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Wer ist der Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto? Die wahrscheinlichsten Kandidaten

  • Wer ist der Erfinder von Bitcoin und steckt hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto?
  • CNF hat die wahrscheinlichsten Kandidaten in 2019 zusammengetragen. 

Obwohl es Bitcoin fast nunmehr 11 Jahre gibt, ist es noch immer ein Rätsel, wer der Erfinder der ersten dezentralen digitalen Kryptowährung ist. Zwar kennt wahrscheinlich jeder der sich bereits mit dem Thema Bitcoin beschäftigt hat das Synonym Satoshi Nakamoto. Allerdings weiß niemand (der es öffentlich macht), wer Satoshi ist und ob hinter dem Pseudonym eine Einzelperson oder aber auch eine Gruppe von Personen steht.

Grundsätzlich weiß man, dass Satoshi sehr vorsichtig war, um seine Privatsphäre zu wahren. So sind nur sehr wenige Fakten über den Gründer von Bitcoin bekannt. Selbst in den frühen Zeiten der Cypherpunk Mailinglisten hielt sich Satoshi zurück. Ohne große Ankündigung veröffentlichte er im November 2008 das Bitcoin Whitepaper, welches die Grundlage für das Bitcoin Protokoll legte. Am 3. Januar 2009 wurde der erste Bitcoin Block abgebaut, welcher die Botschaft trug:

The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks.

Anschließend tüftelt der mysteriöse Bitcoin Erfinder noch etwas zwei Jahre an seiner Erfindung, bis er nach einer Auseinandersetzung mit der Community, die WikiLeaks dazu bringen wollte Bitcoin zu nutzen, im Dezember vorläufig seine letzte Nachricht im Bitcoin Forum schrieb. Satoshi wollte (noch) nicht die Aufmerksamkeit für sein noch im „Beta-Stadium“ befindliches Projekt und vermutlich auch der CIA auf sich ziehen.

Im Frühjahr 2011 kehrte Nakamoto zwar noch einmal zurück, um eine letzte Nachricht zu hinterlassen. Er erklärte, dass er die Zügel an Gavin Andresen und alle anderen Beteiligten der Community übergebe. Dies war allerdings das letzte Mal, dass sich Satoshi Nakamoto öffentlich meldete.

Seitdem gibt es wilde Spekulationen darüber, wer Satoshi ist. Im Laufe der Zeit haben sich auch zahlreiche Personen zu Wort gemeldet, die behaupten Satoshi zu sein. Wer sind die wahrscheinlichsten Kandidaten? Und hat die CIA bereits herausgefunden wer Satoshi Nakamoto?

Kandidat 1: Nick Szabo

Einer der am häufigsten genannten Kandidaten ist Nick Szabo. Der gewichtigste Grund für seine Nennung ist „Bit Gold“. In 2018 schrieb Szabo auf seinem Blog, dass er eine Idee für ein dezentrales und deflationäres Geld hat. Er beschrieb einige Grundkonzepte, die auch in Bitcoin wiederzufinden sind. Unter anderem schlug Szabo vor, ein Konzept von Zeitstempeln und wiederverwendbaren Arbeitsbeweisen zu verwenden, um „Bit Gold“ fälschungssicher zu machen.

Diverse linguistische Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass zwar die Wortwahl von Szabo und Satoshi sehr ähnlich sind. Allerdings sei der Sprachstil zu verschieden. Während Szabo einen abschweifenden Schreibstil pflegt, fielen Satoshis Texte im Bitcoin Forum sowie im Whitepaper stets sehr nüchtern und konkret aus.

Ein weiteres Argument, welches eindeutig gegen Szabo spricht ist auch, dass es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass Szabo Programmierkenntnisse besitzt. Seine Arbeit war eher akademisch. Insofern hätte er vermutlich Hilfe bei dem Programmieren von Bitcoin benötigt. Zudem bestritt Szabo mehrfach Satoshi zu sein.

Kandidat 2: Hal Finney

Eine gängige Theorie besagt, dass Szabo von Hal Finney Hilfe erhalten haben könnte. In seinem Blog-Beitrag zu Bit Gold suchte Szabo Hilfe bei der Entwicklung. Finney war ein kryptographischer Pionier der Vor-Bitcoin-Zeit und könnte dem Aufruf von Szabo gefolgt sein. Finney war auch die zweite Person, nach Satoshi selbst, welche die Bitcoin Core Software betrieb, um Bitcoin zu minen.

In einem offiziellen Interview erklärte der bereits im August 2014 verstorbene Finney, dass er der Empfänger der ersten Bitcoin-Transaktion war, als Satoshi ihn zehn BTC als Test schickte. Die Indizien für Hal Finney sind somit relativ stark. Aufgrund seines frühen Todes ist eine Auflösung des Mysteriums, durch ihn selbst, aber nicht mehr möglich.

