US-Studie: Zahl der Krypto-Besitzer übersteigt jetzt die Zahl der Sparkonto-Inhaber

  • Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 24% der Amerikaner Kryptowährungen besitzen; das sind mehr, als Amerikaner, die ein  Sparkonto unterhalten – nur geringfügig mehr, aber mehr.
  • Die Studie fand auch heraus, dass Millennials die größten Krypto-Fans sind, wobei jüngere, besser verdienende Männer in der Mehrheit sind.

Zum ersten Mal ist in den USA die Zahl der Krypto-Besitzer größer als die der Sparkonto-Besitzer, wie eine neue Studie zeigt. Der Besitz von Kryptowährung ist seit Juli letzten Jahres sprunghaft angestiegen, wobei die niedrigen Preise zu dieser Zeit und die weit verbreitete Medienberichterstattung als Hauptgründe angeführt werden.
Die Studie mit dem Titel „The State of Consumer Banking and Payments“ wurde von Morning Consult, einem globalen Business Intelligence-Unternehmen, durchgeführt.
In Bezug auf Kryptowährungen stellte das Unternehmen fest, dass die Akzeptanz in die Höhe geschnellt ist, als die Anlageklasse zum Mainstream wurde.

Die Zahl der Amerikaner, die Kryptowährungen besitzen, lag laut der Studie bei 24% im Dezember letzten Jahres. Bei einer US-Bevölkerung von 332 Millionen bedeutet das, dass die Zahl der Krypto-Besitzer in den USA bei 79 Millionen liegt.
Über die Zahl der weltweiten Besitzer gibt es unterschiedliche Schätzungen. Das Wall Street Journal schätzt die Zahl auf 114 Millionen, was bedeuten würde, dass amerikanische Investoren 70% aller weltweiten Bitcoin-Besitzer ausmachen. Eine Studie von Crypto.com beziffert die Zahl weltweit auf 106 Millionen, was bedeuten würde, das die Amerikaner einen noch höheren Prozent-Anteil hätten.
Die Studie von Morning Consult knüpft an frühere Studien an, die festgestellt hatten, dass die Zahl der Amerikaner, die in Kryptowährungen investieren, in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.
Im November fand eine vom Pew Research Center, einer Washingtoner Denkfabrik, durchgeführte Studie heraus, dass 16% der Amerikaner in Kryptowährungen investiert, mit ihnen gehandelt oder welche besessen haben. Damit läge die Zahl der Krypto-Besitzer bei 53 Millionen. Die Studie ergab auch, dass 86% der Befragten zumindest schon einmal von Kryptowährungen gehört haben, was zeigt, wie weit verbreitet die Kenntnis der Existenz der Anlageklasse inzwischen ist. Noch 2015 hatten nur 1% angegeben, in Kryptowährung investiert zu haben, während nur 48% überhaupt von Kryptowährung gehört hatten.

Stimmen die Zahlen?

Da immer mehr Studien den kometenhaften Anstieg der Kryptobesitzer-Zahlen aufzeigen, gibt es Bedenken, ob die Zahlen stimmen.

Zu denen die die Zahlen in Frage stellen, gehört Shaktikanta Das, der Chef der indischen Zentralbank. Er sagte den Medien:

„Ich behaupte nicht, dass ich 100%ige Informationen habe. Da es sich um einen unregulierten Sektor handelt, erhalten wir keine vollständigen Informationen. Aber was auch immer wir an Informationen und Rückmeldungen haben, mit einem angemessenen Maß an Vertrauen denke ich, dass die Zahl der Teilnehmer am Kryptomarkt etwas übertrieben scheint.“

Abseits der Krypto-Zweifler zeigt eine Untersuchung der Daten andere Trends, die in den Umfragen möglicherweise nicht berücksichtigt wurden. Zum einen haben die meisten Krypto-Eigentümer mehrere Wallet-Adressen. Manche Wallets generieren sogar jedes Mal eine neue Adresse, wenn ein Nutzer eine Transaktion durchführt.
Und dann ist da noch die Konzentration des Krypto-Eigentums. Eine Studie des National Bureau of Economic Research vom Oktober 2021 zeigt, dass den 10.000 größten Investoren etwa ein Drittel der im Umlauf befindlichen Kryptowährungen gehören. Bei manchen Altcoins ist diese Konzentration sogar noch viel höher. Zum Beispiel kontrollierte ein einziges Konto 2021 etwa 28% des DOGE-Angebots.

Die Konzentration ist ein so großes Problem, dass sogar der „Dogefather“ selbst, Elon Musk, seine Besorgnis äußerte.

 

About Author

Steve ist seit vier Jahren Blockchain-Autor und seit noch längerem ein großer Krypto-Enthusiast. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn besonders die Chancen fur Entwicklungsländer.

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