
Digitale Form staatlicher Währungen
Im Unterschied zu privat emittierten Krypto-Assets ist eine CBDC kein Mining-Produkt, sondern wird von der Zentralbank ausgegeben und trägt kein Kreditrisiko wie Giralgeld.
Unterschiede zu Kryptowährungen
Der zentrale Unterschied zwischen CBDC und Kryptowährung besteht darin, dass Governance und Emission staatlich organisiert sind und nicht von einer dezentralen Community getragen werden. Wichtige Zielgrößen sind die Effizienz im Zahlungsverkehr, Resilienz, finanzielle Inklusion sowie eine verlässliche Blockchain-Sicherheit und Infrastruktur, sei es mit DLT (Distributed-Ledger-Technologie) oder mit konventioneller Technik.
Zentralisierung, Kontrolle, Stabilität
CBDCs ermöglichen eine klare Aufsicht, programmierbare Regeln (etwa Limits und eine Offline-Funktion), eine stabile Parität zur jeweiligen Landeswährung sowie eine effiziente, kostengünstige Abwicklung im Zahlungsverkehr. Zugleich sind Datenschutz, die Rolle der Banken und zentrale Designfragen weiterhin Gegenstand politischer und ökonomischer Abwägungen.
Programmierung
CBDCs können Regeln und Limits enthalten, z. B. Nutzungsbeschränkungen oder Zeitlimits.
Stabilität
Fester Wert 1:1 zur jeweiligen Landeswährung, gesichert durch die Zentralbank.
Effizienz
Transaktionen werden nahezu in Echtzeit abgewickelt – kostengünstig und sicher.
Beispiele und aktuelle Entwicklungen
Europa arbeitet am E-Euro. Die Vorbereitungsphase läuft seit November 2023. Über das weitere Vorgehen soll nach ihrem Ende Oktober 2025 entschieden werden.
Digital Yuan, Bahamas Sand Dollar
Chinas Digital Yuan (e-CNY) wird breit pilotiert, u. a. mit einer Nutzungsmöglichkeit in Hongkong und einer zweistufigen Architektur unter Führung der PBoC. Der Sand Dollar der Bahamas ist eine live genutzte Retail-CBDC mit App- und Karten-Zugang. Diese CBDC Beispiele zeigen die Bandbreite und Praxisreife staatlicher Digitalwährungen.

