- Vitalik Buterin warnte vor Übertreibungen im Internet und bezeichnete extreme Anti-EU-Narrative als unangebracht und als Irreführung der Anleger.
- Er wies auf die praktischen digitalen Regelungen der EU hin und stellte klar, dass Social Media Stabilität und Marktchancen falsch darstellen.
Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin reagierte auf wachsende US-Kritik an der Europäischen Union und warnte davor, die Darstellungen zu übertreiben. Er sagte:
„Die Angriffe auf Europa, die ich hier in den letzten Tagen gesehen habe, auch von Leuten, die ich im Allgemeinen für interessant und kultiviert gehalten habe, sind aus den Fugen geraten.“
Er räumte ein, dass auch die EU vor Herausforderungen stehe, kritisierte aber die extreme Negativität, die das Internet durchdringe. Vitalik Buterin erklärte, dass die vorherrschende „apokalyptische Haltung“ auf X nicht mit seinen eigenen Erfahrungen in Europa übereinstimme. Er fügte hinzu, dass die Diskussionen in Social Media die Wahrnehmung der politischen und regulatorischen Stabilität verzerren würden.
Unter den Accounts, die er verfolgt, haben einige starke Kritik an der europäischen Politik geübt. Ein Beitrag des russischen Philosophen Alexander Dugin, der die Auflösung der EU forderte, ging viral. Er wurde seit Sonntag, dem 7. Dezember, mehr als 1,3 Millionen Mal aufgerufen, was zeigt, wie schnell und einfach man in Social Media Anti-EU-Stimmung verbreiten kann.
Elon Musk und die Spannungen in der EU
Die jüngste Kritik folgte auf die Verhängung einer Geldstrafe in Höhe von 120 Millionen Euro durch die Europäische Kommission gegen Elon Muska Messenger-Dienst X, weil das Unternehmen es trotz mehrfacher Auffordung unterließ, Inhalte den EU-Vorschriften entsprechend zu moderieren. Elon Musk reagierte scharf, bezeichnete die Regulierungsbehörden als „Stasi-Kommissare, die in der EU aufgewacht sind“ und wiederholte seine Forderung, dass die Europäische Union komplett abgeschafft werden sollte.
Musks „Kritik“ richtet sich an die Parteien der Mitte und der Liberalen, also an die großen Parteien, die die europäische Politik bestimmen. Er unterstützt weiterhin euroskeptische Parteien. Kritiker behaupten, dass die Haltung von X zu einer Verringerung des Meinungsspektrums auf der Plattform geführt habe, entgegen der Behauptung, dass sie die freie Meinungsäußerung für alle Nutzer fördere.
Buterins Kritik kommt trotz seiner Ablehnung der EU-Initiative „Chat Control“ im September 2025. Der Plan würde Plattformen dazu verpflichten, private Nachrichten auf illegale Inhalte zu scannen, was nach Ansicht von Buterin und Datenschutzbefürwortern die digitale Privatsphäre bedrohe und gegen Artikel 7 und 8 der EU-Charta verstößt.
Vitalik Buterin weist auf lückenhaftes Anlegerbewusstsein hin
Die Gesetzgebung ist unter den Mitgliedsstaaten immer noch sehr umstritten, da Ausnahmen für militärische, nachrichtendienstliche und ministerielle Kommunikation vorgeschlagen wurden, die von Kritikern als heuchlerisch bezeichnet werden. Die Debatte über die digitale Privatsphäre beeinflusst weiterhin die Nutzung dezentraler Kommunikationstechnologien durch die EU-Bürger.
Vitalik Buterins Kommentare unterstreichen, wie die Narrative der Social Media die europäische Stabilität verzerren und Investoren über regulatorische Risiken in die Irre führen können. Er sagte auch, dass Europa praktische Regeln für Tokenisierung und digitale Identität habe und dass Negativität im Internet die Märkte, die echte Chancen bieten, verdunkeln könne.

