Exchange) und verwahrt die Kryptowerte via Blocknox GmbH sicher. Wichtig: Eine Auszahlungsfunktion für XRP ist vorhanden – Du kannst Deine gekauften XRP also auf ein externes Wallet schicken (Destination Tag nicht vergessen!).
Für Einsteiger aus Deutschland ist Bison aufgrund der einfachen Bedienung und deutschen Sprache eine tolle Option, auch wenn die Spreads etwas höher sind als auf internationalen Börsen.
Trade Republic: Der bekannte Neo-Broker Trade Republic bietet neben Aktien & ETFs inzwischen über 50 Kryptowährungen zum Handel an – darunter auch XRP.

Vorteil: Viele Nutzer haben bereits ein TR-Depot, und die Integration von Krypto ermöglicht Käufe ab 1 € ohne zusätzliche Handelsgebühr (die Kosten sind im Spread enthalten, ca. 2% bei Kryptowährungen). Allerdings gibt es eine große Einschränkung: **Trade Republic erlaubt keine Ein- oder Auszahlungen von Kryptos**.
XRP, die Du dort kaufst, können nicht an ein externes Wallet transferiert werden; Du kannst sie nur innerhalb der App halten und wieder verkaufen. Die Verwahrung übernimmt Bitgo Deutschland als lizenzierter Kryptoverwahrer.
Für jemanden, der einfach auf den XRP-Preis spekulieren will und alles in einer App haben möchte, ist TR okay – wer jedoch echte Selbstverwahrung anstrebt oder XRP für Zahlungen nutzen will, sollte eine andere Plattform wählen.
N26 & Revolut: N26 (eine deutsche Neobank) und Revolut (britisches Fintech) haben ebenfalls Krypto-Funktionen integriert. Bei **N26** können Kunden seit Ende 2022 über 200 Coins handeln (in Kooperation mit Bitpanda).

XRP ist verfügbar, allerdings fallen saftige Gebühren an: 2,5% vom Kaufbetrag (für Standardkunden) bzw. 2,0% (für Metal-Kunden). Zudem können die gekauften XRP nicht aus N26 heraus transferiert werden – sie verbleiben zur Verwahrung bei Bitpanda.
Revolut bietet den Kryptohandel schon länger an und hat inzwischen auch XRP im Portfolio. Die Gebühren liegen je nach Plan etwa zwischen 1,5% und 2,5%. Ein großer Pluspunkt bei Revolut: Hier sind externe Auszahlungen für viele Coins möglich, einschließlich XRP auf das Ripple-Netzwerk.

So kann man z.B. seine XRP an ein eigenes Wallet senden (Revolut verlangt dafür eine fixe Netzwerkgebühr, z.B. ~1 GBP für XRP). Zu beachten ist, dass einige Funktionen (wie der Kryptotransfer) bei Revolut erst ab einem Premium-Plan freigeschaltet sind.
Beide Apps punkten mit Einfachheit – man kauft XRP quasi wie Fremdwährung in der Banking-App. Doch für regelmäßiges Investieren oder größere Beträge sind dedizierte Krypto-Börsen oft günstiger.
Weitere Apps: In der Schweiz erlauben etablierte Finanzdienstleister wie Swissquote den Handel von XRP über das Bankdepot (zu etwa 1% Gebühren, aber mit Bank-Komfort und FINMA-Regulierung). Ebenfalls bekannt ist Bitcoin Suisse, wo man als Schweizer Kunde XRP gegen CHF kaufen kann – allerdings mit hohen Mindesteinlagen und Gebühren, eher für institutionelle Anleger.
Insgesamt gilt: Fintech- und Bank-Apps bieten viel Convenience und sind ideal, um “mal eben” kleinere XRP-Beträge zu kaufen. Für ambitionierte Krypto-Investoren sind jedoch spezialisierte Plattformen mit niedrigeren Gebühren und vollem Funktionsumfang (Ein- und Auszahlungen, Ordertypen, etc.) meist die bessere Wahl.
On-Chain/DEX: XRP dezentral kaufen
Dezentrale Exchanges (DEX) ermöglichen den Handel von Kryptowährungen direkt von Wallet zu Wallet, ohne zentrale Vermittlungsstelle. Auch für XRP gibt es solche Möglichkeiten, wobei hier das XRP Ledger (XRPL) selbst eine integrierte DEX-Funktion besitzt.
