VanEck’s Bitcoin ETF Antrag ist veröffentlicht, SEC muss in 45 Tagen entscheiden

  • Die SEC hat den Bitcoin ETF Antrag von VanEck veröffentlicht.

  • Die Behörde muss nun innerhalb von 45 Tagen eine Entscheidung treffen, wobei die Frist auf maximal 240 Tage verlängert werden kann.


Nachdem er Ende 2020 eingereicht wurde, hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) VanEck’s Bitcoin ETF Antrag offiziell anerkannt und veröffentlicht. Ab sofort muss die Aufsichtsbehörde innerhalb der nächsten 45 Tage eine erste Entscheidung über VanEck’s Vorschlag treffen.

Das Unternehmen VanEck hatten ihren Vorschlag im vergangenen Dezember eingereicht, nachdem Bitcoin ein Allzeithoch erreicht hatte. Der VanEck Bitcoin Trust Exchange Traded Fund (ETF) würde an der Börse Cboe BZX gehandelt werden, wenn er genehmigt wird. Der Trust würde seinen Anlegern ein Engagement in den Preis von BTC geben, ohne physisch durch die Kryptowährung gedeckt zu sein.

Die Bitcoin-Community und die Öffentlichkeit haben nun 21 Tage Zeit, um Kommentare auf dem Portal der SEC abzugeben. Darüber hinaus hat die SEC die Befugnis, den Zeitraum der Antragsprüfung um bis zu 240 Tage zu verlängern. Historisch gesehen hat sich die Regulierungsbehörde oft die maximale Zeit ausgeschöpft, bevor sie ihre Ablehnung bekannt gab. Das aktuelle Szenario scheint jedoch anders.

Das neue Umfeld begünstigt eine Bitcoin ETF Genehmigung

Die SEC hat sich vor allem aus zwei Gründen geweigert, einen Bitcoin-basierten ETF in 2019 und 2020 zu genehmigen. Zum einen hat sie den Bitcoin-Markt als anfällig für Manipulationen, unreguliert und unsicher für Investoren bezeichnet; zum anderen hat sie auch festgestellt, dass der Markt zu klein ist und institutionelle Teilnehmer braucht.

Der letzte anhängige Antrag bei der SEC auf Zulassung eines Bitcoin ETFs wurde im Februar 2020 abgelehnt. Damals beantragten Wilshire Phoenix und NYSE Arca einen ETF, der sich aus Bitcoin und US-Staatsanleihen zusammensetzte. Seitdem ist der Markt jedoch gereift. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat Bitcoin eine Marktkapitalisierung von mehr als 1 Billion USD. Darüber hinaus haben institutionelle Riesen und Unternehmen ihre Investments in Bitcoin öffentlich gemacht.

Der Schlüssel zur Genehmigung eines Kryptowährungs-basierten ETFs scheint jedoch Gary Gensler als zukünftiger Vorsitzender der SEC zu sein. Gensler wurde vom Bankenausschuss des US-Senats genehmigt und muss nun vom Senat bestätigt werden. Der Nominierte für die Position ist für seine Pro-Krypto-Haltung bekannt.

Ein weiterer Faktor, der für den Vorschlag von VanEck spricht, könnte die Zulassung von 3 Bitcoin-ETFs in Kanada sein. Darüber hinaus könnten Investoren, wie SEC Kommissar Hester Pierce zum Ausdruck gebracht hat, nach weniger „effizienten“ Methoden suchen, um ein Engagement in Bitcoin zu erhalten. Dies könnte die SEC unter Gensler verhindern wollen.

Gestern kündigte Morgan Stanley 3 Fonds an, die es seinen wohlhabendsten Kunden ermöglichen werden, ein Engagement in der Kryptowährung zu erlangen. Damit ist Morgan Stanley die erste große Bank in den USA geworden, die ein ähnliches Angebot macht. Hinter Morgan Stanleys Initiative stand eine hohe Nachfrage seiner Kunden.

Somit könnte die SEC mehr denn je unter Druck stehen. Derzeit liegen insgesamt 4 Bitcoin ETF Anträge auf dem Tisch der Aufsichtsbehörde.

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Reynaldo Marquez has closely followed the growth of Bitcoin and blockchain technology since 2016. He has since worked as a columnist on crypto coins covering advances, falls and rises in the market, bifurcations and developments. He believes that crypto coins and blockchain technology will have a great positive impact on people's lives.

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