Vitalik Buterin schlägt schnelleren Übergang zu Ethereum 2.0 vor

  • Der Erfinder von Ethereum hat einen neuen Vorschlag unterbreitet, womit der Übergang zu Ethereum 2.0 beschleunigt werden könnte.
  • Im Rahmen des Vorschlags ist eine geringe Refaktorisierung des Codes von Ethereum notwendig.

Vitalik Buterin, der Erfinder und Mitbegründer von Ethereum, hat am 23. Dezember einen neuen Vorschlag für den Übergang von Ethereum 1.0 zu Ethereum 2.0 („Serenity“) unterbreitet. Mit diesem soll der Übergang von dem Proof of Work zum Proof of Stake beschleunigt werden. Ethereum stand in der Vergangenheit öfters in der Kritik, weil Deadlines für Hard Forks verschoben wurden. Der Übergang zu Ethereum 2.0, Phase 0 sollte ebenfalls bereits Ende 2019 erfolgen, ist nun aber für Anfang / Mitte 2020 geplant.

Der neue Vorschlag von Buterin ist vermutlich in Hinblick darauf zu betrachten. In dem Beitrag schreibt Buterin, dass er einen beschleunigten Zeitplan für den Übergang von Ethereum 1.0 zu Ethereum 2.0 durch einen neuen Typ von ETH-Validatoren, die er als „Eth1-freundliche Validatoren“ bezeichnet, geschaffen werden könnte.

Der Übergang zu Ethereum 2.0 soll nach dem derzeitigen Zeitplan in sechs Phasen geschehen. Phase 0 markiert den Start der Beacon Chain, welche das Casper Proof of Stake Protokoll verwalten wird. Sobald diese Phase aktiviert wurde, wird es zwei parallel existierende Ethereum Blockchains geben, Eth1, die alte Proof of Work (PoW) Blockchain, und Eth2, die neue Beacon Chain.

In dieser Phase können die Benutzer ihre ETH von Eth1 auf Eth2 migrieren und Validatoren und damit am Staking teilnehmen. Nach der derzeitigen Roadmap ist jedoch keine Interoperabilität zwischen beiden Blockchains geplant.

Ethereum’s Transaktionskosten könnten um 5-10% steigen

Laut Buterin bedeutet der neue Vorschlag weniger Aufwand bei der Restrukturierung des Codes. Buterins Idee würde auch zustandslose Clients einführen, eine Technologie, die keine Informationen während der Durchführung von Transaktionen speichert (frei übersetzt):

Dies ist ein alternativer Vorschlag für die eth1 <-> eth2-Zusammenführung, der das Ziel erreicht, die PoW-Chain loszuwerden und alles beschleunigt auf die Beacon Chain zu verlagern. Insbesondere erfordert es zustandslose Clients, aber NICHT zustandslose Miner und NICHT Webassembly, und erfordert daher viel weniger ‚Rearchitect‘ um es zu erreichen.

Gemäß Buterins Vorschlag könnten sich Validierer von Eth2, die an Eth1 teilnehmen wollen, als „eth1-freundliche Validierer“ registrieren lassen. Diese speziellen Validatoren müssten zusätzlich zu ihrem Eth2 Node auch einen eth1-Full Node unterhalten. Buterin führte dazu aus:

Validatoren, die am eth1-System teilnehmen wollen, können sich als eth1-freundliche Validatoren registrieren lassen, und es würde erwartet, dass sie zusätzlich zu ihrem Beacon Node einen eth1-Full Node unterhalten. Der eth1-Full Node würde alle Blöcke auf Shard 0 herunterladen und einen aktualisierten eth1-Vollzustand beibehalten.

Vitalik sagt auch, dass die Transaktionskosten auf der Ethereum-Blockkette um 5-10% steigen könnten. Laut dem Mitbegründer von Ethereum würde der Aufruf eines Smart Contracts zusätzlich 1-2 Gas pro Byte des Codes erfordern, während eine einfache Transaktion um 5-10% teurer werden würde.

Das wäre eigentlich nicht so sehr eine Strafe für durchschnittliche Anwendungen, obwohl viele Apps sich neu organisieren müssten, um weniger Verträge in voller Größe zu verwenden. Es gäbe einige außergewöhnliche Anwendungen, die erheblich weniger rentabel wären. Eine einfache ERC20-Transaktion (inklusive DAI) würde höchstens ~5-10% teurer werden.

Buterins Vorschlag wurde von den Ethereum Core Entwicklern Danny Ryan und dem Forscher Will Villanueva von ConsenSys befürwortet. Ob eine Umsetzung erfolgt, muss aber weiter diskutiert werden.

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Jake Simmons has been a crypto enthusiast since 2016, and since hearing about Bitcoin and blockchain technology, he's been involved with the subject every day. Beyond cryptocurrencies, Jake studied computer science and worked for 2 years for a startup in the blockchain sector. At CNF he is responsible for technical issues. His goal is to make the world aware of cryptocurrencies in a simple and understandable way.

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