Was ist mit Bitcoin los? Was im US-Aktienmarkt? Und was tut die FED? Ein Experte hat Antworten

  • Lark Davis ist ein Krypto-Investor und Analyst, der sein Wissen und seine Erfahrung an die weitergibt, die sich nicht „Fulltime“ mit Krypto-Anlagen befassen können. 
  • Davis betreibt den größten Krypto-YouTube-Kanal Neuseelands, auf dem er täglich die Markt-Entwicklungen erläutert und Anlagetipps gibt – hier seine neuesten Überlegungen und Einsichten.

Der Experte erklärt in seinem aktuellen Video die Situation der Kryptobranche und erläutert die zentralen aktuellen Ereignisse und was kurz- und mittelfristig zu erwarten ist:

Der Einfluss des Aktienmarktes

Der Bitcoin-Markt wird durch den US-Aktienmarkt nach unten gezogen. Es gibt eine starke Korrelation zwischen dem S&P 500 und Bitcoin. Laut den jüngsten Kursdaten liegt der S&P 500 etwa 7% unter seinem Allzeithoch, während Bitcoin 40% unter seinem Allzeithoch liegt.

Solange der Aktienmarkt von Faktoren betroffen ist, die sich negativ auf seinen Wert auswirken, wird der Bitcoin-Markt auf diese Auswirkungen mit einem gleichartigen Trend reagieren. Das liegt an den börsengehandelten Bitcoin-Fonds (Bitcoin ETFs), dem Engagement von Institutionen und anderen. Institutionelle Anleger treffen ihre Entscheidungen in der Regel auf der Grundlage der Performance des Aktienmarktes und sobald dieser wackelig aussieht, steigen sie aus dem Bitcoin-Markt aus.

Bitcoin und die FED

Viele Anleger verkaufen derzeit, weil sie Angst vor dem haben, was die Zentralbank tut. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve den Zinssatz in drei Schritten von 0,25% auf 1% anheben wird. Das wird inflationsbereinigt immer noch ein negativer Realzins sein, wenn die Inflationsrate sie auf einem ähnlichen Niveau wie jetzt bleibt. Die den Zinssatz übersteigende Inflation und der bevorstehende Tapering-Prozess haben die Panik auf dem Markt ausgelöst.

Laut dem derzeitigen CEO von Galaxy Investment Partners, Mike Novogratz, stößt Bitcoin auf eine gewisse Kaufunterstützung:

„Der Russell-Index hat eine wichtige Unterstützung durchbrochen, und der heutige Rollover hat auch bestätigt, dass sie durchbrochen ist. Wir befinden uns jetzt in einem Bärenmarkt. Es gibt 1,2 Billionen an schlechten Aktien-Longpositionen.“

Er fügte hinzu, dass es für Kryptowährungen schwierig sein wird, sich zu erholen, bis die Aktien ihre Basis gefunden haben.

Allerdings hat die Kryptowährung bereits einen ordentlichen Ausverkauf hinter sich und stößt nun auf eine gewisse Kaufunterstützung. Dieser Markttrend sieht sehr nach einer Wiederholung des Trends von Mitte 2021 aus.

In den Medien gibt es viel Angst, Unsicherheit und Zweifel (FUD), Die jetzige „FED-FUD“ ist die neue „China-FUD“. Das Angstniveau hoch, und manche erwarten einen Rückgang um 90%.

Das große Bild

Trotz der aktuellen Marktsituation sollte man sich um den Markt keine sorgen machen, sondern konsequent Gewinne mitnehmen.

Außerdem kommt ein massiver Vermögenstransfer zwischen den Generationen ins Spiel. Traditionelle Portfolios bestehen zu 40% aus Anleihen und zu 60% aus Aktien, während die Portfolios der Millennials zu 40% aus Bitcoin und zu 60% aus Aktien bestehen. Es gibt eine Flut von Liquidität, die auf der Suche nach Rendite und Erträgen in das Ökosystem der digitalen Vermögenswerte fließt.

Bitcoin ist zwar zwar extrem volatil, bringt aber im Vergleich zu Anleihen im Lauf der Zeit eine gute Rendite. Anleihen sind ein Witz. Kaufen und Halten von Bitcoin sind sicherer als Kaufen und Halten von Anleihen und Bargeld.

Interessant ist, dass sich die Zahl der Krypto-Kunden 2021 von 100 auf 300 Millionen fast verdreifacht hat. Bei einem ähnlichen Wachstum wird die Zahl der Krypto-Kunden bis Ende 2022 bei fast 1 Milliarde liegen. 

Mir wird es nichts ausmachen, wenn wir einen massiven „Bärenmarkt“ erleben. Ich hoffe, dass es den meisten von Ihnen auch gut gehen wird.

Soweit Krypto-Analyst Lark Davis.

About Author

John ist seit Jahren ein begeisterter Krypto- und Blockchainjournalist. Besonders fasziniert ist er von aufstrebenden Startups und den versteckten Mächten hinter Angebot und Nachfrage. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Geographie und Wirtschaft.

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