XRP Investoren ergreifen rechtliche Schritte nach SEC Klage gegen Ripple

  • XRP Investoren haben eine Petition gegen die SEC und deren Klage gegen Ripple vor dem US-Bezirksgericht Rhode Island eingereicht. 
  • Die Petenten fordern die Einstufung von XRP als Nicht-Wertpapier und bezeichnen die Klage der SEC als schädlich für Investoren. 

Die Klage der Securities and Exchange Commission (SEC) gegen Ripple Labs hat insbesondere XRP Investoren hart getroffen. Seit dem Bekanntwerden der Klage kam es einerseits zu unzähligen Delistings von XRP für US-Kunden an Kryptowährungsbörsen weltweit, andererseits zu einem massiven Abfluss an Anlegerkapital. In der Folge ist der XRP Kurs innerhalb von weniger als 14 Tagen um mehr als 50% gefallen.

Allerdings wollen sich dies nicht alle XRP Investoren gefallen lassen, die in der Entscheidung der SEC für eine Klage gegen Ripple eine rechtswidrige Aktion sehen. Mehrere XRP Investoren haben vor dem US-Bezirksgericht Rhode Island eine Petition gegen die SEC und dessen neuen Vorsitzenden Elad Roisman eingereicht. Auf insgesamt 96 Seiten legen die Antragsteller dar, warum XRP kein Wertpapier im Sinne des amerikanischen Gesetzes ist.

Petition gegen die Klage der SEC gegen Ripple Labs

Die XRP Investoren behaupten, dass die SEC mit ihrer Entscheidung nicht dem Leitbild folgt, „Investoren zu schützen, Fairness zu fördern und Informationen über Unternehmen zu verbreiten … um Investoren zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und vertrauensvoll zu investieren.“ Vielmehr habe der ehemalige Vorsitzende Jay Clayton das Gegenteil bewirkt:

Als Vorsitzender der SEC war es die treuhänderische Pflicht von Jay Clayton, das Leitbild der SEC durchzusetzen. Anstatt Investoren zu schützen und Informationen weiterzugeben, damit Investoren zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, hat der Beklagte wissentlich und absichtlich Milliarden-Dollar-Verluste bei unschuldigen Investoren verursacht, die den digitalen Vermögenswert XRP gekauft, getauscht, erhalten und/oder den digitalen Vermögenswert XRP gekauft, getauscht, erhalten und/oder erworben haben, einschließlich der benannten Petenten und aller anderen in ähnlicher gelegen.

Die Petition wirft der SEC zudem auch vor über 7 Jahre lang untätig gewesen zu sein. In dieser Zeit, so die Petenten, hätte mit den Führungskräften eine Lösung gefunden werden können. Dies sei jedoch nicht geschehen, weshalb Investoren nun Milliarden von Dollar an „unnötigen“ Verlusten erleiden. Laut der Petition habe Jay Clayton „mit unzulässigen Motiven gehandelt“ und Ripple Labs und XRP einen irreparablen Schaden zugefügt.

Argumente, warum XRP kein Wertpapier ist

Eines der ersten Argumente, warum XRP kein Wertpapier ist, sei die Einstufung der SEC von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) als Nicht-Wertpapier. Die Petenten argumentieren, dass die mittlerweile nun noch fünftgrößte Kryptowährung nach Marktkapital ebenso an hunderten von Börsen gehandelt und von „bis zu 150 Drittanbietern als Währung genutzt“ werde.

Darüber hinaus habe sich Ripple zum „zum größten Herausforderer von SWIFT entwickelt“, der sofortige grenzüberschreitende Zahlungen unter Verwendung von XRP anbietet. Diesbezüglich führt die Petition auch den amtierenden Direktor des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) Brian Brooks an, der öffentlich erklärte, dass die Regierung bestehende private Unternehmen wie Ripple und deren Technologie nutzen sollte, um das SWIFT-System zu ersetzen.

OCC Brian Brooks erklärte öffentlich, dass es in den USA zu viele Behörden im Finanz- und Bankwesen gibt. Er stellt offen die Frage: „Halten wir es für das Beste, wenn die Regierung ein CBDC aufzubauen oder den privaten Sektor zu nutzen, der bereits aufgebaut ist?“ […] Es besteht kein Zweifel, dass er sich auf XRP bezog, weil er sagte, dass die Technologie zum Aufbau eines CBDC „bereits gebaut“ sei, aber dass das einzige Problem der Mangel an regulatorischer Klarheit sei.

Ripple präsentierte kürzlich einen Plan, CBDCs zusammen mit dem XRP Token zu hosten. Das XRPL könnte demnach CBDCs hosten und sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen könnten CBDCs nach ihren Bedürfnissen anpassen. Alle weiteren Gründe, welche die Petition anführt, findest du in dem offiziellen Dokument.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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