Erfahrene Nutzer können zum Beispiel die Plattform Sologenic DEX nutzen oder über die Wallet-App XUMM direkt auf dem XRP Ledger handeln. Dort lässt sich XRP gegen andere XRPL-Token tauschen. Zu beachten ist, dass man auf dem XRPL in der Regel gegen IOUs oder Stablecoins handelt, die über Gateways ins Netzwerk gebracht wurden – echte Euro-Einzahlungen sind dezentral nicht möglich.
Ein typischer Anwendungsfall wäre, dass man bereits einen Stablecoin auf dem XRPL (z.B. USD via GateHub) besitzt und diesen über die XRPL-Orderbücher in XRP tauscht.
Vorteile einer dezentralen XRP-Börse: Keine KYC-Verifikation, keine zentrale Instanz, extrem niedrige Gebühren (oft nur 0,00001 XRP pro Transaktion) und schnelle Abwicklung in 3–5 Sekunden. Man behält die Coins stets in der eigenen Wallet.
Allerdings gibt es auch Nachteile: Die Liquidität auf dem XRPL-DEX ist im Vergleich zu großen zentralen Börsen begrenzt – größere Trades können also Slippage verursachen (einen schlechteren Preis). Zudem ist die Handhabung komplexer: Man muss eine XRPL-Wallet einrichten, 10 XRP Reserve hinterlegen und sich mit Begriffen wie Trustlines oder Destination Tag auskennen.
Als DACH-Nutzer ist der dezentrale Weg v.a. dann interessant, wenn man Wert auf maximale Unabhängigkeit legt oder auf dem XRPL spezifische Token traden möchte. Für den reinen XRP-Kauf gegen Euro ist ein DEX weniger geeignet, da man Euro erst über Umwege tokenisieren müsste.
Dennoch kann es nicht schaden, zu wissen, dass XRP auch on-chain gehandelt werden kann. Wer z.B. bereits Bitcoin oder ETH besitzt, könnte theoretisch via bestimmten Cross-Chain-Diensten oder atomic swaps XRP erhalten, ohne eine zentrale Börse zu bemühen.
Solche Methoden setzen aber technisches Know-how voraus. Unser Rat: Für 99% der Käufer in DACH sind die regulierten zentralen Plattformen der bequemere und sicherere Weg. Die On-Chain-Option steht als Alternative bereit, sobald Du dich tiefer in die Materie eingearbeitet hast.
Wallet & Sicherheit: XRP sicher aufbewahren
Nach dem Kauf von XRP stellt sich die Frage der sicheren Aufbewahrung. Grundsätzlich hast Du zwei Optionen: Deine XRP auf der Börse/Plattform lassen oder sie in ein eigenes Wallet auszahlen. Wir empfehlen, zumindest mittelfristig, die Selbstverwahrung – also die Coins an ein Wallet zu senden, zu dem nur Du die privaten Schlüssel besitzt. Hier einige Tipps und Infos dazu:
Hardware-Wallets: Für maximale Sicherheit sind Hardware-Wallets die beste Wahl. Geräte wie Ledger Nano S/X unterstützen XRP und ermöglichen es, Deine Coins offline zu speichern. Über die Ledger Live Software kannst Du Dein XRP-Konto verwalten, Empfangen/Versenden und sogar am PC die XRPL-Dex nutzen, während der private Schlüssel nie das Gerät verlässt.
Achte darauf, Deine Seed Phrase (24-Wörter-Wiederherstellungsphrase) sicher und offline zu verwahren. Notiere sie auf Papier und bewahre sie an einem geschützten Ort auf (kein Foto, keine digitale Kopie!). Sollte Dein Hardware-Wallet verloren oder defekt gehen, kannst Du mit der Seed Phrase jederzeit Deine XRP auf ein neues Gerät wiederherstellen.
Software-Wallets: Eine beliebte XRP-Wallet-App ist **XUMM** (für iOS/Android). XUMM wurde speziell für das XRP Ledger entwickelt und bietet vollen Zugriff auf alle XRPL-Funktionen (Zahlungen, DEX, Token, Signieren von Transaktionen).
Für Nutzer, die mehrere Kryptowährungen halten, kommen auch Multi-Coin-Wallets wie **Trust Wallet**, **Exodus** oder **Atomic Wallet** in Frage – diese unterstützen ebenfalls XRP. Beachte bei Software-Wallets: Das Gerät (Handy/PC) sollte frei von Malware sein, und Du solltest ein starkes Passwort sowie nach Möglichkeit biometrische Sperre nutzen.
