Wird die Volatilität am Bitcoin Markt durch CME BTC Optionen weiter zunehmen?

  • Die Chicago Mercantile Exchange (CME) hat neue Details zu ihren Bitcoin Optionskontrakten veröffentlicht.
  • Indes stellt sich die Frage, ob die Bitcoin Optionskontrakte zu einer Zunahme der Volatilität von Bitcoin (BTC) führen werden.

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) hat gestern neue Details zu ihren Bitcoin Optionskontrakten veröffentlicht. Bereits am 12. November 2019 hatte die CME Group angekündigt, dass sie ab dem 13. Januar 2020 Optionen auf ihre Bitcoin Futures Kontrakte anbieten wird, während eine Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden noch aussteht.

Laut neuen Informationen wird die Vertragsgröße einen Bitcoin (BTC) betragen. Die Kontrakte werden monatlich angeboten, wobei zunächst Kontrakte von Januar 2020 bis Juni 2020, sowie für Dezember 2020 und Dezember 2021 vorgesehen sind.

Wettlauf zwischen CME und Bakkt

Während die Einführung der CME Bitcoin Futures Optionen noch einige Tage entfernt liegt, bereitet sich Bakkt, die von der Intercontinental Exchange (ICE) betriebene Bitcoin Börse, darauf vor, ihre Bitcoin Futures Optionen nächste Woche, am 07. Dezember, zu lancieren. Dies hatte Kelly Loeffler, CEO von Bakkt, Ende Oktober bestätigt.

Mit der Ankündigung hatte Bakkt praktisch ein Wettrüsten mit der CME ausgelöst. Wie es scheint, sehen beide Unternehmen großes Potential in dem Handel mit Bitcoin (BTC). Fraglich ist, wie sich die Bitcoin Optionen von Bakkt und der CME auf den Bitcoin Preis auswirken werden.

Bei dieser Frage ist zunächst wichtig, dass Bakkt seine BTC Futures Optionen wieder mit einer physischen Auslieferung von BTC zum Enddatum des Kontrakts anbieten wird, während die CME wiederum nur Cash-basierte Bitcoin Futures Optionen angekündigt hat.

Die seit zwei Jahren auf dem Markt befindlichen CME Bitcoin Futures stehen unter Verdacht, den Bitcoin Preis zu manipulieren. Dies wurde zuletzt auch durch den ehemaligen Vorsitzenden der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Christopher Giancarlo bestätigt. Er erklärte, dass die Trump-Administration die Genehmigung für die CME Futures ausgesprochen hatte, um die Bitcoin-Blase von 2017 in einem regulierten Umfeld zum Platzen zu bringen.

Wird die Volatilität von Bitcoin weiter zunehmen?

Zwar sieht die Gegenwart etwas anders aus. Bitcoin verzeichnet seit Ende Juni einen Abwärtstrend bei dem der Preis von 13.000 USD auf aktuell rund 7.300 USD gefallen ist. Der Markt hat sich generell etwas beruhigt. Insbesondere haben institutionelle Anleger aktuell eine viel größere Auswahl, wenn sie in Bitcoin investieren wollen.

Dennoch könnten die Bitcoin Futures Optionen für eine weitere Zunahme der Volatilität am Bitcoin Markt sorgen. Dies ist in der Natur von Options-Kontakten begründet. Während Futures Kontrakte den Inhaber dazu verpflichten am Verfallsdatum zu verkaufen, besteht bei Bitcoin Optionsverträgen keine Verpflichtung, den Vertrag bei Ablauf zu verkaufen. Dies führt zu mehr Flexibilität für Investoren. Allerdings könnte dadurch auch die Volatilität am Markt zunehmen.

In den vergangenen Monaten war der letzte Freitag des Monats für BTC Investoren ein wichtiges Datum, da an diesem Tag die Bitcoin Futures an der CME ausliefen. Durch die neuen Bitcoin Optionen der CME könnte dieses „feste“ Datum variabler werden. Informationen über frühzeitige Orders könnten darüber entscheiden, wie sich Backseat-Investoren für den Einstieg in Positionen entscheiden.

Welchen Einfluss die CME Bitcoin Futures haben könnten, zeigte gestern Skew Markets im Rahmen eines Tweets zu den Bitcoin Optionen von Deribit. In der Grafik zeigt das Analyseunternehmen den zeitlichen Verlauf des Open Interest im letzten Jahr. Ironisch fragt Skew Markets ihre Followers, ob sie sagen können, welche „die vierteljährlichen, monatlichen und wöchentlichen Enddaten sind“.

Angesichts der neuen Bitcoin Optionen und des jüngsten Trends zu Krypto-Derivaten ist die grundlegende Preisstimmung am Krypto-Markt derzeit schwer einschätzbar. Der Bitcoin Preis befindet sich aktuell im Griff der Bullen und Bären.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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