Ripple-Chef beschwert sich über politische Einflussnahme auf laufendes Gerichtsverfahren

  • Der kalifornische Kongressabgeordnete Brad Sherman drängt die US-Börsenaufsicht, gegen Kryptobörsen vorzugehen, die mit XRP handeln.
  • Ripple-Chef Brad Garlinghouse kritisierte die Shermans Äußerungen scharf, dahinter stehe eine politische Agenda.

Während einer kürzlichen Kongress-Anhörung drängte der US-Abgeordnete Brad Sherman aus Kalifornien die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, gegen Kryptobörsen vorzugehen, die mit XRP handeln. In der Anhörung am 19. Juli sagte er:

„Die Vollzugsabteilung der SEC steht vor neuen Herausforderungen in Form von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten. Die Abteilung hat festgestellt, dass XRP ein Wertpapier ist und geht gegen XRP vor, ist aber aus Gründen, die ich in der Frage ansprechen werde, nicht gegen die Börsen vorgegangen, an denen Zehntausende von illegalen Wertpapiertransaktionen stattfanden.
Sie wissen, dass XRP ein Wertpapier ist. Das bedeutet, dass sie eine illegale Wertpapierbörse betrieben haben. Wenn sie wissen, dass es illegal ist und Sie wissen, dass es illegal ist und ich weiß, dass es illegal ist, hoffe ich, dass Sie sich darauf konzentrieren.“

Ripple reagierte schnell. Der General Counsel von Ripple, Stuart Alderoty, wetterte gegen Sherman und erklärte, dass die USA XRP noch nicht als Wertpapier eingestuft hätten. Er fügte hinzu, dass nur das Gericht das Recht habe, zu entscheiden, ob XRP ein Wertpapier ist oder nicht. Rechtsanwalt Alderoty bezeichnete die Äußerungen des Abgeordneten als ein Ergebnis verdeckter Propaganda der SEC und setzte hinzu:

„Wenn gewählte Beamte nicht verstehen, dass die bloße Einreichung eines Klage durch die SEC noch nichts aussagt, ist das mehr als bedenklich. Nur das Gericht kann eine Entscheidung treffen – das nennt man ein ordentliches Verfahren. Dies ist die schädliche Wirkung der SEC, die Menschen, die Märkte und die amerikanische Innovation mit unbewiesenen Behauptungen zu schädigen und das als Regulierung auszugeben.“

Ripple-Chef: Es gibt eine politische Agenda

Auch Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, schaltete sich in die Diskussion ein. Er sagte, dass der Abgeordnete Sherman sich in juristischen Angelegenheiten gut auskenne, da er in Harvard sein Jura-Studium mit magna cum laude abgeschlossen habe. Garlinghouse warf dem Abgeordneten Sherman vor, seine politische Agenda weiter voranzutreiben:

„Er muss es besser wissen, aber er versucht – wieder einmal – eine politische Agenda über eine solide Politik zu stellen und ignoriert, was das Gesetz tatsächlich sagt.“

Die SEC hatte Ripple im Dezember 2020 verklagt und behauptet, das Unternehmen habe während seines ICO 2013 XRP-Token verkauft, die nicht als Wertpapiere registriert waren. Ripple verteidigt seine Position, kein Fehlverhalten begangen zu haben. Es gab mehrere Gerichtstermine, an denen die beiden Parteien ihre Positionen darlegten.

Mehr zum Thema: USA: Causa Ripple entwickelt sich zur Causa SEC – Rolle der Behörde wird immer dubioser

Aufgrund des laufenden Gerichtsverfahrens ist Ripples XRP im Vergleich zu den anderen Altcoins ins Hintertreffen geraten. Im Gegensatz zu anderen Altcoins hatte XRP keine Mega-Rallye während der Hausse 2021. Dennoch gehört XRP nach wie vor zu den zehn größten Kryptowährungen weltweit, gemessen an der Marktkapitalisierung.

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