Die Seed Phrase musst Du auch hier notieren und sicher verwahren. Wer nur kleine Beträge hält, kann vorerst ein Software-Wallet nutzen – bei steigenden Summen lohnt sich der Umstieg auf Hardware-Wallet.
Destination Tag / Memo: Beim Transfer von XRP gibt es eine Besonderheit: Viele Börsen verwenden **Destination Tags** (auch als Memo oder Ziel-Tag bezeichnet), um Einzahlungen intern einem Benutzerkonto zuzuordnen.
Wenn Du also XRP **an** eine Börse schickst, erhältst Du dort eine XRP-Einzahlungsadresse *plus* einen Destination Tag (eine Zahl). Diesen musst Du beim Senden unbedingt angeben, damit Deine XRP richtig verbucht werden.
Vergisst Du den Tag, landet Deine Einzahlung in der allgemeinen Wallet der Börse und muss manuell vom Support zugeordnet werden – das kann Tage oder Wochen dauern. Beim Auszahlen **von** einer Börse auf Dein persönliches Wallet ist es umgekehrt: Private Wallets benötigen keinen Tag.
Viele Börsen fragen trotzdem nach einem Tag; in dem Fall kannst Du meist eine Null oder “nicht erforderlich” eingeben, sofern Dein Ziel-Wallet keinen Tag hat. Kurzum: Bei Transfers zwischen Börsen IMMER den Tag korrekt setzen, bei Auszahlungen an persönliche Wallets in der Regel kein Tag nötig.
Best Practices Sicherheit: Unabhängig davon, ob Deine XRP auf der Börse bleiben oder ins eigene Wallet wandern, gelten ein paar Grundregeln: Aktiviere unbedingt die **2-Faktor-Authentisierung (2FA)** auf allen Plattformen (bevorzugt via Authenticator-App, nicht SMS).
Nutze einzigartige, lange Passwörter und bewahre Deine Zugangsdaten sicher auf. Falle nicht auf Phishing herein: Prüfe die URL der genutzten Webseiten (z.B. coinbase.com, binance.com etc.) genau und klicke keine verdächtigen Links aus E-Mails.
Ziehe für größere Beträge in Betracht, die XRP auf mehrere Wallets/Börsen zu verteilen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Und last but not least: Mache zur Übung eine **Testüberweisung**, bevor Du sehr große Mengen verschickst.
Sende z.B. erst 20 XRP an Dein Ledger, schaue ob alles ankommt, und transferiere danach den Rest. So kannst Du sicherstellen, dass Adresse und Tag stimmen.
**Wichtig:** Beim Erstellen eines neuen XRP-Wallets (egal ob Hardware oder Software) bedenke die **Reservesperre** im XRP Ledger. Du musst derzeit 10 XRP im Wallet belassen, damit es aktiv bleibt – diese 10 XRP sind nicht ausgebbar (Stand 2025).
Plane das ein, wenn Du z.B. genau 50 XRP von der Börse abhebst: Ziehe lieber 55 XRP ab, sodass nach Abzug der 10 XRP Reserve noch 45 XRP frei zur Verfügung stehen. Diese Reserve kann sich zukünftig ändern, wird aber von 10 XRP nur selten angepasst.
Für normale Nutzer ist das kein Problem, aber es erklärt, warum Dein neues Wallet gleich 10 XRP “verbraucht”, die nicht bewegt werden können.
Schritt-für-Schritt: XRP kaufen in Deutschland, Österreich, Schweiz
Im Grunde läuft der XRP-Kauf in allen drei Ländern ähnlich ab. Dennoch gibt es ein paar länderspezifische Besonderheiten bei Zahlungswegen und Plattformen. Hier eine allgemeine Schritt-für-Schritt Anleitung, anschließend Hinweise zu AT und CH:
- **Konto erstellen & verifizieren:** Wähle eine Plattform aus unserem Vergleich (z.B. Bitpanda, Coinbase, Kraken) und registriere Dich mit E-Mail und Passwort. Durchlaufe das KYC-Verfahren – in der Regel musst Du Deinen Ausweis hochladen oder per VideoIdent vorzeigen sowie Adressdaten angeben. Diese Verifizierung ist gesetzlich nötig und stellt sicher, dass Du alle Funktionen (Fiat-Einzahlung, Auszahlungen) nutzen kannst. Richte gleich auch 2FA ein, um Dein Konto zu schützen.
