- Diese Woche bringt nur drei Teilberichte zur US-Konjunktur. Dabei ist aber der wichtige Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird.
- Die anderen Daten – Verbraucherpreise, Erzeugerpreise und der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben folgen erst in den kommenden Wochen.
Der US-Arbeitsmarktbericht gilt als zentraler Indikator für die Einschätzung der künftigen Zinspolitik der US‑Notenbank. In der Woche vom 2. bis 8. März wird die Veröffentlichung folgender US-Konjunkturdaten erwartet:
- 5. März: Bericht über Import‑ und Exportpreise;
- 5. März: Vorläufiger Bericht zu Produktivität und Lohnstückkosten im vierten Quartal 2025;
- 6. März: Bericht zum US‑Arbeitsmarkt, insbesondere Zahlen zur Arbeitslosigkeit ohne Berücksichtigung der Landwirtschaft, die in einem separaten Bericht behandelt wird.
Starke Beschäftigungszahlen würden auf eine robuste Wirtschaft hindeuten, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung eher verringert. Das führt in der Regel zu steigenden Renditen und einem festeren Dollar.
Für Krypto-Assets bedeutet das meist Druck auf die Kurse, da Kapital in sicherere Anlagen umgeschichtet wird. Europäische Handelsplätze spüren das direkt, weil die Nachfrage nach Bitcoin, Ether und anderen Altcoins in solchen Phasen sinkt.
Steigende Arbeitslosigkeit ist hingegen mit der Erwartung von Zinssenkungen verbunden. Das führt zu sinkenden Renditen und einem schwächeren Dollar. In diesem Umfeld steigt die Risikobereitschaft, was Digital-Assets in USA und EU gleichermaßen stützt. Besonders die Altcoins profitieren in solchen Phasen, da die Anleger verstärkt in kleinere Projekte ausweichen.
Folgen für Markt und Handel in der EU
Da die EU in dieser Woche keine eigenen Veröffentlichungen liefert, bestimmt die US‑Datenlage das Geschehen. Rund um die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts kommt es regelmäßig zu deutlichen Ausschlägen in den Orderbüchern europäischer Handelsplätze.
Spreads weiten sich aus, weil Market‑Maker ihre Modelle anpassen. Gleichzeitig steigen die Umsätze im Derivatebereich, da viele Anleger Positionen absichern oder kurzfristige Bewegungen ausnutzen.
Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung der Dollar‑Stablecoins. In Phasen starker US‑Konjunktur steigt die Nachfrage nach ihnen, was die Liquidität an EU-Handelsplätzen beeinflusst. Eine schwache US-Konjunktur führt dagegen zu einer stärkeren Nutzung von auf Euro basierenden Digital-Assets weil der Dollar an Attraktivität verliert.

Ausblick
Die kommenden Veröffentlichungen zu den US-Verbraucherpreisen, Erzeugerpreisen und dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben werden deutlich aussagekräftiger sein, als nur die Arbeitsmarktdaten.

