Vitalik Buterin: Kryptobranche sollte reale Probleme lösen und keine Affenbilder produzieren

  • Der leitende Ethereum-Entwickler Vitalik Buterin kritisiert NFT-Milliardäre, nicht in die reale Welt zu investieren.
  • Ethereum hingegen konzentriere sich auf reale Probleme, nicht auf Millionen Dollar teure Affenbilder, genannt NFTs.

Vitalik Buterin, der leitende Ethereum-Entwickler, hat die NFT-Milliardäre dafür kritisiert, nicht in die reale Welt zu investieren. Buterin zufolge sollten Kryptowährungen nicht dazu verwendet werden, mit Millionen Dollar teuren Bildern von Affen zu spielen. Vielmehr sollte sich die Kryptobranche generell darauf konzentrieren, drängende Probleme der realen Welt zu lösen.

„Ein positiver Aspekt der Situation in den letzten drei Wochen ist, dass sie viele in der Kryptobranche aktive Menschen daran erinnert, dass der Zweck von Kryptowährung nicht darin besteht, mit Millionen Dollar teuren Bildern von Affen zu spielen, sondern Dinge zu tun, die in der realen Welt sinnvolle Ergebnisse erzielen.“

Ethereum werde sich auf reale Probleme konzentrieren und nicht auf millionenschwere Affen-NFTs. Die Kritik gilt der Sammlung des Bored Apes Yacht Club (BAYC). Die Muttergesellschaft Yuga Labs hat erst kürzlich eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 450 Millionen Dollar mit einer Bewertung von vier Milliarden Dollar angekündigt. Das Unternehmen hatte vorher die NFT-Projekte CryptoPunks und Meebits von Larva Labs übernommen. Damit verfügt das Unternehmen über das bisher teuerste NFT-Portfolio.

Mehr zum Thema: Yuga Labs wird nach Kauf von NFT-Sammlungen der Marktmanipulation beschuldigt

Buterin sagt man könne den Krieg in der Ukraine gar nicht ernst genug nehmen und die Krypto-Community solle ihre Ressourcen bündeln, um das Blutvergiessen in der Region zu stoppen. Er forderte dazu auf, keine Angst vor Kritik und Kontroversen zu haben. Die Kryptobranche sei durch ihre Einigkeit exponentiell gewachsen.
„Mir ist es lieber, dass Ethereum einige Leute beleidigt, als dass es sich in etwas verwandelt, das keine Bedeutung hat“, fügte er hinzu.

Buterin über NFTs

Buterin ist zwar nur eine Stimme im Ethereum-Ökosystem und es gibt vermutlich noch andere Akteure, die die gleichen Gedanken haben wie er. Dennoch ist seine Kritik an NFTs etwas merkwürdig, da das Ethereum-Netzwerk der größte Nutznießer ist. Darüber hinaus ist das Ethereum-Ökosystem das führende Netzwerk mit DeFi, einschließlich der Kryptobörsen.
Institutionelle Anleger sind in Scharen zum Web3 geströmt, und das Rennen ist eröffnet. So kündigte Mark Zuckerberg von Meta an, dass Instagram seinen Nutzern bald die Möglichkeit geben wird, NFTs anzuzeigen und möglicherweise zu prägen. Außerdem hat Reddit Anfang des Jahres mit der Erprobung ähnlicher Funktionen begonnen. In der Zwischenzeit hat Twitter erhebliche Investitionen in Krypto-Funktionen getätigt.
Auch Spotify, Airbnb und der Zahlungsdienstleister Stripe erforschen das Web3.
Auch Microsoft ist im Web3 aktiv, indem es sich an einer 450-Millionen-Dollar-Kapitalbeschaffung für das Ethereum-Entwicklungsunternehmen Consensys beteiligte.
Das Debüt von ApeCoin am 16. März veränderte allerdings die Sichtweise auf NFTs- und das Metaverse. Obwohl es eine enorme Volatilität gibt, rangiert der Apecoin laut CoinGecko nach Marktkapitalisierung auf Platz 62. Bei Redaktionsschluss lag der Kurs bei 12,03 Dollar, was einem Anstieg von 13 Prozent an einem Tag entspricht.
Aufgrund dieser Entwicklungen, insbesondere bei institutionellen Anlegern, ist es wahrscheinlich, dass jetzt schnell Ethereum-Konkurrenten auftauchen werden. Das ist der Hintergrund von Buterins Äusserungen zu NFTs und realen Anwendungsfällen.

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