- **EUR-Einzahlung durchführen:** Zahle Geld auf Dein Konto ein. In Deutschland und Österreich empfiehlt sich die SEPA-Überweisung in Euro: Sie ist bei nahezu allen Anbietern gebührenfrei und kommt meist binnen 1 Werktages an (SEPA Instant sogar schneller). Alternativ stehen oft Methoden wie SOFORT/Klarna, Giropay oder Kreditkarte zur Verfügung, die das Guthaben sofort bereitstellen – dafür fallen aber Gebühren an (z.B. 1,8–4% vom Betrag). Wähle die Methode nach Dringlichkeit und Kosten. Einige Plattformen (Bitpanda, Coinbase, eToro) unterstützen auch PayPal als Instant-Einzahlung. Achte bei Einzahlungen aus Österreich darauf, IBAN und Verwendungszweck korrekt anzugeben; bei Kreditkartenzahlung können ggf. Auslandsentgelte der Bank anfallen, wenn die Plattform nicht im EWR sitzt.
- **XRP kaufen (Order platzieren):** Ist das Geld verfügbar, kannst Du Ripple kaufen. Suche auf der Plattform nach “XRP” – oft gibt es eine Suchleiste oder eine Krypto-Liste. Wähle XRP aus und klicke auf “Kaufen”. Nun gibst Du den EUR-Betrag oder die XRP-Stückzahl ein, die Du erwerben möchtest. Bei Börsen mit Orderbuch hast Du zwei Optionen: Market Order (Kauf zum aktuellen Marktpreis, wird sofort ausgeführt) oder Limit Order (Kauf erst, wenn XRP den von Dir definierten Preis erreicht). Anfänger nutzen meist Market-Orders für Schnelligkeit. Prüfe vor Bestätigung, wie hoch die Gebühren ausgewiesen sind. Bestätige dann den Kauf. Innerhalb von Sekunden solltest Du die gekauften XRP in Deinem Konto sehen.
- **Optional: XRP ans eigenes Wallet auszahlen:** Wenn Du Deine XRP von der Plattform runterziehen möchtest, initiere eine Auszahlung. Gehe zum Wallet/Sendefunktion der Plattform, wähle XRP und gib Deine eigene XRP-Empfangsadresse ein. Falls Du auf eine andere Börse sendest, vergiss den Destination Tag nicht. Bei Sendung an Dein privates Wallet (z.B. Ledger oder XUMM) ist kein Tag nötig. Beachte die Auszahlungsgebühr – diese wird Dir angezeigt (oft 0,1–1 XRP). Bestätige die Auszahlung. Je nach Plattform muss man dies evtl. per E-Mail- oder 2FA-Code zusätzlich freigeben. XRP-Transaktionen sind sehr schnell: In der Regel sind Deine Coins innerhalb von 5–30 Sekunden im Ziel-Wallet angekommen. Kontrolliere den Eingang.
Schritt-für-Schritt in Österreich: In Österreich selbst ist der Prozess identisch. Viele Österreicher nutzen gerne **Bitpanda**, da der Anbieter aus Wien stammt und lokale Zahlungsmethoden (z.B. EPS Überweisung) unterstützt. Achte darauf, bei SEPA-Einzahlungen an Bitpanda die korrekte **Referenznummer** anzugeben, damit Dein Betrag richtig zugeordnet wird. Ein Vorteil in AT: Zahlreiche Bitcoin-Automaten erlauben den Bargeldkauf von Bitcoin – für XRP ist das aber unüblich, hier bleibt man besser bei Online-Plattformen. Die Regulierung in Österreich erfolgt über die FMA; Bitpanda ist dort registriert und auch internationale Plattformen werden toleriert, solange sie EU-reguliert sind.
Schritt-für-Schritt in der Schweiz: Schweizer Anleger können im Prinzip ebenfalls die großen internationalen Börsen nutzen (Kraken, Coinbase, etc.). Bei Einzahlungen muss mangels SEPA-Mitgliedschaft oft ein **SWIFT-Auslandsüberweisung** verwendet werden – das ist langsam und mit Bankgebühren verbunden.
Besser: Viele Börsen akzeptieren Kreditkartenzahlung oder Dienste wie Advcash von CH-Kunden. Einige unterstützen auch CHF als Währung (Kraken hat z.B. ein CHF Wallet und man kann per Bank aus Schweiz via IBAN einzahlen).