Kandidat 3 + 4: Craig Wright und Dave Kleiman

Ein weiterer möglicher Kandidat für Satoshi Nakamoto ist der Australier und Unternehmer Craig Wright. Im Gegensatz zu den bisherigen Kandidaten bestreitet Wright nicht, Satoshi zu sein. Stattdessen behauptet er seit längerem Satoshi zu sein. Laut Wright hat Bitcoin (BTC) sein ursprüngliches Ziel, eine digitale Währung zu sein, aus dem Auge verloren. Aufgrund dessen forkte er Bitcoin Satoshis Vision (Bitcoin SV).

Wright erhielt erstmals Aufmerksamkeit als Bitcoin Gründer, als er auf einer Konferenz im November 2015 neben dem legendären Nick Szabo sprach und Andeutungen machte, dass er sehr früh („sehr sehr früh“) in Verbindung mit Bitcoin kam. Einen Monat später veröffentlichten Gizmodo und Wired einen Artikel über Wright, als möglichen Satoshi Kandidaten. Als Grundlage lagen beiden Magazinen angeblich geleakte Dokument vor, wonach Wright und Kleiman 1,1 Millionen Bitcoin in einen „Tulpen-Fonds“ anlegten.

Im Mai 2016 gab Wright anschließend ein Interview bei der BCC und erklärte im TV, dass er Satoshi sei. Als Beweis hat er eine Transaktion, von einer Adresse, von der man weiß, dass sie Satoshi gehörte, signiert – eigentlich der perfekte Beweis. Kurzzeitig waren auch (fast) alle von Craig Wright überzeugt. Als die Community die Signatur prüfte, stellte sich jedoch heraus, dass es zwar eine Signatur von Satoshi war, allerdings eine, die Satoshi damals erzeugte, als er Hal Finney Bitcoin sendete.

In dem aktuellen Gerichtsverfahren hat der Richter den Erben von Dave Kleiman die Hälfte aller Bitcoins von Satoshi, 500.000 BTC, zugesprochen. Wie CNF berichtete, ist Wright der Zahlung jedoch bisher nicht nachgekommen und erklärte, dass er nicht auf seine Bitcoin (BTC) im Rahmen des „Tulpen-Fonds“ zugreifen kann.

In der Krypto-Community wird Craig Wright wegen seiner zahlreichen (vermeintlichen) Lügen auch als „Faketoshi“ bezeichnet. Legendär ist Wrights Auseinandersetzung mit Vitalik Buterin bei der Deconomy 2018.

Kandidat 5: Adam Back

Ein oft erwähnter Kandidat ist auch der langjährige Cyperpunk Adam Back. Im Gegensatz zu den vorherigen Kandidaten spielt Back auch noch eine aktive Rolle bei der derzeitigen Entwicklung von Bitcoin (als CEO von Blockstream, welches Bitcoin Core weitreichend finanziert). Zudem ist Back der Erfinder von Hashcash, dem einzigen technischen Vorläufer von Bitcoin, den Satoshi in der ersten Version seines Whiterpapers zitiert.

Allerdings bestreitet Back Satoshi zu sein. Zudem trat Back erst 2013 in die Bitcoin-Szene und schrieb (soweit bekannt ist) nie eine einzige Zeile Code für Bitcoin. Als CEO von Blockstream hat er lediglich Ideen und Konzepte eingebracht.

Weiß die CIA wer Satoshi ist?

Im Sommer 2018 sorgte die Nachricht für Aufsehen, dass die CIA und herausgefunden haben, wer hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt. Der Journalist Daniel Oberhaus vom Motherboard hatte eine Anfrage im Rahmen des Freedom of Information Act (FOIA) an das Federal Bureau of Investigation (FBI) und an die CIA gestellt, in der er um Informationen bezüglich der Identität von Satoshi bat. Oberhaus berichtete, dass die CIA „die Existenz der angeforderten Informationen weder bestätigt noch bestreitet“.

Bereits im Jahr 2016 schrieb Alexander Muse in einem Blog für Cryptomuse, dass die U.S. National Security Agency (NSA) die wirkliche Identität von Satoshi Nakamoto mit Hilfe der Stylometrie identifiziert hat. Muse berichtete, dass das Department of Homeland Security (DHS) seine FOIA-Anfrage nicht öffentlich bestätigen wollte.

Alles in allem gibt es somit keinen Kandidaten, der heraussticht. Letztlich kann nur die Signatur einer Transaktion mit einem, von den bekannten Schlüsseln von Satoshi, den entscheidenden Beweis liefern. Insofern bleibt die Identität von Satoshi auch in 2019 weiter ein Gehmeimnis.

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About Author

Jake Simmons

Jake Simmons ist seit 2016 ein Krypto-Enthusiast. Seit er von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gehört hat, beschäftigt er sich täglich mit dem Thema. Jenseits von Kryptowährungen studierte Jake Informatik und arbeitete 2 Jahre lang für ein Startup im Blockchain-Bereich. Bei CNF ist er für die Beantwortung technischer Fragen zuständig. Sein Ziel ist es, die Welt auf eine einfache und verständliche Weise auf Kryptowährungen aufmerksam zu machen.

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