Südkoreanische Woori Bank richtet Krypto-Depotservice ein

  • Die südkoreanische Woori Bank bietet in einem Joint Venture mit Coinplug einen Krypto-Depot-Service an.
  • Coinplug wird der Mehrheitsaktionär des Duos.

Südkorea hat den Firmen strenge regulatorische Maßnahmen für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte auferlegt. Dies hat zu einer wachsenden Nachfrage nach Krypto-Depot-Dienstleistungen geführt, da die Selbstverwahrung Investoren einem größeren Risiko von Diebstahl und anderweitigem Verlust aussetzt. Doch den lokalen Banken, die in den letzten Monaten den Anlegern zu Hilfe gekommen sind, wurde verboten, direkte kryptobezogene Dienstleistungen anzubieten. Das bedeutet, dass Banken Krypto-Depot-Dienstleistungen nur über Joint Ventures von Aktienanlagen mit Teileigentum anbieten können.

Um die wachsende Nachfrage zu nutzen, hat sich die Woori Financial Group in die Liste der Banken eingereiht, die sich in Krypto-Dienstleistungen versuchen wollen. Berichten zufolge gründet die Bank ein Krypto-Custody-Joint-Venture mit Coinplug inc, einem Bitcoin- und Blockchain-Service-Unternehmen. Das Joint Venture wird den Namen D-Custody tragen und soll frühestens nächste Woche starten.

Ein Vertreter der Woori Bank erklärte:

„In den Überseemärkten ist die Verwahrung digitaler Vermögenswerte eine erfolgreiche, etablierte Praxis unter den neuen Dienstleistungen, die von den Banken angeboten werden.“

Nach dem Start von D-Custody wird Coinplug der Mehrheitsanteilseigner werden. Banken, darunter die KB Financial Group und die Hana Bank, haben zusammen mit Woori beschlossen, aufgrund des regulatorischen Umfelds und der Sorge vor illegalen Transaktionen und Geldwäsche keine Geschäfte mit einer lokalen Kryptobörse zu machen.

Mehr Banken bieten Krypto-Depotservice an

Viele Finanzinstitute im Land haben Markenanträge gestellt, um Krypto-Verwahrungsdienstleistungen anzubieten. Im März 2020 hat Kookmin, das größte Finanzinstitut in Südkorea, einen Antrag gestellt, bevor es sich mit Hashed und Haechi Labs zusammenschloss, um im November die Korea Digital Asset Co. zu gründen.

Im Juni 2020 ging die Nonghyup Bank eine Partnerschaft mit dem Blockchain-Entwickler Hexlant ein, um ein Konsortium für Blockchain-Finanzdienstleistungen zu gründen. Kürzlich hat die Bank ihre Absicht bekannt gegeben, eine Partnerschaft mit Korea Information and Communications Co. einzugehen, um einen Custody-Service anzubieten. Die Shinhan Bank gab außerdem bekannt, dass sie in das Kryptounternehmen Korea Digital Asset Trust investiert hat.

Schon 2017 kündigte die Shinhan Bank ihre Absicht zur Krypto-Aufbewahrung an, ein entsprechender Antrag wurde jedoch  2018 von der Regierung abgelehnt. Ihr Plan ist auf das geänderte Sondergesetz für Finanztransaktionsinformationen zurückzuführen, das darauf abzielt, die Krypto-Gesetzgebung zu ändern.

Es hieß die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes gerate in Gefahr, falls die Regierung keine Änderungen vornehme. Park Sung-Joon, Leiter des Blockchain-Forschungszentrums an der Dongguk-Universität, äußerte Bedenken:

„Andere Länder bewegen sich in dieser Hinsicht sehr schnell. Aber in Südkorea gibt es noch kein adäquates  Rechtssystem, daher sind die Fortschritte langsamer als erwartet.“

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John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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