Alternativ können Schweizer direkt auf heimische Dienste setzen: Bei Swissquote oder Bitcoin Suisse wird per CHF-Banküberweisung bezahlt, und man erhält XRP gutgeschrieben – allerdings zu höheren Kosten.
Wichtig für CH: Gewinne aus Krypto sind für Privatpersonen in der Regel steuerfrei (Stand 2025), was ein Vorteil gegenüber DE/AT sein kann. Dennoch sollte man Kaufbelege aufbewahren.
Beim Versenden von XRP von Schweizer Franken Konten achtet darauf, ob die Plattform intern erst eine Währungsumwandlung vornehmen muss (z.B. CHF -> EUR -> XRP), was evtl.
Zusätzliche Gebühren bedeutet. Insgesamt unterscheidet sich der Ablauf für Schweizer nur in den Punkten Fiat-Einzahlung und verfügbaren Plattformen leicht – das Grundprinzip (Account anlegen, verifizieren, einzahlen, XRP kaufen, sichern) bleibt gleich.
Gebühren & Spreads: Darauf musst Du achten
Beim XRP-Kauf fallen verschiedene Gebühren an, die Deine effektive Rendite schmälern können. Daher lohnt es sich, genau hinzusehen:
- Handelsgebühren: Die meisten Plattformen verlangen entweder pro Trade eine prozentuale Gebühr (z.B. 0,1% bis 1,5%) oder kalkulieren sie in den Preis ein (Spread). Börsen wie Binance, Kraken, Bitvavo haben sehr niedrige Fees (~0,1–0,5%). Broker wie eToro oder Bitpanda liegen bei ~1%. Beispiel: Kaufst Du für 100 € XRP auf einer Börse mit 0,2% Gebühr, zahlst Du nur 0,20 € Fee. Bei einem Broker mit 1% Gebühr würdest Du 1 € zahlen.
- Spreads: Der Spread ist die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. An Börsen mit Orderbuch ist der Spread meist klein (bei XRP oft unter 0,1% dank hoher Liquidität). Bei Brokern/Apps kann der Spread deutlich höher sein, da er als Einnahmequelle dient. So kann es sein, dass Du XRP für 0,50 € pro Coin kaufen kannst, aber nur 0,49 € beim Verkauf erhältst – 0,01 € Differenz entspricht ~2% Spread. Rechne Spread + Gebühr zusammen, um die Gesamtkosten zu beurteilen.
- Einzahlungs- & Auszahlungsgebühren (Fiat): Die meisten Anbieter in DACH verlangen **keine Gebühren auf SEPA-Einzahlungen**. Bei Auszahlungen per Banküberweisung können geringe Fixgebühren anfallen (z.B. 0,1 € bis 5 € je nach Plattform). Kreditkarteneinzahlungen sind oft teuer (2–4% vom Betrag). PayPal-Einzahlungen sind bei Coinbase/Bitpanda hingegen kostenfrei. Prüfe vorab das Gebührenverzeichnis der Plattform, um Überraschungen zu vermeiden.
- Krypto-Auszahlungsgebühr: Willst Du XRP von der Plattform runter auf Dein Wallet schicken, fällt eine Netzwerkgebühr an. Da XRP-Transaktionen extrem günstig sind (~0,00001 XRP), setzen die Plattformen hier meist eigene Pauschalen fest, z.B. 1 XRP pro Auszahlung. Das entspricht etwa 0,50 € – verkraftbar, aber man sollte es einplanen. Einige Anbieter (z.B. Nexo oder Crypto.com) bieten gelegentlich kostenlose Auszahlungen für bestimmte Stufen an, aber das ist eher die Ausnahme.
Gebühren-Beispiel: Angenommen, Du kaufst XRP im Wert von 100 € auf Börse A mit 0,2% Fee und nahezu 0% Spread. Dann zahlst Du ~0,20 € Handelsgebühr. Für die Auszahlung kommen z.B. 1 XRP (~0,50 €) dazu.
Gesamt: ca. 0,70 € Kosten, also nur 0,7%. Bei Broker B mit 1% Gebühr + 1% Spread würdest Du für 100 € Kauf ~2 € “verlieren” (1 € Gebühr + ~1 € Spread) und ggf. nochmal 0,5 € fürs Auszahlen – also ~2,5% Kosten gesamt.
