Umfrage: Vermögensverwalter sehen 2022 eine große Korrektur des Kryptomarkts kommen

  • Für etliche der befragten Vermögensverwalter und Institutionen sind Kryptowährungen die Top-Kandidaten für eine Korrektur im Jahr 2022.
  • Gleichzeitig zeigen einige institutionelle Anleger aber auch ihre Bereitschaft, ihre Investitionen in digitale Vermögenswerte zu erhöhen.

Der Kryptomarkt hat den Anlegern nach einer Mega-Hausse seit Beginn dieses Jahres kürzlich seine extreme Volatilität vor Augen geführt. Nun glauben einige Vermögensverwalter, dass der Kryptomarkt 2022 reif sei für einen massiven Ausverkauf.

Laut der von Natixis Investment Managers durchgeführten Umfrage sind digitale Vermögenswerte derzeit die Top-Anwärter für eine große Korrektur im Jahr 2022. Fast drei Viertel der befragten Institutionen gaben an, dass Kryptowährungen für Privatanleger keine sinnvolle Anlagemöglichkeit darstellen. Die Gesamtsumme der von den Befragten verwalteten Vermögen beläuft sich auf insgesamt 12,3 Billionen US-Dollar.

Die Umfrage im wurde im Oktober und November von CoreData Research im Auftrag von Natixis durchgeführt. Befragt wurden 500 institutionelle Anleger aus mehreren Ländern. Dazu gehören 20 Staatsfonds und mehr als 150 Betriebsrententräger.

Laut der Umfrage sehen 40% der institutionellen Anleger digitale Vermögenswerte als seriöse Anlagemöglichkeit an. Gleichzeitig sind sie jedoch der Meinung, dass sie durch die Zentralbank reguliert werden müssen.

Der Kryptomarkt hat in diesem Jahr einen enormen Aufschwung erlebt und nun, Ende 2021, eine Marktkapitalisierung von mehr als 1,5 Billionen US-Dollar erreicht. Allerdings war der Kryptomarkt in den letzten beiden Wochen noch volatiler als sonst üblich, wobei einige der gestandenen Kryptowährungen ihre Unterstützungsniveaus getestet haben. Insgesamt verlor der Kryptomarkt mehr als 500 Milliarden Dollar. Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen fielen um Werte zwischen 10% und 30% Prozent.

Institutionelle Anleger haben überwiegend Vertrauen gefasst

Interessant ist, dass institutionelle Akteure in großer Zahl in den Kryptobereich eingestiegen sind. Von den insgesamt von Natixis befragten Instituten haben 28 Prozent bereits in Kryptowährungen investiert. Außerdem gab ein Drittel von ihnen an, dass man das Krypto-Engagement im nächsten Jahr erhöhen wolle.

2021 haben mehrere traditionelle Finanzinstitute begonnen, sich in Kryptowährungen zu engagieren. Dazu gehören einige der großen Fondsmanager sowie Pensionsfonds. Darüber hinaus haben sich auch andere in einschlägigen Kreisen bekannte Investoren in Kryptowährung eingekauft. Viele glauben, dass Kryptowährungen wie Bitcoin in diesem stimuluslastigen Umfeld eine gute Inflationsabsicherung darstellen.

Dem mag so sein, doch man sollte bedenken, dass der Kryptomarkt bisher weitgehend den Bewegungen der globalen Aktienmärkten gefolgt ist, und das war auch bei dieser jüngsten Korrektur so.

In einem Gespräch mit CNBC sagte David Solomon, CEO von Goldman Sachs, dass man in den kommenden Jahren nicht die gleichen Renditen bei Aktien erwarten sollte:

„Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren bei Aktien und vielen anderen Vermögenswerten nicht die gleichen Renditen erzielen werden wie in den letzten Jahren. Ich habe in einer Reihe von Investitionsausschüssen und gemeinnützigen Stiftungen, Hochschulgremien etc. mitgewirkt, und ich bin sicher, dass die Renditen, die wir in den letzten drei bis fünf Jahren erzielt haben, anders sind als das, was wir für die Zukunft erwarten sollten.“

Es besteht also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kryptowährungsmarkt über einen längeren Zeitraum seitwärts bewegen wird, so wie wir es schon zwischen 2018 und 2020 erlebt haben.

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Bhushan is a FinTech enthusiast and holds a good flair for understanding financial markets. His interest in economics and finance draw his attention towards the new emerging Blockchain Technology and Cryptocurrency markets. He is continuously in a learning process and keeps himself motivated by sharing his acquired knowledge. In his free time, he reads thriller fictions novels and sometimes explores his culinary skills.

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