Auf lange Sicht machen solche Unterschiede viel aus. Daher: Für größere Beträge und häufiges Trading lieber eine low-fee Börse wählen. Für kleine Käufe zwischendurch sind auch Apps okay, aber sei Dir bewusst, was Du zahlst.
Noch ein Tipp: Manche Börsen belohnen **Maker-Orders** (Limit-Orders, die ins Orderbuch gestellt werden) mit niedrigeren Gebühren als Taker-Orders.
Wenn Du also Zeit hast, setze ein Limit etwas unter den aktuellen Marktpreis und warte, bis es ausgeführt wird – so sparst Du Gebühren. Bei Bitpanda Pro etwa 0,1% statt 0,15%, oder bei Kraken 0,25% statt 0,40%. Kein Muss, aber gerade bei größeren Summen lohnt sich das “Orderbuchspielen”.
Tipps für XRP-Investoren
Zum Abschluss noch einige praktische Hinweise, damit Dein XRP-Investment reibungslos verläuft:
- Volatilität: XRP ist wie die meisten Kryptowährungen sehr volatil. Kursschwankungen von 5–10% an einem Tag sind keine Seltenheit. Sei Dir bewusst, dass der Wert Deiner Investition stark steigen, aber auch fallen kann. Investiere nur Geld, dessen Verlust Du notfalls verkraften kannst. Setze ggf. Stop-Loss-Orders, wenn Du Dich nach unten absichern möchtest.
- Liquidität: Achte bei der Wahl der Plattform auf ausreichende Liquidität. Auf unseren empfohlenen Börsen ist das XRP-Volumen in der Regel hoch genug, dass Du jederzeit kaufen/verkaufen kannst, ohne den Preis groß zu beeinflussen. Wenn Du jedoch abseits der großen Plattformen agierst (oder gar P2P), kann geringe Liquidität bedeuten, dass Du keinen Abnehmer zu Deinem Wunschkurs findest. Insbesondere bei On-Chain-DEXen ist das ein Thema – dort können Orderbücher dünn sein.
- Transaktionszeiten: XRP-Transaktionen sind sehr schnell bestätigt (3–5 Sekunden). Trotzdem: Verlasse Dich nicht blind darauf. Warte bei größeren Transfers immer ab, bis der Status “erfolgreich” angezeigt wird und ggf. ein paar Ledger-Intervalle vergangen sind. Gerade wenn Du XRP zwischen zwei Börsen hin- und herschickst, prüfe auf beiden Seiten, ob die Transaktion verbucht wurde, bevor Du weitere Trades platzierst. Manchmal kann es bei Börsen zu internen Verzögerungen kommen, obwohl die Blockchain längst bestätigt hat.
- Support & Ausfälle: In Spitzenzeiten (z.B. bei extremen Kursbewegungen) kann es vorkommen, dass Plattformen überlastet sind oder kurzfristig den Handel aussetzen. Hab einen kühlen Kopf – Panikverkäufe unter Zeitdruck führen selten zu guten Entscheidungen. Sollte es Probleme geben (nicht gutgeschriebene Einzahlung, vergessener Destination Tag, etc.), kontaktiere den Support mit allen nötigen Details. Gute Anbieter wie Coinbase, Kraken, Bitpanda haben verifizierte Support-Kanäle. Rechne aber damit, dass die Antwort einige Tage dauern kann. Daher: Fehler von vornherein vermeiden (z.B. Tag angeben), damit Du gar nicht erst auf Support angewiesen bist.
- Regulatorische Änderungen: Der Kryptomarkt entwickelt sich weiter und es kann zu neuen Gesetzen kommen. In der EU steht mit MiCA (Markets in Crypto-Assets Regulation) ab 2024 ein einheitlicher Rechtsrahmen an. Für Dich als Nutzer dürfte sich vor allem bemerkbar machen, dass seriöse Anbieter Lizenzen haben und bestimmte Infos einholen müssen. Falls eine Plattform Probleme bekommt (siehe Binance in Deutschland), sei vorbereitet, Deine Coins zu einem anderen Dienst umzuziehen. Diversifiziere ruhig auf 2–3 Börsen, um flexibel zu bleiben.
Mit dem Wissen aus diesem Guide bist Du gut gerüstet, um XRP in Deutschland, Österreich oder der Schweiz schnell, sicher und günstig zu kaufen. Viel Erfolg und stets einen kühlen Kopf beim Krypto-Handel!
